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Zehn Mythen der Bewerbung

Montag, 9. April 2012

Ute Blindert, Geschäftsführerin von Zukx – campus2campany, hat zehn weit verbreitete Irrtümer zum Thema Bewerbung kurz und prägnant zusammengefasst. Vor wenigen Tagen ist die Sommersemester-Ausgabe  ihres Magazins  Zukx – Ingenieure  erschienen.  Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe beschäftigt sich mit den Karriere- und Einstiegs-Möglichkeiten für Ingenieure in der Forschung und Entwicklung. Zukx Ingenieure wird bei vielen Firmenkontakt-Gesprächen an Hochschulen, auf Recruitingmessen und bei Career Centern von Hochschulen verteilt.  Wer schon mal einen Blick riskieren will, kann es hier online lesen.

 

1. Der Lebenslauf darf nur eine Seite lang sein.
Es ist überhaupt kein Problem, wenn der Lebenslauf eines Absolventen zwei Seiten lang ist. Hier gilt die Devise: So ausführlich wie nötig, so knapp wie möglich. Halten Sie alles in der gewohnten Tabellenform, arbeiten Sie mit Gedankenstrichen und Stichworten. Aber jede Station im Lebenslauf sollte zeigen, was genau Sie gemacht haben und was Sie können.

2. Details stehen in den Zeugnissen und können dort nachgelesen werden.
Leider ein Irrtum. Denn im Durchschnitt nehmen sich Recruiter zwischen zwei und drei Minuten Zeit für Ihre Unterlagen. Da muss jeder Punkt sitzen. Daher in Lebenslauf und Anschreiben Lust auf mehr machen. Wie das geht? Siehe Punkt 1.

3. Ein Deckblatt kommt besonders gut an.
In Zeiten von Online-Formularen und E-Mail-Bewerbungen sind Deckblätter eher überflüssig. Investieren Sie die Zeit lieber in einen gut gestalteten Lebenslauf und Anschreiben.

4. Auf einer Dritten Seite kann ich mich besonders gut präsentieren.
Vergessen Sie die Dritte Seite. Eine dritte Seite ist nur dann sinnvoll, wenn Sie wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht haben, eine Projektliste erstellen oder einen ungewöhnlichen Punkt in Ihrem Lebenslauf erklären möchten.

5. Bewerber werden gegoogelt.
Es kann schon sein, dass manche Recruiter die Zeit nehmen und einzelne Kandidaten googlen. Bei Berufseinsteigern kommt das allerdings selten vor, Personaler haben gar nicht die Zeit dazu (s.o.). Das heißt aber nicht, dass Sie nicht sensibel mit Ihren Daten umgehen sollten. Denn wer weiß, wie sich alles entwickelt und spätestens, wenn es um Top-Positionen geht, wird Ihre (Online-)Reputation geprüft.

6. Ich sollte zeigen, dass ich offen für möglichst viele Positionen bin.
Sie haben Studium Marketing, Controlling und Personal gehört und trauen sich jetzt alles zu? Vor allem, weil Sie befürchten, den Einstieg beim Traumunternehmen nicht zu schaffen? Bewerber, die kein Profil entwickeln und keine klare Vorstellung von ihren Fähigkeiten und Zielen haben, werden keine Top-Kandidaten. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken und suchen Sie den passenden Job dafür! Dann werden Sie auch gut sein. Und wer gut ist, hat auch gute Chancen auf den Aufstieg!

7. Fürs Vorstellungsgespräch muss ich mich so schick anziehen wie möglich.
Ein klares Jein! Das Vorstellungsgespräch sollte mit Sorgfalt geplant werden und dazu gehört auch die Wahl der passenden Kleidung. Passend heißt vor allem, sich an dem Dresscode der Branche zu orientieren. Banker ziehen sich sicher anders an als Software-Entwickler, aber etwas schicker als im Alltag sollte es schon sein. Das heißt für Informatikerinnen eben auch, dass es beim Interview ruhig etwas schicker sein darf, auch wenn der Chef dann eventuell legerer angezogen ist als man selbst. Eine gute Richtschnur: Wie würden Sie Ihr Unternehmen beim Kunden präsentieren?

8. Ich darf nicht erzählen, dass ich mich noch bei anderen Unternehmen bewerbe.
Geht´s noch? Wer alles auf eine Karte setzt, handelt doch unklug und wer will solche Kandidaten? Sie befinden sich im Bewerbungsprozess und können das auch so kommunizieren. Das gibt Ihnen auch die Möglichkeit, sanften Druck auszuüben: “Ich habe ein Angebot von einem Ihrer Mitbewerber erhalten. Ihr Angebot interessiert mich aber mehr. Wann kann ich mit einer Antwort rechnen?” Und: Je mehr Alternativen Sie sich erarbeiten, umso besser.

9. Eine niedrige Gehaltsvorstellung hilft mir, einen Job zu bekommen.
Nein. Gehen Sie lieber mit einer angemessen hohen Forderung in die Gehaltsverhandlung. Lassen Sie sich Luft zum Verhandeln. So hat auch Ihr Verhandlungspartner einen Erfolg zu verbuchen und beide gehen zufrieden aus dem Gespräch. Wenn Sie wissen, dass das Unternehmen nicht so gut bezahlt wie zum Beispiel größere Unternehmen, können Sie auch über Weiterbildungen, Gutscheine, Versicherungen etc. verhandeln.

10. Viel hilft viel. Ich bewerbe mich bei so vielen Unternehmen wie möglich.
“Ich habe schon 200 Bewerbungen verschickt, und keiner möchte mich einstellen.” Wenn Ihnen so etwas passiert, sollten Sie ernsthaft nachdenken. Denn so kann keine Bewerbung individuell aufs Unternehmen abgestimmt werden und wird schnell als beliebig wahrgenommen. Lieber gezielt bewerben auf wirklich passende Positionen. Und wenn Sie viele Einladungen erhalten, dann aber kein Vertragsangebot, sollten Sie an Ihrem Auftritt feilen.

Das Arbeitgeber-Image in den Zeiten des Fachkräftemangels

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Wer als Unternehmen kein gutes Arbeitgeberimage hat, steht in Zeiten des sich verschärfenden Fachkräftemangels vor der kaum zu lösenden Herausforderung, sich ein solches zuzulegen. Denn die großen Konzerne haben deutlich Vorsprung,  weil sie seit vielen Jahren am Aufbau einer positiven Arbeitgebermarke gebastelt und viel Geld investiert haben, um die Gunst von Absolventen und Studenten zu gewinnen.  Die großen Arbeitgeber mit den dazu gehörigen Arbeitgebermarken können sich jetzt glücklich schätzen, denn den Fachkräftemangel  spüren mittlerweile alle – und das nur im Bezug auf Ingenieure und IT-Spezialisten. Absolventen und Young Professionals werden immer mehr zur Mangelware.

Das spürte man auch deutlich auf dem diesjährigen Absolventenkongress in Köln. Unternehmen präsentierten sich in Masse. Nicht nur die bekannten Konzerne, sondern auch mehr und mehr Arbeitgeber aus dem Mittelstand. Mit attraktiven Gewinnspielen, kostenlosen Bewerbungsfotos und viel Brimbamborium versuchten sie die Besucher an ihre Stände zu locken und sich von ihren Mitbewerbern abzuheben. Doch die hohen Besucherzahlen blieben aus.

Einem aktuellen Wiwo-Artikel zufolge fehlen zurzeit in Deutschland rund 76.000 Absolventen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Der Deutsche Stifterverband  rechnet für das Jahr 2020 bereits mit 200.000 unbesetzten Stellen. Ganz gleich, welche Statistik man auch zugrunde legt, der War for Talents verschärft sich zusehends. Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zufolge, sieht bereits jedes dritte Unternehmen den Fachkräftemangel als größtes Risiko für die Zukunft.

In Zeiten, in denen Absolventen der aus Arbeitgebersicht beliebtesten Fachrichtungen sich ihren Arbeitgeber mehr oder weniger aussuchen können, sind letzere natürlich besonders interessiert daran, in den bekannten Arbeitgeber-Rankings auf Toppositionen zu erscheinen. Aber wie schon vorher im JOBSUMA-Blog thematisiert: nicht alle Auszeichnungen und Arbeitgeber-Gütesiegel, mit denen viele Rankings einhergehen, sind objektiv erstellt und losgelöste von  finanziellem Engagement der prämierten Unternehmen. Und außerdem: wer als Arbeitgeber nicht vom Ruf seiner attraktiven Produkte oder Dienstleistungen profitiert oder viel Geld in Hochschulmarketing investiert, ist auch nicht unbedingt in der Wahrnehmung von Studenten und Absolventen.

Auch in diesem Jahr befragte Universum Global rund 6.700 junge Akademiker der Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften nach ihren Lieblingsarbeitgebern. Als Grundlage für ihre Wahl bekamen die Teilnehmer eine Liste mit 150 Unternehmen, konnten aber Unternehmen hinzufügen, wenn ihren Favoriten nicht zur Wahl standen.  Ganz oben im Ranking stehen wieder die Automobilkonzerne  BMW und Audi. Der große Verlierer ist die Finanzbranche.

Und das sind die Top Unternehmen 2011:

Für Wirtschaftswissenschaftler

  1. BMW
  2. Audi
  3. Porsche
  4. Deutsche Lufthansa
  5. Google

 

Für Ingenieure

  1. BMW
  2. Audi
  3. Porsche
  4. Siemens
  5. Robert Bosch

Dass Wiwis und Ingenieure sich gleich bei drei Arbeitgebern einig sind, könnte ja auf das Image der Produkte dieser Unternehmen zurückzuführen sein.


Neues von JOBSUMA – der ersten Jobsuchmaschine für Studenten, Absolventen und Young Professionals.

Sonntag, 4. Dezember 2011

 

Der Arbeitsmarkt für Absolventen und Young Professionals könnte nicht besser sein. Das belegt auch die Statistik des Hochschul Informations Systems (HIS):  Die Arbeitslosenquote liegt sowohl bei FH-Absolventen als auch bei Absolventen von Universitäten ein Jahr nach Beendigung des Studiums gerade mal bei vier Prozent.

Besonders Absolventen mit einem technischen Studien-Background haben optimale Job-Aussichten. Gibt man auf JOBSUMA „Ingenieur“ in die Suchleiste ein, erhält man als Ergebnis fast 45.000 Stellenanzeigen. Besonders gefragt sind Ingenieure im Süden Deutschlands. In den Ballungsgebieten rund um München und Stuttgart gibt es laut jobsuma.de jeweils fast 5.000 Jobs für junge Ingenieure, die zum Beispiel umweltfreundliche Motoren entwickeln oder High-Tech-Anlagen warten wollen. Weitere Hochburgen für Ingenieure sind der Großraum Köln/Bonn und das Rhein-Main-Gebiet mit jeweils über 3.000 Stellenanzeigen.

Auch in der IT-Branche buhlen Arbeitgeber um qualifizierten Nachwuchs. Die Suche nach „Informatik“ ergibt auf jobsuma.de zurzeit fast 26.000 Jobs und Praktika für Studenten und Absolventen. Auch für diese Zielgruppe ist der Großraum München mit fast 3.600 Stellenanzeigen am attraktivsten.

Unter den Naturwissenschaftlern sind die Chemiker besonders begehrt. Für sie findet JOBSUMA fast 7.000 Ausschreibungen. Zum Vergleich: Wer auf jobsuma.de nach Jobs speziell für Biologen oder Physiker fahndet, bekommt weniger als tausend Treffer angezeigt.

Auch Studenten, die im kaufmännischen Bereich arbeiten wollen, haben gute Jobaussichten. Die Suche nach „Vertrieb“ ergibt auf jobsuma.de aktuell mehr als 17.000 Treffer. Wer nach Stellen im Controlling sucht, bekommt fast 13.000 Stellenangebote angezeigt.. Für den Suchbegriff „Logistik“ gibt es immerhin noch gut 10.000 Treffer.Winter-Eule

JOBSUMA findet derzeit aus etwa 1,6 Millionen Stellenanzeigen in Online-Jobbörsen, Karriere-Portalen und auf Unternehmenswebsites die passenden Jobs für den akademischen Nachwuchs. Damit müssen Studenten nicht mehr Stellenbörse für Stellenbörse und hunderte Firmenwebsites durchforsten, um passende Praktika, Nebenjobs oder Einstiegsjobs zu finden. JOBSUMA übernimmt diese Aufgabe und filtert gleichzeitig die Anfrage. Aufgelistet werden nur die Stellenangebote, die für Studenten und Absolventen interessant sind.

Arbeitgeber suchen Talente

Freitag, 22. Juli 2011

Mehr als 55 Arbeitgeber präsentieren sich in diesem Jahr auf der Talents in München. Und nicht nur das: Sie wollen junge Talente für ihre Unternehmen gewinnen. Die einzige Recruiting-Messe,  die jedes Jahr außerhalb der vorlesungsfreien Zeit  in München stattfindet, zieht jedes Jahr Absolventen und Young Professionals aus ganz Deutschland an. Talents

Wer sich noch für Bewerbungsgespräche bewerben möchte, kann das jetzt noch tun. Absolventen, die auf Jobsuche sind oder Studenten, die ein Unternehmen für ihre Abschlussarbeit suchen, sind auf der Talents gut aufgehoben. Denn an ein oder zwei Tagen gleich mehrere vereinbarte  Bewerbungsgespräche führen und zudem noch mit vielen Personalern Gespräche am Stand ins Gespräch dkommen, bedeutet viele Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Das  ist doch bestimmt zu unverbindlich. Genau das ist es im Fall der Talents nicht. Denn es handelt es sich um keine Massenveranstaltung, die Unternehmen überwiegend nutzen, um ihr Arbeitgeber-Image aufzupolieren, sondern eine Plattform, auf der sich beliebte Arbeitgeber den Bewerbern nicht nur vorstellen, sondern möglichst viele passende neue Mitarbeiter einstellen wollen. Die Recruiting-Messe steht Studenten, die ihr Studium innerhalb der nächsten 12 Monate beenden, Absolventen und Akademiker mit zu fünf Jahren Berufserfahrung der Fachrichtungen Wirtschafts, Ingenieur-, Natur- oder Geisteswissenschaftler sowie Informatikern und Juristen mit bis zu 5 Jahren Berufserfahrung offen. Zur Bewerbung geht es hier.

Außerdem gibt es eine Menge Workshops und Vorträge zu Bewerungs- und Karrierethemen wie International Bewerben, Vorstellungsgespräche, Verhandlungstechniken, Bewerbungsunterlagen-Checks und mehr. Die Teilnahme ist kostenlos!

2011 – das Jahr der guten Jobausichten?

Montag, 3. Januar 2011

Die Aussichten für alle, die einen Jobwechsel im gerade begonnenen Jahr planen, stehen gut. Selbst vorsichtige Prognosen sagen voraus,  dass es  wirtschaftlich weiterhin bergauf geht.  Wer 2011 den Arbeitsplatz wechseln möchte,  ein attraktivesUnternehmen für ein Praktikum oder die Abschlussarbeit sucht, kann ebenfalls mit guten Chancen rechnen.Jobsuma_Winter1

Mehr denn je Unternehmen sind sich darüber bewusst, dass sie potenzielle Mitarbeiter  im Verlauf eines Praktikums sehr gut kennenlernen können. Im Umkehrschluss kann man sich als Praktikant nach einem interessanten und erfolgreich verlaufenen Praktikum ein sehr gutes Bild darüber machen, ob die Chemie stimmt oder man es in beiderseitigem Interesse lieber beim Praktikum belässt.

Auch die Vergabe von Abschlussarbeiten, wird ein immer beliebteres Recruiting-Instrument für Arbeitgeber. Denn wer im Rahmen einer Abschlussarbeit sein Können bewiesen hat und zusätzlich gut mit den Ansprechpartnern im Unternehmen klar gekommen ist, hat gute Aussichten auf ein Jobangebot. In letzter Zeit sieht man sogar öfters wieder Stellenanzeigen für Absolventen, dass auch Bewerbungen von Geisteswissenschaftlern willkommen seien.  Das ist der sicherste Indikator dafür, dass Absolventen insgesamt knapp sind. Aus Arbeitgebersicht heißt dies im Klartext: Der Bewerbermarkt im Bereich Absolventen der Studienrichtungen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Informatik und Naturwissenschaftlern ist ziemlich abgegrast. Abgesehen von einer recht übersichtlichen Anzahl von Unternehmen, die Geisteswissenschaftler schon immer als Mitarbeiter zu schätzen wussten, richten die sehr viele  Arbeitgeber ihre Angebote immer dann an Geisteswissenschaftler, wenn es einen Absolventenmangel gibt oder er sich gerade anbahnt.

Zu den meist umkämpften Absolventen werden wohl auch in diesem Jahr Ingenieure und Informatiker gehören. Wer die Qual der Wahl zwischen mehreren Jobangeboten hat, sollte sich nicht nur an Messlatten wie Gehalt und soziale Leistungen orientieren. Das wichtigste für einen erfolgreichen Berufseinstieg oder Jobwechsel, ist der Wohlfühlfaktor. Ob die Chemie stimmt, hängt oft von der Unternehmensgröße und der Unternehmenskultur ab.  Wenn man also unmittelbar vor der Entscheidung zwischen zwei Jobangeboten steht, heißt es ganz konkret in die Selbstanalyse zu gehen und Präferenzen zu bewerten. Denn nur, wer den passenden Job und somit auch das passende Unternehmen gefunden hat, kann sich optimal entfalten, Höchstleitung bringen und umgekehrt Wertschätzung erfahren und Entwicklungsmöglichkeiten angeboten bekommen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Usern des JOBSUMA-Blogs und von JOBSUMA, der ersten Jobsuchmaschine für Studenten, Absolventen und Young Professionals ein zufriedenes und erfolgreiches Jahr 2011!

Eure Anja