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Das Anschreiben – das Aushängeschild der Bewerbung

Sonntag, 17. Juni 2012

Im Anschreiben haben Sie die Möglichkeit, wichtige Punkte und Stationen aus Ihrem Lebenslauf aufzugreifen und hervorzuheben. Entsprechend sorgfältig sollten Lebenslauf und Anschreiben aufeinander abgestimmt sein. Lesen Sie hier, wie Sie ein ansprechendes Anschreiben verfassen – ein paar Beispiele gibt´s dazu.

Keine Phrasen dreschen
Mit dem Anschreiben müssen Sie als Bewerber das Interesse des Lesers, also des Personalverantwortlichen oder Recruiters, wecken. Doch wie kann das gelingen, ohne auf Effekthascherei zu setzen und Phrasen zu dreschen à la „Meine Freunde beschreiben mich als kontaktfreudigen und kommunikativen Menschen…“?

Für Ihr Anschreiben beantworten Sie einfach folgende Fragen:

  1. Warum passe ich zu diesem Unternehmen?
  2. Warum passen gerade meine Fähigkeiten zu der angebotenen Stelle?
  3. Was habe ich bis jetzt geleistet, das gut zum Unternehmen und zur Position passt?

Das Anschreiben sollte erkennen lassen, dass Sie sich auf genau diesen Job bei diesem Unternehmen beziehen und deutlich machen, warum gerade Sie dafür bestens geeignet sind.

Der Aufbau des Anschreibens
Bauen Sie Ihr Anschreiben folgendermaßen auf: Zunächst einmal geben Sie Ihre Daten, also Ihren Namen, Adresse und sinnvollerweise auch eine Telefonnummer und E-Mail-Adresse an. Wie Sie das gestalten, bleibt Ihnen überlassen, nur übersichtlich sollte es sein. Am besten, Sie gucken einmal in unsere Beispiel-Anschreiben.

Dann folgt die Anschrift des Unternehmens mit Ansprechpartner. Sollte kein Ansprechpartner in der Stellenanzeige genannt sein, können Sie auch kurz anrufen und nachfragen. Es muss aber nicht unbedingt sein.

Wenn Sie allerdings eine Frage haben, sollten Sie unbedingt mit einem Mitarbeiter sprechen. Zum einen können sie ihre Fragen klären und haben gleich einen schönen Einstieg in den Bewerbungstext. Schön für das Unternehmen ist zudem, wenn Sie sich bereits auf einer Messe  oder einem Recruiting-Event mit einem Mitarbeiter gesprochen haben. Hierauf können Sie sich im Text des Anschreiben natürlich auch beziehen. Darunter fügen Sie das aktuelle Datum mit Angabe des Ortes ein. Nach der Adresse des Unternehmens folgt der Betreff, in dem Sie genau angeben, auf welche Position Sie sich bewerben und wo Sie die Stellenanzeige gefunden haben. In der Briefanrede sprechen Sie Ihren Ansprechpartner wieder persönlich an. Wenn es gar nicht anders geht, verwenden Sie die Formel “Sehr geehrte Damen und Herren,…”

Der Einstieg in den Text
Natürlich können Sie an dieser Stelle noch einmal den Betreff aus der Anzeige wiederholen. In etwa: “…, in Ihrer Stellenanzeige vom 3. Mai 200x suchen Sie einen Systemadministrator…Hiermit möchte ich mich bei Ihnen vorstellen.” Das passt, wirkt aber nach der 20. Bewerbung nicht mehr neu. Außerdem haben Sie ja schon im Betreff formuliert, um welche Position es Ihnen geht. Also, warum steigen Sie nicht gleich mit Ihrer Vorstellung ein: “…, momentan schreibe ich meine Diplomarbeit zum Thema “…” im Fachbereich Informatik an der TU Dresden. Diese werde ich voraussichtlich bis zum x. Juni 200x abschließen.” Auf den ersten Blick kann der Leser des Anschreibens erfassen, dass Sie vom Studium her zu dieser Stelle passen könnten.

Dann legen Sie nach und führen weitere Punkte zu Ihren bisherigen Studienleistungen, Schwerpunkten und Besonderheiten auf. Das sollte zu Ihrem Anschreiben als Absolvent dazu gehören. Die weiteren Textbestandteile sollten Sie dann genauer auf das Unternehmen und die Stelle abstimmen. Dafür greifen Sie einfach die Punkte aus Ihrem Lebenslauf auf, die Sie für relevant erachten. Zum Beispiel: Wenn es sich um eine Stelle handelt, in der es auch um Kundenkontakt gehen wird, sollten Sie im Anschreiben Aspekte betonen, die zeigen, dass Ihnen so etwas nicht fremd ist. Wenn Sie also während Ihres Studiums in einer Studenteninitiative mitgearbeitet haben und dafür Unternehmen für eine Kontaktmesse gewonnen haben, wäre das unbedingt zu erwähnen. Auch Studentejobs, die erkennen lassen, dass Sie mehr geleistet haben als “nur” Geld zu verdienen, gehören hier dazu. Ebenso wie Besonderheiten wie ein Auslandssemester oder interessante Praktika. Also: Setzen Sie mit dem Anschreiben Highlights und richten Sie die richtigen Spots auf die interessanten Aspekte Ihres Lebenslaufs.

Am Rande: Berufstätige können hier auf einzelne Stationen auf Ihrem Berufsweg hinweisen. Dabei müssen Sie sich überhaupt nicht scheuen, auch mit Zahlen aufzuwarten. Zum Beispiel könnten Sie formulieren: „Als Projektleiter beim Bauvorhaben XY in Berlin gelang es mir, innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens zu bleiben und die Kosten von 4 Mio. Euro um 10 Prozent zu senken.“

Der erste Eindruck muss stimmen
Sie können noch so viel Sorgfalt in Ihren Text stecken, wenn das äußere Bild nicht stimmt, haben Sie es schwer. Sicherlich gibt es geniale Programmierer, bei denen es nicht so auf die äußere Form ankommt, aber einer Bewerbung sollte anzusehen sein, dass Sie es ernst meinen. Sie möchten ja auch keine Einladung zum Vorstellungsgespräch auf einem Bogen mit Kaffeeflecken bekommen.

Weniger ist mehr
Versuchen Sie nicht, möglichst viele Schriften aus Word zu verwenden, sondern bleiben Sie bei einer, am ehesten bei Times New Roman oder Arial, in Größe 10 bis 12. In der Schriftgröße sind Sie in diesem Rahmen durchaus variabel; manchmal muss man einen Text einfach etwas kleiner setzen, damit er noch auf eine Seite geht. Auch mit Hervorhebungen gehen Sie lieber etwas sparsamer um, verwenden Sie ein Stilmittel, also entweder Unterstreichungen oder Fett oder Kursiv. Diese Stilmittel verwenden Sie bitte in Ihrer gesamten Bewerbung, also im Anschreiben wie im Lebenslauf.

Der gute Schluss
Wenn in der Anzeige verlangt, sagen Sie etwas zu Ihren Gehaltsvorstellungen. Der Rahmen bei Berufseinsteigern ist normalerweise ziemlich eng und lässt sich gut im Internet, zum Beispiel direkt hier bei uns, recherchieren, zumindest für Konzerne und große Mittelständler. Natürlich variieren die Gehälter je nach Branche, Größe des Unternehmens und Standort, aber das Einstiegsgehalt sollte sowieso nicht als wichtigste Größe beim ersten Job angesehen werden. Sagen Sie noch etwas zu Ihrem nächst möglichen Einstiegstermin. Und dass Sie sich über eine Einladung zum Gespräch freuen. Das Anschreiben wird übrigens gesondert der gesamten Bewerbungsmappe beigefügt und nicht etwa eingeheftet.

Gastbeitrag von Ute Blindert, www.zukx.de  Auf diesem Karriereportal findet Ihr auch Beispielanschreiben für BWLler und Ingenieure, Infos zu Einstiegsgehältern, Lebenslauf und vieles mehr.

Mit Careers International international Karriere machen

Samstag, 5. März 2011

Wer als Absolvent oder Young Professional das Ziel hat, in einem international jenseits des heimischen Job-Tellerrands zu arbeiten, hat gute Chancen, seinen Traumjob über die Recruiting-Events von Careers International zu finden.CI_Drafts_V01

Auf den Veranstaltungen, Business Excellence, die vom 9. bis 10. Mai in Berlin stattfindet und sich an Absolventen und Young Professionals mit betriebswirtschaftlichem Studienhintergrund richtet sowie Engineering Excellence am 13. und 14. Mai in Brüssel für Kandidaten mit ingenieurwissenschaftlichem Studium, gibt es zwei Tage lang reichlich Gelegenheit, mit potenziellen Arbeitgebern Bewerbungsgespräche zu führen. Voraussetzungen sind neben einem guten Studienabschluss, sehr gute Kenntnisse in mindestens zwei europäischen Sprachen, in jedem Fall aber Englisch. Auch das Studium und abgeleistete Praktika während des Studiums sollten einen klaren Auslandsbezug haben. Für die Teilnahme muss man sich bis zum 20. März online bewerben. Wenn Dein Profil  grundsätzlich mit den Kriterien mindestens eines Unternehmens übereinstimmt, das an der Veranstaltung teilnimmt, wirst Du zum Event eingeladen. Bewerbungen und Infos unter www.careersinternational.com

Bewerben auf Karrieremessen

Sonntag, 8. November 2009

1. Wie bereitet man sich optimal auf Karrieremessen vor?

Du recherchierst im Vorfeld möglichst vollständige Informationen über die teilnehmenden Unternehmen, sowohl auf den Websites der Unternehmen oder auch im Internet, beispielsweise auf Karriereportalen. Außerdem solltest du dir Pressemitteilungen und Artikel zu den Entwicklungen der Unternehmen und der Branche in den vergangenen Monaten anschauen. Was sind die aktuellen Themen in den Unternehmen und in der Branche? In welchen Bereichen kannst Du Dir eine Tätigkeit vorstellen? Das gilt nicht nur im Bezug auf den ersten Job nach dem Studium, sondern auch, wenn du ein Unternehmen für ein Praktikum suchst.

Du hast dir vor dem Messebesuch noch mal genau überlegt, welche beruflichen, fachlichen und persönlichen Qualifikationen Du mitbringst. Wichtig ist, dass Du eine möglichst genaue Vorstellung von dem Job, den Du in Zukunft machen willst, hast.

Es ist soweit, Du stehst am ersten Unternehmensstand auf der XY-Karriere-Messe: Die direkte Ansprache des Unternehmensvertreters und die ersten drei Minuten sind entscheidend. Du bist ein Bewerber unter vielen und die Personaler lernen an einem Tag eine Menge potenzieller Bewerber kennen. Jetzt ist es an Dir, das Interesse des Personalers am Stand zu wecken. Stelle Dich also kurz vor (ca. 1-2 Minuten) und verbrate die Zeit nicht mit allgemeinen Fragen zum Unternehmen. Wenn du gezielte Fragen zum Unternehmen, zu bestimmten Funktionen , Einstiegsmöglichkeiten oder Unternehmensbereichen stellst, weiß Dein Gegenüber gleich, dass Du gut informiert bist und die Chance ist groß, dass der Unternehmensvertreter bei Dir für sein Unternehmen wirbt. Damit hast du dich aus der klassischen Bittstellerrolle erfolgreich herauskatapultiert.

2. Was zieht Mann/Frau an?

Es kommt ganz darauf an, welche Art von Messe man besucht. Grundsätzlich gilt: Wenn man sich so kleidet, wie man zu einem Vorstellungsgespräch im Unternehmen ginge, ist man auf der sicheren Seite. Allerdings gibt es auch Recruitingmessen auf dem Campus, die im Rahmen des ganz normalen Hochschulalltags stattfinden. Auf diesen Messen kann man dann auch business casual auftauchen, weil jeder Unternehmensvertreter weiß, dass Du einen ganz normalen Unitag hast. Bei Recruiting-Events außerhalb der Hochschule und solchen, bei denen man sich für die Teilnahme bewerben muss, solltest du auf jeden Fall im Business-Outfit aufkreuzen. Allerdings gibt es Branchen bei denen Business-Outfit aus Jeans, T-Shirt und Jackett besteht; das gilt zum Beispiel für die Werbebranche.

Absolute don’ts:

Vermeide zu allgemeine Fragen zum Unternehmen. Die hundertste Frage nach der Situation des Unternehmens, insbesondere in schwierigen Zeiten, katapultiert Dich bei den Unternehmensvertretern sofort ins Aus.

Versuche nicht zwanghaft Deinen vorbereiteten Lebenslauf dem Unternehmensvertreter in die Hand drücken zu wollen. Er wird Dich fragen, ob Du einen Lebenslauf dabei hast, wenn er einen haben möchte.

Bleibe locker und werde nicht unruhig, wenn Du nicht sofort an die Reihe kommen. Geh auf keinen Fall weg vom Stand, wenn du dich für dieses Unternehmen wirklich interessierst.

Gehe immer alleine auf einen Unternehmensvertreter zu, auch wenn du mit Freunden auf der Messe unterwegs bist. Du sollst und willst dich vorstellen; weitere Personen an deiner Seite lenken den Recruiter nur ab.

Kommuniziere immer selbstbewusst und auf Augenhöhe mit dem Personaler. Auch Unternehmen haben einen großen Druck die passenden Bewerber zu finden. Dein Gegenüber steht also genau unter diesem Druck, wenn er seinen Job gut macht. Du bist kein Bittsteller, sondern ein gut ausgebildeter Akademiker. Allerdings bist du auch ein Berufsanfänger. Selbstbewusst sein heißt aber nicht nicht angeben, was das Zeug hält.

Tipps für Karrieremessen!

Du kannst im Vorfeld eine kurze und prägnante Vorstellung von Dir, deinem akademischen Werdegang und Deiner Berufserfahrung üben. Das ganze sollte nicht länger als fünf Minuten dauern. Diese Selbstvorstellung soll bei Deinem Gesprächspartner vom Unternehmen Interesse an Deiner Person und an Deinen Ihre Qualifikationen wecken. Gut vorbereitete, gezielte Fragen zu den Einstiegsmöglichkeiten und Karriereperspektiven im Unternehmen leiten ganz oft ein konstruktives Gespräch ein.

Autor: Christian Kramberg, Geschäftsführer von MSW und Partner, Veranstalter der careerventure Recruiting-Events