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Deutschlandstipendium mangelt es an Stipendiaten

Sonntag, 1. Juli 2012

Seit dem Sommersemester 2011 gibt es das Deutschlandstipendium. Gedacht war es als Begabten-förderungsprogramm, das teil vom Bund und teils von der deutschen Wirtschaft finanziert wird. Es sollte besonders Studenten das Studium durch monatlich 300 Euro erleichertn, die keine betuchten Eltern  haben. Ihnen sollte ermöglicht werden, ihr Studium zügig durchzuziehen und nicht übermäßig viel jobben zu müssen. Deutsche Hochschulen haben für das Programm 3,4 Millionen Euro einwerben können. Obwohl im ersten Jahr mehr als 150.000 Studenten vom Deutschlandstipendium profitieren sollten, waren es bis Mai 2012 lediglich 5.400. Laut Statistischem Bundesamt sind 47 Prozent der Geförderten Frauen und nur sieben Prozent  Ausländer.  Bereits im ersten Jahr sollen nach Aussage der SPD, die das Programm als Flop bezeichnet, sieben Millionen im Bundeshaushalt bewilligte Mittel zum Jahresende 2011 verfallen sein. Schade!

Kritikern stößt allerdings unangenehm auf, dass bisher an erster Stelle hauptsächlich Studenten der Ingenieurswissenschaften (27 Prozent), an zweiter Stelle Studenten der Fächer Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften (27 Prozent) und an dritter Stelle Studenten der Mathematik und der  Naturwissenschaften (23 Prozent) gefördert werden. Erstaunlich, dass der größte Teil der Geförderten aus Studenten besteht, die von Arbeitgebern händeringend gesucht werden, um den Fachkräftemangel zumindest ansatzweise  in den Griff zu bekommen.

Ran an den Speck
Grundsätzlich kann sich jeder Student bewerben, egal welches Fach er studiert. An Bürokratie mangelt es dem Antragsprozedere beim Deutschlandstipendium natürlich auch nicht; aber BAföG-Empfänger kennen das ja und zwar jedes Jahr aufs Neue.

Anhand folgender Kriterien könnt Ihr überprüfen, ob sich die Mühe für Euch lohnt:
* Erkundigt Euch an Eurer Hochschule, ob sie am Deutschlandstipendium teilnimmt. Mehr als drei Viertel aller staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen nehmen teil!

* An jeder Hochschule gibt es Vorgaben für die Ausschreibungen. Auf der Website Eurer Hochschule findet Ihr die Ansprechpartner für das Deutschlandstipendium. Über die Vergabe entscheidet eine Kommission an der jeweiligen Hochschule.

* Die Förderung von 300 Euro monatlich dauert mindestens zwei Semester und maximal für die Regelstudienzeit.

* Für die Vergabe sind Studienleistungen ausschlaggebend. Auch Abiturnoten gelten als Kriterium, um über die Begabung des Bewerbers und der Bewerberin zu entscheiden. Aber auch andere Kriterien wie soziales Engagement, die Pflege von Angehörigen oder das Arbeiten im elterlichen Betrieb fließen ein

* Das Deutschlandstipendium wird nicht auf andere Sozialleistungen und das BAföG angerechnet. Bei Empfängern von Wohngeld, fließt das Stipendium mit 150 Euro in die Berechnung für das Wohngeld ein. Die Förderung muss nicht zurückgezahlt werden und wird nicht auf das steuer- und sozialpflichtige Einkommen angerechnet. Die Unterhaltspflicht der Eltern wird allerdings um den Stipendiumsbetrag minimiert.

* Das Deutschlandstipendium wird während eines Auslandssemesters weitergezahlt; auch wenn man Förderung aus dem Erasmusprogramm erhält oder einen Mobilitätszuschuss vom DAAD.  Das gleiche gilt für ein Praktikum, dass im jeweiligen Studiengang Pflicht ist. Lässt man sich allerdings ein Semester beurlauben, um ein freiwilliges Praktikum zu machen, wird das Stipendium unterbrochen.

Weitere Informationen findet Ihr unter: http://www.deutschland-stipendium.de

Das Anschreiben – das Aushängeschild der Bewerbung

Sonntag, 17. Juni 2012

Im Anschreiben haben Sie die Möglichkeit, wichtige Punkte und Stationen aus Ihrem Lebenslauf aufzugreifen und hervorzuheben. Entsprechend sorgfältig sollten Lebenslauf und Anschreiben aufeinander abgestimmt sein. Lesen Sie hier, wie Sie ein ansprechendes Anschreiben verfassen – ein paar Beispiele gibt´s dazu.

Keine Phrasen dreschen
Mit dem Anschreiben müssen Sie als Bewerber das Interesse des Lesers, also des Personalverantwortlichen oder Recruiters, wecken. Doch wie kann das gelingen, ohne auf Effekthascherei zu setzen und Phrasen zu dreschen à la „Meine Freunde beschreiben mich als kontaktfreudigen und kommunikativen Menschen…“?

Für Ihr Anschreiben beantworten Sie einfach folgende Fragen:

  1. Warum passe ich zu diesem Unternehmen?
  2. Warum passen gerade meine Fähigkeiten zu der angebotenen Stelle?
  3. Was habe ich bis jetzt geleistet, das gut zum Unternehmen und zur Position passt?

Das Anschreiben sollte erkennen lassen, dass Sie sich auf genau diesen Job bei diesem Unternehmen beziehen und deutlich machen, warum gerade Sie dafür bestens geeignet sind.

Der Aufbau des Anschreibens
Bauen Sie Ihr Anschreiben folgendermaßen auf: Zunächst einmal geben Sie Ihre Daten, also Ihren Namen, Adresse und sinnvollerweise auch eine Telefonnummer und E-Mail-Adresse an. Wie Sie das gestalten, bleibt Ihnen überlassen, nur übersichtlich sollte es sein. Am besten, Sie gucken einmal in unsere Beispiel-Anschreiben.

Dann folgt die Anschrift des Unternehmens mit Ansprechpartner. Sollte kein Ansprechpartner in der Stellenanzeige genannt sein, können Sie auch kurz anrufen und nachfragen. Es muss aber nicht unbedingt sein.

Wenn Sie allerdings eine Frage haben, sollten Sie unbedingt mit einem Mitarbeiter sprechen. Zum einen können sie ihre Fragen klären und haben gleich einen schönen Einstieg in den Bewerbungstext. Schön für das Unternehmen ist zudem, wenn Sie sich bereits auf einer Messe  oder einem Recruiting-Event mit einem Mitarbeiter gesprochen haben. Hierauf können Sie sich im Text des Anschreiben natürlich auch beziehen. Darunter fügen Sie das aktuelle Datum mit Angabe des Ortes ein. Nach der Adresse des Unternehmens folgt der Betreff, in dem Sie genau angeben, auf welche Position Sie sich bewerben und wo Sie die Stellenanzeige gefunden haben. In der Briefanrede sprechen Sie Ihren Ansprechpartner wieder persönlich an. Wenn es gar nicht anders geht, verwenden Sie die Formel “Sehr geehrte Damen und Herren,…”

Der Einstieg in den Text
Natürlich können Sie an dieser Stelle noch einmal den Betreff aus der Anzeige wiederholen. In etwa: “…, in Ihrer Stellenanzeige vom 3. Mai 200x suchen Sie einen Systemadministrator…Hiermit möchte ich mich bei Ihnen vorstellen.” Das passt, wirkt aber nach der 20. Bewerbung nicht mehr neu. Außerdem haben Sie ja schon im Betreff formuliert, um welche Position es Ihnen geht. Also, warum steigen Sie nicht gleich mit Ihrer Vorstellung ein: “…, momentan schreibe ich meine Diplomarbeit zum Thema “…” im Fachbereich Informatik an der TU Dresden. Diese werde ich voraussichtlich bis zum x. Juni 200x abschließen.” Auf den ersten Blick kann der Leser des Anschreibens erfassen, dass Sie vom Studium her zu dieser Stelle passen könnten.

Dann legen Sie nach und führen weitere Punkte zu Ihren bisherigen Studienleistungen, Schwerpunkten und Besonderheiten auf. Das sollte zu Ihrem Anschreiben als Absolvent dazu gehören. Die weiteren Textbestandteile sollten Sie dann genauer auf das Unternehmen und die Stelle abstimmen. Dafür greifen Sie einfach die Punkte aus Ihrem Lebenslauf auf, die Sie für relevant erachten. Zum Beispiel: Wenn es sich um eine Stelle handelt, in der es auch um Kundenkontakt gehen wird, sollten Sie im Anschreiben Aspekte betonen, die zeigen, dass Ihnen so etwas nicht fremd ist. Wenn Sie also während Ihres Studiums in einer Studenteninitiative mitgearbeitet haben und dafür Unternehmen für eine Kontaktmesse gewonnen haben, wäre das unbedingt zu erwähnen. Auch Studentejobs, die erkennen lassen, dass Sie mehr geleistet haben als “nur” Geld zu verdienen, gehören hier dazu. Ebenso wie Besonderheiten wie ein Auslandssemester oder interessante Praktika. Also: Setzen Sie mit dem Anschreiben Highlights und richten Sie die richtigen Spots auf die interessanten Aspekte Ihres Lebenslaufs.

Am Rande: Berufstätige können hier auf einzelne Stationen auf Ihrem Berufsweg hinweisen. Dabei müssen Sie sich überhaupt nicht scheuen, auch mit Zahlen aufzuwarten. Zum Beispiel könnten Sie formulieren: „Als Projektleiter beim Bauvorhaben XY in Berlin gelang es mir, innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens zu bleiben und die Kosten von 4 Mio. Euro um 10 Prozent zu senken.“

Der erste Eindruck muss stimmen
Sie können noch so viel Sorgfalt in Ihren Text stecken, wenn das äußere Bild nicht stimmt, haben Sie es schwer. Sicherlich gibt es geniale Programmierer, bei denen es nicht so auf die äußere Form ankommt, aber einer Bewerbung sollte anzusehen sein, dass Sie es ernst meinen. Sie möchten ja auch keine Einladung zum Vorstellungsgespräch auf einem Bogen mit Kaffeeflecken bekommen.

Weniger ist mehr
Versuchen Sie nicht, möglichst viele Schriften aus Word zu verwenden, sondern bleiben Sie bei einer, am ehesten bei Times New Roman oder Arial, in Größe 10 bis 12. In der Schriftgröße sind Sie in diesem Rahmen durchaus variabel; manchmal muss man einen Text einfach etwas kleiner setzen, damit er noch auf eine Seite geht. Auch mit Hervorhebungen gehen Sie lieber etwas sparsamer um, verwenden Sie ein Stilmittel, also entweder Unterstreichungen oder Fett oder Kursiv. Diese Stilmittel verwenden Sie bitte in Ihrer gesamten Bewerbung, also im Anschreiben wie im Lebenslauf.

Der gute Schluss
Wenn in der Anzeige verlangt, sagen Sie etwas zu Ihren Gehaltsvorstellungen. Der Rahmen bei Berufseinsteigern ist normalerweise ziemlich eng und lässt sich gut im Internet, zum Beispiel direkt hier bei uns, recherchieren, zumindest für Konzerne und große Mittelständler. Natürlich variieren die Gehälter je nach Branche, Größe des Unternehmens und Standort, aber das Einstiegsgehalt sollte sowieso nicht als wichtigste Größe beim ersten Job angesehen werden. Sagen Sie noch etwas zu Ihrem nächst möglichen Einstiegstermin. Und dass Sie sich über eine Einladung zum Gespräch freuen. Das Anschreiben wird übrigens gesondert der gesamten Bewerbungsmappe beigefügt und nicht etwa eingeheftet.

Gastbeitrag von Ute Blindert, www.zukx.de  Auf diesem Karriereportal findet Ihr auch Beispielanschreiben für BWLler und Ingenieure, Infos zu Einstiegsgehältern, Lebenslauf und vieles mehr.

Das geht gar nicht: No-Gos im Bewerbungsschreiben

Freitag, 20. Januar 2012

Das Anschreiben, auch Motivationsschreiben genannt, soll genau das transportieren: MOTIVATION. Außerdem sollte die Antworten auf folgende Fragen des Personalers beantworten:

- Warum passt dieser Bewerber besonders gut zur Stelle?
- Welche fachlichen Qualifikationen bringt er für die Position mit?
- Welche Erfahrungen aus Praktika oder früheren Jobs qualifizieren ihn für die Stelle?
- Was sind seine Alleinstellungsmerkmale gegenüber Mitbewerbern?

Demzufolge sind schwammige und austauschbare Formulierungen, die keine klaren beruflichen Ziele des Bewerbers zum Ausdruck bringen und Formulierungen im Konjunktiv, die auf Unsicherheit schließen lassen, absolut fehl am Platz. Hier einige weitere No-Gos für das Bewerbungsschreiben:

Betreff
Es ist gut möglich, dass der potenzielle Arbeitgeber mehr als ein Stellenangebot veröffentlicht hat. Daher in der Betreffzeile immer die Position angeben; falsl das Jobangebot numeriert ist,  auch die Nummer angeben, etwa so: „Bewerbung als Entwicklungsingenieur“ Auch bei einer Initiativbewerbung gibt es einen Betreff!

Quelle der Stellenanzeige
Wo hast Du die offene Stelle gefunden oder wie bist Du – im Falle einer Initiativbewerbung auf das Unternehmen aufmerksam geworden? Jeder Personaler muss intern rechtfertigen, wofür er das Recruiting-Budget ausgibt und über welche Kanäle er die meisten Bewerbungen generiert. Fütterst Du ihn im ersten Satz Deines Motivationsanschreibens mit dieser Information, ist er positiv gestimmt.

Anrede
Mit „Sehr geehrte Damen und Herren“, kann kein Anschreiben beginnen, das der Selbstvermarktung dient. Da es sich um eine Bewerbung auf eine konkrete Stelle bei einem bestimmten Unternehmen handelt, muss ein Ansprechpartner recherchiert und angeschrieben werden. Findet man diesen nicht auf der Karriere-Website des Unternehmens – was leider noch immer vorkommt –  steht ein Anruf in der Personalabteilung an und fragt nach dem Ansprechpartner für die Bewerbungsunterlagen. Nicht abwimmeln lassen! Schließlich legt der Bewerber alle persönlichen Karten auf den Tisch. Daher hat er auch das Recht, seine persönlichen Unterlagen an eine benannte Person zu schicken.

 

Würde, hätte, sollte – klingt nach bitte,bitte
Du willst, bist für die Stelle der ideale Bewerber und freust Dich über einen Einladung! Du bist auch kein Bittsteller, sondern eine hoch qualifizierte und bestens ausgebildete Arbeitskraft für das Unternehmen, bei dem Du Dich bewirbst. Also keine falsche Bescheidenheit! Der Konjunktiv vermittelt Unsicherheit und Unwahrscheinlichkeit. Wenn Du im Anschreiben überzeugend dargelegt hast, warum Du zum Arbeitgeber und auf das Stellenprofil passt, willst Du eingeladen werden. Also etwa so formulieren: „Über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.“

Softskills
Die erforderlichen Softskills für eine Stelle, stehen in der Stellenanzeige (schau Dir mal Stellenanzeigen auf JOBSUMA an) nach der erforderlichen Ausbildung. Dazu gehören Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft u.v. m. Mit schwammigen Aussagen wie: „Ich bin überaus engagiert, ein echter Teamplayer und eigne mich auch für einen Auslandseinsatz aufgrund meiner interkulturellen Kompetenzen“, führt nicht zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das sind leere Worthülsen. Mag sein, dass Du all diese wunderbaren Eigenschaften hast. Aber Personaler will Beweise. Überlege also, mit welchen Beispielen aus dem Studium, Deiner Berufsausbildung, einem Praktikum oder einem Job als Werkstudent, Du die geforderten Softskills beschreiben kannst.

Als Tipp zum Schluss: Jeder Personaler ist dankbar für  die Angabe konkreter Gehaltsvorstellungen und den nächst möglichen Eintrittstermin des Kandidaten. Das spart Zeit und erübrigt Nachfragen, wenn er sich für ein bestimmtes Kandidaten-Profil interessiert.

Was denn nun – Führungskräftemangel oder nicht?

Samstag, 19. November 2011

Experten, Wirtschaftsinstitute und Interessensverbände von Industrie und Arbeitnehmern diskutieren kontrovers, ob er wirklich existiert, der Fachkräftemangel. Gerüchte machen sich breit, die  Arbeitsagentur sei schon in den wirtschaftlich geschwächten EU-Ländern unterwegs, um Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt anzuwerben.

Trotzdem gibt es nach wie vor Arbeitslosigkeit unter Akademikern. – auch wenn diese nicht sehr hoch ist. Ein Personalberater, der sich darauf spezialisiert hat, deutsche Akademiker mit Migrationshintergrund an deutsche Arbeitgeber zu vermitteln erklärt frustriert. „Die Einstellungsquote ist extrem gering, auch wenn der Bewerber hundertprozentig zum Stellenprofil. Irgendein Haar in der Suppe findet sich immer. Wie ist die Situation nun wirklich? Wenn sich deutsche Arbeitgeber noch leisten können, qualifizierte Akademiker mit deutscher Staatsangehörigkeit und nicht deutscher Herkunft abzuweisen, kann der Schmerz noch nicht so stark sein.

Eine Menge Begriffe wie Führungskräftemangel, Fachkräftemangel und Mangel an MINT-Absolventen schwirren durch die Medien. Aber wie sind diese Begriffe definiert? Besteht der Führungsnachwuchs ausschließlich aus Akademikern, oder zählen Studienabbrecher oder Informatik-Spezialisten, die keine Akademiker sind, auch dazu? Was ist denn eine Fachkraft? Ein Handwerker mit Gesellenbrief, ein Absolvent einer Techniker-Fachschule oder zählt auch die Krankenschwester dazu?

Laut Bundesverband deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) gibt es heute in Deutschland rund eine Millionen offene Stellen. Alleine in den MINT-Berufen fehlten laut BDA 155.000 Fachkräfte und bis zum Jahre 2025 würde die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter auf 6,5 Millionen zurückgehen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) behauptet, die Problematik des Fachkräftemangels werde deutlich überschätzt und das Institut für Mittelstandsforschung hält den Fachkräftemangel für ein konjunkturelles Problem. Wer erhebt welche Zahlen nach welchen Kriterien und werden hier Äpfel mit Birnen verglichen? Laut DIW ist Fachkräftemangel das Ergebnis eines Rechenfehlers. Die Arbeitsagenturen registrierten offene Stellen, multiplizierten diese mit einem Faktor, der abbildet, dass die Unternehmen nicht alle offenen Stellen melden und glichen den Wert mit der Zahl der Arbeitslosen ab – die Differenz dieser Werte ergäbe den laut DIW gegenwärtig kaum nachweisbaren Fachkräftemangel.

Die Kienbaum-Studie High Potentials 2010/2011, eine Befragung unter 530 deutschen Unternehmen kommt zu dem Ergebnis, dass der Führungskräftemangel sich zuspitzt, denn laut der Umfrage können mehr als 60 Prozent der befragten Arbeitgeber, ihre Stellen nicht mit Wunschkandidaten besetzen.

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte, glaubt Sascha Jussen von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und gibt zu bedenken, dass die verschiedenen Argumente und Annahmen nur schwer vergleichbar sind. Kann man schon von Mangel sprechen, wenn sich eine Stelle nicht schnell nachbesetzen lässt? Oder reden Unternehmen schon von Mangel, wenn Sie auf eine Stellenausschreibung nicht mehr Hunderte von Bewerbungen erhalten?

Auch Absolventen haben ganz unterschiedliche Erfahrungen, was den Jobeinstieg nach dem Studium betrifft. Das geht aus einem aktuellen Artikel im Spiegel hervor. Leicht haben es in der Regel Absolventen von MINT-Studienfächern. Auch Geisteswissenschaftler haben zurzeit gute Chancen, wenn sie sich schon während des Studiums durch Praktika für bestimmte Branchen oder Funktionen qualifiziert haben. Auch Wirtschaftswissenschaftler fällt der Berufseinstieg nicht immer leicht. Aufgrund der hohen Absolventenzahl in den Wirtschaftswissenschaften, ist die Konkurrenzsituation beim Berufseinstieg besonders hoch.

Was bedeutet das für die Berufsplanung von Abiturienten und Bachelor-Absolventen? Welches Masterstudium macht arbeitsmarktbezogen Sinn, wenn man den Bachelor in der Tasche hat? Um diese Frage zu beantworten, bräuchte man hellseherischen Fähigkeiten. Auch in der Vergangenheit haben sich Arbeitsmarktprognosen nicht immer bewahrheitet. Daher tut man gut daran, ein Fach zu studieren, das den eigenen Neigungen und Begabungen entspricht. Wenn es sich dabei um ein MINT-Fach handelt, ist man arbeitsmarktbezogen sicherlich auf der sicheren Seite. Wen es einen eher zu geisteswissenschaftlichen Fächern hinzieht, sollte man das Studienfach  seiner Wahl selbstbewusst durchziehen und sich so früh wie möglich mit möglichen beruflichen Einsatzgebieten beschäftigen.  Für Geisteswissenschaftler und alle Studenten der von Arbeitgeberseite weniger begehrten Fächer, ist das Sammeln relevanter Berufserfahrung ein absolutes Muss.

Unternehmen und Bewerber suchen an einander vorbei

Sonntag, 2. Oktober 2011

Das besagt das Ergebnis der Befragung „Deutschlands beste Jobportale“, bei der bis Mitte August 2008 von 14.000 Bewerbern und 1.800 Arbeitgeber ihre Stimme abgaben.  Die Bewertungskriterien lauteten:  Nutzungshäufigkeit, Zufriedenheit und Ergebnisqualität.  Während Arbeitgeber am häufigsten ihre Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen veröffentlichen, suchen Bewerber am liebsten mit Hilfe von Jobsuchmaschinen.

Während im Gesamtranking, also dem Ergebnis der Bewertung von Arbeitgebern und Jobsuchenden drei klassische Jobbörsen die ersten drei Plätze belegen, liegen im Bewerberurteil  drei Jobsuchmaschinen ganz vorne. Auf  Arbeitgeberseite haben sich Jobsuchmaschinen  in Deutschland zur Veröffentlichung von Stellenangebote noch nicht durchsetzen können, obwohl das für Unternehmen eine verglichen mit den Online-Jobbörsen eine kostengünstige Möglichkeit ist, vakante Stellen zu schalten.

Wenn Arbeitgeber ihre Stellen nicht dort veröffentlichen, wo Bewerber suchen, ist der Fachkräftemangel vielleicht dramatischer als er sein könnte, wenn Job-Anbieter und Jobsucher sich  auf den gleichen Online-Plattformen treffen würden. Die einzige Jobsuchmaschine für Studenten, Absolventen und Young Professionals JOBSUMA,  durchsucht täglich tausende von Unternehmenswebsites nach Jobs ab und namhafte Arbeitgeber veröffentlichen dort zusätzlich ihre offenen Stellen. Für die Suche nach Praktikumsplätzen, Werkstudenten- und Nebenjobs oder nach dem Einstiegsjobs nach dem Studium gibt es keine Möglichkeit, die ein so großes Stellenspektrum  bietet. Außerdem haben Bewerber mit der Jobsuche auf JOBSUMA den Überblick über den nahezu gesamten Stellenmarkt in Deutschland.jobbörsennutzung

Patentrezept für den optimalen Lebenslauf

Mittwoch, 27. Juli 2011

Es gibt viele Ratgeber und Anleitungen mit Ratschlägen, Vorlagen und Rezepten für den angeblich perfekten Lebenslauf. Der einzige, der Deinen Lebenslauf optimieren kann, bist nur Du! Der Lebenslauf, auch CV genannt, ist das Kernstück Deiner Bewerbung, weil er immer zuerst gelesen wird. In diesem Beitrag findest Du Kriterien, die Du beachten solltest, wenn Du einen Lebenslauf erstellst. Wenn Du die Tipps als Checkliste betrachtest und umsetzt, um Deinem CV den letzten Schliff zu geben, hast Du die besten Chancen, um das Interesse des Personalers zu wecken.


1.       Die persönliche Daten – was muss hinein, was nicht?
Die persönlichen Daten beinhalten Name und Adresse, eine Telefonnummer unter der Du durchgängig  erreichbar bist und Deine Emailadresse. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind Altersangabe, Familienstand, Religionszugehörigkeit und Foto nicht mehr erforderlich. Das bedeutet, Du  entscheiden selbst, ob Du diese Angaben machen willst und den Bewerbungsunterlagen ein Foto hinzu fügst.
Das Bewerbungsfoto gehört in Deutschland immer noch zum Standard. Solltest Du dich dafür entscheiden, lass es bitte einem Fachmann machen – auf gar keinen Fall von einem begnadeten Hobby-Fotograf aus Deinem Freundeskreis. Zum Fototermin solltest Du so gekleidet sein wie zum Bewerbungsgespräch: also in Schlips und Kragen beziehungsweise Hosenanzug oder Kostümchen. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen, was die Kleiderordnung betrifft: Start-Ups oder Agenturszene. Aber generell gilt: lieber overdressed als underdressed.

2.       Die Berufserfahrung –  durch Übersichtlichkeit punkten
Wenn Du Dich für die antichronologische Form entscheiden, steht Ihre aktuelle oder letze Tätigkeit an oberster Stelle. Diese Reihenfolge erleichtert die Arbeit  des  Recruiters erheblich,  wenn er Deinen  Lebenslauf liest. Versetzt dich in seine Lage.  Er muss für die Besetzung einer einzigen Stelle jede Menge Lebensläufe lesen. Ihn interessiert hauptsächlich,  in wieweit Deine jetzige Tätigkeit  relevant für die offene Stelle ist. Sollte es um den ersten Job nach Deinem Studienabschluss handeln, kannst Du auch für die Bewerbung relevante Praktika an den Anfang stellen. Dazu mehr unter 7.

3.       Studium und Ausbildung – zählt nur die akademische Bildung?
Unterschätze nicht den Stellenwert einer Ausbildung vor dem Studium.  Falls Du vor Deinem Studium eine Ausbildung beendet hast, wertet das Deinen Lebenslauf auf. Besonders als Absolvent ist eine Ausbildung ein guter Ausgleich für mangelnde  akademische Berufserfahrung – auch wenn Ihre Ausbildung nicht in direktem Zusammenhang mit dem Studium steht.

4.       In der Kürze liegt die Würze?
Je nachdem wie viel Berufserfahrung man vorweisen kann, sollte der Lebenslauf maximal zwei bis drei Seiten umfassen. Die Länge hängt von der Anzahl der unterschiedlichen Tätigkeiten ab. Als Absolvent reichen in der Regel ein bis zwei Seiten. Das ist allerdings kein Gesetz. Wer viel berufliche Praxis durch Praktika gesammelt hat, längeren Auslandsaufenthalte oder –semester vorweisen kann, braucht genügend Platz um diese Fakten zu Papier zu bringen. Wer allerdings durch die Auflistung mehrerer  irrelevanter Nebenjobs auf zwei Seiten kommt, erreicht das Gegenteil von Interesse beim Recruiter.

5. Der erste Eindruck zählt – oft entscheiden Sekunden
Gib dem Personaler  die Chance, schnell zu erfassen, warum Du der geeignete Kandidat für die zu besetzende Stelle bist. Das erhöht Ihre Chancen, im Bewerbungsprozess in die nächste Runde zu kommen. In der Regel liest der Entscheider zunächst den Lebenslauf, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Wenn ihm schon beim  flüchtigen Lesen relevante Informationen zur fachlichen und persönlichen Qualifikation  ins Auge springen, wird er den Lebenslauf erneut zur Hand nehmen, um sich endgültig davon zu überzeugen, dass Du  die erforderlichen Kriterien erfüllst.

6.       Mut zur Lücke? Ehrlichkeit  währt am längsten?
Sollte es eine Lücke von mehr als drei Monaten in Deinem Lebenslauf geben, musst Du entscheiden: Mut zur Lücke oder dezent kaschieren. Werde Dir klar darüber, ob Du zu dieser Lücke stehst, wie sie sich auf Dein Leben, Studium und Deine Berufserfahrung ausgewirkt hat, welche Chancen daraus entstanden sind  und so weiter. Trage  in eine Liste ein, was dafür und was dagegen spricht, diese Lücke im Lebenslauf zu erwähnen. Solltest Du Dich für die Wahrheit entscheiden, dann formuliere positiv. Wenn Du beispielsweise längere Zeit ohne Job warst oder nach dem Studium einige Monate gebraucht hast, den ersten Job zu ergattern,  führe stichpunktartig auf, wie Du die unfreiwillige Freizeit für Weiterbildungsmöglichkeiten – etwa den Ausbau von Programmier- oder Sprachkenntnissen genutzt hast. Warst Du längere Zeit krank, dann beschreibe, wie sich Dein Leben nach der Krankheit positiv verändert hat, dass Du gesund bist und viel dafür tust, gesund zu bleiben.

7.       One fits all? Ein Lebenslauf für alle Bewerbungen?
Einen Lebenslauf für mehrere Bewerbungen verwenden –schön wär‘s.  Aber am Lebenslauf ändert sich doch nichts? De facto ist das richtig. Da der Lebenslauf aber immer vor dem Motivationsschreiben gelesen wird, kannst Du die für die Stelle relevante Informationen betonen und nach vorne rücken. Nur wenn der Personalentscheider auf den ersten Blick eine Übereinstimmung Deiner Qualifikationen mit den Anforderungen des Stellenprofils  feststellt, wird er sich weiter mit Deinen Bewerbungsunterlagen beschäftigen. Also komme ihm  entgegen, indem Du ihm diese Informationen in der Reihenfolge zur Verfügung stellst wie sie im Stellenprofil aufgeführt sind.
Interpretierst Du z. B. der Anzeige so, dass die akademische Bildung wichtiger ist als die Berufserfahrung, positionierst  Du den Abschnitt Studium vor dem Teil Berufserfahrung. Du bist der Meinung, dass ein bestimmtes Praktikum ausschlaggebend dafür ist, dass Du  für die Stelle der oder die Richtige bist. Dann beschränke  Dich nicht auf die reine Funktionsbeschreibung und der Zeitangabe. Beschreibe diese Tätigkeit ausführlicher als andere.

Und jetzt ran an die nächste Bewerbung! Und noch ein Tipp zum Schluss: Bitte jemand, den Lebenslauf Korrektur zu lesen. Denn: Je öfter man eigene Texte gelesen hat, desto häufiger übersieht man Rechtschreib- und Kommafehler.

Neue Jobguides sorgen für Durchblick im Job- und Karriere-Dschungel

Sonntag, 3. Juli 2011

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Ab sofort sind die aktualisierten und komplett überarbeiteten Karriere-Ratgeber Jobguide Germany, Jobguide Engineering und Jobguide Praktikum im Buchhandel und auf www.jobguide.de erhältlich. „Noch mehr Karriere-Ratgeber braucht kein Mensch“, mag mancher vielleicht denken. Im Großen und Ganzen ist das auch so, aber das Besondere an der Jobguide-Reihe ist, dass die Informationen zu Arbeitgebern, Branchen und Karriere von Journalisten erstellt werden. Mit Hilfe der Karriere-Klassiker können sich sowohl Hochschulabsolventen als auch (Young) Professionals und Experten ganz einfach einen Überblick darüber verschaffen, welche Arbeitgeber in diesem Jahr einstellen, was sie neuen Mitarbeitern zu bieten haben und wie es in bestimmten Branchen für Trends und Neuigkeiten gibt.

In allen drei Karriere-Ratgebern stellen Wirtschaftsjournalisten in Porträts Arbeitgeber vor: von der Struktur des Unternehmens über dessen Marktbedeutung bis zu Personalentwicklung und Karrierechancen – so erhält der Leser relevante Informationen, in welchen Bereichen Stellen zu vergeben sind und welche Anforderungen Bewerber erfüllen müssen. Zusätzlich profitieren Jobsuchende von den Branchen-Intros, in denen ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungstrends und eine Einschätzung der aktuellen Marktsituation gegeben wird.

Die redaktionellen Beiträge behandeln die wichtigsten Karrierethemen: Experten erklären, wie man mit der Bewerbung punktet, ein Assessment-Center gut übersteht und seine Karriere von Anfang an schlüssig plant und erfolgreich aufbaut.
Neben der Printausgabe sind die Karriere-Ratgeber auf dem Karriere-Portal www.jobguide.de auch als eBooks erhältlich. Hier werden die Gesamtausgaben noch durch regionale und branchenspezifische eBooks ergänzt, etwa den Jobguide Hamburg, Frankfurt und München sowie den Jobguide Consulting, Jobguide Automobil und Jobguide Pharma, Biotech, Chemie.
Der Verlag matchboxmedia legt dabei großen Wert auf guten Journalismus und unabhängige Berichterstattung – so werden keine PR Texte veröffentlicht, sondern interessante Arbeitgeber recherchiert und Unternehmen befragt. Herausgeberin Annette Eicker: „Qualifizierte Bewerber brauchen unabhängige Information und keine klischeehafte Werbung. Wir wollen bei der Jobsuche helfen und dem Leser Kriterien bieten, die er schnell vergleichen kann, um so für sich die beste Wahl zu treffen.“

Jobguide Germany portraitiert weit über hundert Arbeitgeber aus 19 verschiedenen Branchen. Jobguide Engineering konzentriert sich auf die Branchen, die für Ingenieure, ITler und Techniker besonders interessant sind. Jobguide Praktikum gibt Studenten einen guten Überblick über renommierte Arbeitgeber, die Praktika im In- und Ausland anbieten und Abschlussarbeiten betreuen.

Mehr über die neuesten Marktentwicklungen und Branchen-News bietet matchboxmedia außerdem monatlich in den JobguideXpress Newslettern, die man kostenlos auf www.jobguide.de abonnieren kann.

Top Einstiegsgehälter für Absolventen

Donnerstag, 23. Juni 2011

Dass Hochschulabsolventen 2011 Spitzen-Gehälter erwarten können, ergab die aktuelle Gehaltsstudie von alma mater, der Personalberatung für akademische Nachwuchskräfte. Ganz weit vorn liegen die Einstiegsgehälter in den Branchen gehaltsstudieAutomotive, Elektrotechnik und Maschinenbau. Das liegt zum einen an der verbesserten Wirtschaftslage und zum anderen am Würgegriff des demographischen Wandels, der sich in einem immer größeren Fachkräftemangel spiegelt. Absolventen, die ihren Einstiegsjob bei einem Arbeitgeber der Automotive-Branche  finden, können mit einem Brutto-Jahresgehalt von durchschnittlich 48.000 Euro rechnen.  Die Top-Gehälter der Automobilbranche werden gefolgt von den Einstiegsgehältern im Maschinenbau mit rund 43.000 Euro und denen der Automobil-Zulieferer-Industrie mit circa  42.000 Euro brutto.

Laut Studie erreichen die Einstiegsgehälter für Absolventen mit durchschnittlich 40.097 Euro in diesem Jahr wieder das Niveau  vor der Wirtschaftskrise.  90 Prozent der teilnehmenden Unternehmen gaben an, in diesem Jahr Hochschulabsolventen einstellen zu wollen. Demzufolge kann man als Absolvent der von Arbeitgebern stark nachgefragten Studienfächer ganz entspannt in die Gehaltsverhandlungen einsteigen. Auch Absolventen mit Studienfächern, die nicht ganz oben auf der Arbeitgeber-Wunschliste stehen, haben immer bessere Einstiegschancen, wenn sie schon während ihres Studiums relevante Praxiserfahrung durch Praktika oder Jobs gesammelt haben.

An der Gehaltsstudie von alma mater beteiligten sich von Dezember 2010 bis März 2011 rund 900 Arbeitgeber.  Insgesamt kamen fast 4.700 Datensätze mit Gehaltsangaben zusammen, die auch die Angaben zur Vergütung von Praktika und Abschlussarbeiten beinhalteten.

Hier geht es zum Download der alma mater Gehaltsstudie 2011

http://www.alma-mater.de/img/almamater-PDF/Werbefrei-Auswertung-GStud_2011-final.pdf

Suchst du noch? Oder nutzt Du schon JOBSUMA, die Jobsuchmaschine für Studenten, Absolventen und Young Professionals?

Samstag, 18. Juni 2011

Mehr als 91 Prozent  der Jobsuchenden nutzen bis zu sechs Jobbörsen im Internet. Das ist ein Ergebnis der fortlaufenden Jobbörsen-Nutzer-Umfrage von CrossPro-Research.com, dem Gemeinschaftsprojekt von Crosswater Systems und PROFILO.

Für die Jobsucher ist das purer Stress. Außerdem zeigt es deutlich, dass sie glauben, Stellenangebote zu verpassen, wenn sie nur eine Jobbörse zur Suche eines Praktikums, einer Abchlussarbeit, eines Einstiegsjobs oder eines neuen Jobs, wenn sie mit ihrem aktuellen Arbeitgeber unzufrieden sind.

Die Medien zur Jobsuche werden immer mehr und demzufolge auch immer unübersichtlicher. Mehr als 1.600 Stellenbörsen sind derzeit online, hinzu kommen soziale Netzwerke wie XING, Facebook und Co. Die meisten Tageszeitungen und überregionalen Zeitungen haben einen Online-Stellenmarkt; hinzu kommen noch Online-Portale wie kalaydo und meinestadt.de, die unter anderem auch einen Stellenmarkt haben.  Ach ja, dann gibt es noch die Spezial-Jobbörsen für Wiwis, Ingenieure, Kreative usw. Ein wahrer Dschungel, der für Bewerber immer unübersichtlicher wird.

Die  Jobbörsen-Nutzer-Umfrage trägt dazu bei, Personalentscheidenr von Unternehmen und Jobsuchende Transparenz über den Stellenmarkt zu verschaffen.

Die folgende Tabelle stellt ein Ranking dar, das die Zufriedenheit mit Jobbörsen und die Suchqualität bewertet. Insgesamt haben 536 Stellensuchende Bewertungen für 82 Jobportale abgegeben.  Auf Platz 1 in Sachen Zufriedenheit und Suchqualität steht JOBSUMA – die Jobsuchmaschine für Studenten, Absolventen und Young Professionals. In weiteren Auswertungen von crossproResearch ergeben übrigens, dass immer mehr Jobsuchende Jobsuchmaschinen nutzen, da sie die Stellenangebote vieler großer Jobportale, aber auch die Stellenanzeigen 1000er von Unternehmens-Websites darstellen und so den Jobsuchern eine Transparenz  über den Stellenmarkt in ganz Deutschland
verschaffen.

Jetzt mitmachen! Alle Teilnehmer erhalten eine Zugangsberechtigung, um die besten Jobbörsen für ihre Wunschbranche online abzufragen.
http://www.crosspro-research.com/umfrage.html

JOBSUMA_Logo mit Schrift

Name Jobbörsen Zufriedenheit
Skala 1 – 4*
Suchqualität
Skala 1 – 4*
Anzahl der Bewertungen
Jobsuma.de 1,0 1,13 8
Stellen-Online.de 1,22 1,22 9
Jobrapido.de 1,4 1,4 5
Yourcha 1,57 1,86 7
StepStone Deutschland 1,58 1,82 83
FAZjob.net 1,59 1,67 17
Kimeta 1,6 1,87 15
Weitere Ergebnisse unter http://goo.gl/gQFTV *1 = sehr gut, 4 = unzufriedenverschaffen.

Wie wichtig sind Arbeitgeber-Rankings für Absolventen?

Dienstag, 24. Mai 2011

Zum zehnten Mal haben in diesem Jahr Studenten ihre Lieblings-Arbeitgeber benannt. 22.000 Wirtschafts- und Naturwissenschaftler sowie Studenten der Informatik und Ingenieurwissenschaften gaben zwischen November 2010 und 2011 ihre Stimmen für die Befragung Die beliebtesten Arbeitgeber 2011, die einmal im Jahr von Universum Communications in Zusammenarbeit mit der Kölner Access Kelly OCG durchgeführt wird. Die teilnehmenden Studenten konnten aus einer Liste von 130 Unternehmen bis zu fünf Stimmen vergeben, aber auch eigene Arbeitgeber benennen, die in ihren Augen Top-Arbeitgeber sind.

Wie jedes Arbeitgeber-Ranking sollte man sowohl als Student auf Praktikumssuche als auch als Absolvent auf Jobsuche auch dieses durchaus kritisch unter die Lupe nehmen. Zum einen ist die Teilnahme an Arbeitgeber-Rankings, bei denen Preise vergeben werden, für Arbeitgeber kostenpflichtig. Darüber hinaus können Studenten nur Unternehmen bewerten, deren Namen oder Produkte sie kennen. Meiner Meinung nach ist das genau die Erklärung für die Top-Positionierung vieler Arbeitgeber: Sie haben tolle Produkte. Die  bekannten und beliebten Produkt-Marken wirken sich positiv auf ihren Ruf als Arbeitgeber aus. Also ist es nicht verwunderlich, dass meistens beliebte Autobauer die top 10 Plätze belegen. Auch im Ranking von Universum vergaben Wiwis und Ingenieure den Spitzenplatz an Audi.

Der zweite Faktor, der sich ganz erheblich auf die Arbeitgeber-Rankings auswirkt ist die Größe beziehungsweise die Marktmacht eines Unternehmens. Große Konzerne benötigen viele Nachwuchsakademiker und haben große Personalmarketingbudgets. Da Konzerne auf vielen Hochschulmessen vertreten sind und oft intensiv Campus-Marketing betreiben, folgert man als Student oder Absolvent sehr schnell, dass diese Unternehmen auch tolle Arbeitgeber sind. Meines Wissens nach gibt es kein Ranking, das auf den Erfahrungen von Praktikanten beruht, die ein Unternehmen von innen heraus beurteilen könnten.

Das heißt nicht, dass man die Arbeitgeber-Rankings komplett ignorieren sollte und keinesfalls, dass alle gut gerankten Unternehmen keine guten Arbeitgeber sind. Letztendlich zählt jedoch: Welches Unternehmen passt zu mir, zu meinen Karriere-  und Lebenszielen? Es gibt jede Menge mittelständische Unternehmen, bei denen man als Absolvent durchstarten kann, von Anfang an Verantwortung übernimmt, die Chancen auf einen Auslandseinsatz mittelfristig gut stehen und zudem eine gute Unternehmenskultur und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern herrscht.  Auch kleinere und mittelständische Unternehmen sind immer häufiger auf Hochschul-Firmenkontaktgesprächen und Recruiting-Messen vertreten, denn die demographische Uhr tickt immer schneller. Man sollte jede Gelegenheit nutzen, beispielsweise auf Messen mit Unternehmensvertretern zu sprechen. Informationen aus erster Hand sind in dem Fall zwar noch kein Blick hinter die Unternehmenskulissen, helfen aber sicherlich, sich ein eigenes Bild von einem bestimmten Arbeitgeber zu machen.

Kritisch zu betrachten sind auch die laut Universum-Ranking schlecht platziertesten Arbeitgeber. Sie teilen sich in die Kategorien Unbeliebteste Arbeitgeber und Schlusslichter auf. Warum sind bestimmte Arbeitgeber laut Ranking unbeliebt? Weil man sie nicht kennt, da sie auf Messen und dem Campus nicht präsent sind? Schaut Euch doch einfach mal die Karriere-Seiten genau dieser Unternehmen an. Vielleicht könnte das ein oder andere Euer persönlicher top Arbeitgeber werden.