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Das Anschreiben – das Aushängeschild der Bewerbung

Sonntag, 17. Juni 2012

Im Anschreiben haben Sie die Möglichkeit, wichtige Punkte und Stationen aus Ihrem Lebenslauf aufzugreifen und hervorzuheben. Entsprechend sorgfältig sollten Lebenslauf und Anschreiben aufeinander abgestimmt sein. Lesen Sie hier, wie Sie ein ansprechendes Anschreiben verfassen – ein paar Beispiele gibt´s dazu.

Keine Phrasen dreschen
Mit dem Anschreiben müssen Sie als Bewerber das Interesse des Lesers, also des Personalverantwortlichen oder Recruiters, wecken. Doch wie kann das gelingen, ohne auf Effekthascherei zu setzen und Phrasen zu dreschen à la „Meine Freunde beschreiben mich als kontaktfreudigen und kommunikativen Menschen…“?

Für Ihr Anschreiben beantworten Sie einfach folgende Fragen:

  1. Warum passe ich zu diesem Unternehmen?
  2. Warum passen gerade meine Fähigkeiten zu der angebotenen Stelle?
  3. Was habe ich bis jetzt geleistet, das gut zum Unternehmen und zur Position passt?

Das Anschreiben sollte erkennen lassen, dass Sie sich auf genau diesen Job bei diesem Unternehmen beziehen und deutlich machen, warum gerade Sie dafür bestens geeignet sind.

Der Aufbau des Anschreibens
Bauen Sie Ihr Anschreiben folgendermaßen auf: Zunächst einmal geben Sie Ihre Daten, also Ihren Namen, Adresse und sinnvollerweise auch eine Telefonnummer und E-Mail-Adresse an. Wie Sie das gestalten, bleibt Ihnen überlassen, nur übersichtlich sollte es sein. Am besten, Sie gucken einmal in unsere Beispiel-Anschreiben.

Dann folgt die Anschrift des Unternehmens mit Ansprechpartner. Sollte kein Ansprechpartner in der Stellenanzeige genannt sein, können Sie auch kurz anrufen und nachfragen. Es muss aber nicht unbedingt sein.

Wenn Sie allerdings eine Frage haben, sollten Sie unbedingt mit einem Mitarbeiter sprechen. Zum einen können sie ihre Fragen klären und haben gleich einen schönen Einstieg in den Bewerbungstext. Schön für das Unternehmen ist zudem, wenn Sie sich bereits auf einer Messe  oder einem Recruiting-Event mit einem Mitarbeiter gesprochen haben. Hierauf können Sie sich im Text des Anschreiben natürlich auch beziehen. Darunter fügen Sie das aktuelle Datum mit Angabe des Ortes ein. Nach der Adresse des Unternehmens folgt der Betreff, in dem Sie genau angeben, auf welche Position Sie sich bewerben und wo Sie die Stellenanzeige gefunden haben. In der Briefanrede sprechen Sie Ihren Ansprechpartner wieder persönlich an. Wenn es gar nicht anders geht, verwenden Sie die Formel “Sehr geehrte Damen und Herren,…”

Der Einstieg in den Text
Natürlich können Sie an dieser Stelle noch einmal den Betreff aus der Anzeige wiederholen. In etwa: “…, in Ihrer Stellenanzeige vom 3. Mai 200x suchen Sie einen Systemadministrator…Hiermit möchte ich mich bei Ihnen vorstellen.” Das passt, wirkt aber nach der 20. Bewerbung nicht mehr neu. Außerdem haben Sie ja schon im Betreff formuliert, um welche Position es Ihnen geht. Also, warum steigen Sie nicht gleich mit Ihrer Vorstellung ein: “…, momentan schreibe ich meine Diplomarbeit zum Thema “…” im Fachbereich Informatik an der TU Dresden. Diese werde ich voraussichtlich bis zum x. Juni 200x abschließen.” Auf den ersten Blick kann der Leser des Anschreibens erfassen, dass Sie vom Studium her zu dieser Stelle passen könnten.

Dann legen Sie nach und führen weitere Punkte zu Ihren bisherigen Studienleistungen, Schwerpunkten und Besonderheiten auf. Das sollte zu Ihrem Anschreiben als Absolvent dazu gehören. Die weiteren Textbestandteile sollten Sie dann genauer auf das Unternehmen und die Stelle abstimmen. Dafür greifen Sie einfach die Punkte aus Ihrem Lebenslauf auf, die Sie für relevant erachten. Zum Beispiel: Wenn es sich um eine Stelle handelt, in der es auch um Kundenkontakt gehen wird, sollten Sie im Anschreiben Aspekte betonen, die zeigen, dass Ihnen so etwas nicht fremd ist. Wenn Sie also während Ihres Studiums in einer Studenteninitiative mitgearbeitet haben und dafür Unternehmen für eine Kontaktmesse gewonnen haben, wäre das unbedingt zu erwähnen. Auch Studentejobs, die erkennen lassen, dass Sie mehr geleistet haben als “nur” Geld zu verdienen, gehören hier dazu. Ebenso wie Besonderheiten wie ein Auslandssemester oder interessante Praktika. Also: Setzen Sie mit dem Anschreiben Highlights und richten Sie die richtigen Spots auf die interessanten Aspekte Ihres Lebenslaufs.

Am Rande: Berufstätige können hier auf einzelne Stationen auf Ihrem Berufsweg hinweisen. Dabei müssen Sie sich überhaupt nicht scheuen, auch mit Zahlen aufzuwarten. Zum Beispiel könnten Sie formulieren: „Als Projektleiter beim Bauvorhaben XY in Berlin gelang es mir, innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens zu bleiben und die Kosten von 4 Mio. Euro um 10 Prozent zu senken.“

Der erste Eindruck muss stimmen
Sie können noch so viel Sorgfalt in Ihren Text stecken, wenn das äußere Bild nicht stimmt, haben Sie es schwer. Sicherlich gibt es geniale Programmierer, bei denen es nicht so auf die äußere Form ankommt, aber einer Bewerbung sollte anzusehen sein, dass Sie es ernst meinen. Sie möchten ja auch keine Einladung zum Vorstellungsgespräch auf einem Bogen mit Kaffeeflecken bekommen.

Weniger ist mehr
Versuchen Sie nicht, möglichst viele Schriften aus Word zu verwenden, sondern bleiben Sie bei einer, am ehesten bei Times New Roman oder Arial, in Größe 10 bis 12. In der Schriftgröße sind Sie in diesem Rahmen durchaus variabel; manchmal muss man einen Text einfach etwas kleiner setzen, damit er noch auf eine Seite geht. Auch mit Hervorhebungen gehen Sie lieber etwas sparsamer um, verwenden Sie ein Stilmittel, also entweder Unterstreichungen oder Fett oder Kursiv. Diese Stilmittel verwenden Sie bitte in Ihrer gesamten Bewerbung, also im Anschreiben wie im Lebenslauf.

Der gute Schluss
Wenn in der Anzeige verlangt, sagen Sie etwas zu Ihren Gehaltsvorstellungen. Der Rahmen bei Berufseinsteigern ist normalerweise ziemlich eng und lässt sich gut im Internet, zum Beispiel direkt hier bei uns, recherchieren, zumindest für Konzerne und große Mittelständler. Natürlich variieren die Gehälter je nach Branche, Größe des Unternehmens und Standort, aber das Einstiegsgehalt sollte sowieso nicht als wichtigste Größe beim ersten Job angesehen werden. Sagen Sie noch etwas zu Ihrem nächst möglichen Einstiegstermin. Und dass Sie sich über eine Einladung zum Gespräch freuen. Das Anschreiben wird übrigens gesondert der gesamten Bewerbungsmappe beigefügt und nicht etwa eingeheftet.

Gastbeitrag von Ute Blindert, www.zukx.de  Auf diesem Karriereportal findet Ihr auch Beispielanschreiben für BWLler und Ingenieure, Infos zu Einstiegsgehältern, Lebenslauf und vieles mehr.

Zehn Mythen der Bewerbung

Montag, 9. April 2012

Ute Blindert, Geschäftsführerin von Zukx – campus2campany, hat zehn weit verbreitete Irrtümer zum Thema Bewerbung kurz und prägnant zusammengefasst. Vor wenigen Tagen ist die Sommersemester-Ausgabe  ihres Magazins  Zukx – Ingenieure  erschienen.  Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe beschäftigt sich mit den Karriere- und Einstiegs-Möglichkeiten für Ingenieure in der Forschung und Entwicklung. Zukx Ingenieure wird bei vielen Firmenkontakt-Gesprächen an Hochschulen, auf Recruitingmessen und bei Career Centern von Hochschulen verteilt.  Wer schon mal einen Blick riskieren will, kann es hier online lesen.

 

1. Der Lebenslauf darf nur eine Seite lang sein.
Es ist überhaupt kein Problem, wenn der Lebenslauf eines Absolventen zwei Seiten lang ist. Hier gilt die Devise: So ausführlich wie nötig, so knapp wie möglich. Halten Sie alles in der gewohnten Tabellenform, arbeiten Sie mit Gedankenstrichen und Stichworten. Aber jede Station im Lebenslauf sollte zeigen, was genau Sie gemacht haben und was Sie können.

2. Details stehen in den Zeugnissen und können dort nachgelesen werden.
Leider ein Irrtum. Denn im Durchschnitt nehmen sich Recruiter zwischen zwei und drei Minuten Zeit für Ihre Unterlagen. Da muss jeder Punkt sitzen. Daher in Lebenslauf und Anschreiben Lust auf mehr machen. Wie das geht? Siehe Punkt 1.

3. Ein Deckblatt kommt besonders gut an.
In Zeiten von Online-Formularen und E-Mail-Bewerbungen sind Deckblätter eher überflüssig. Investieren Sie die Zeit lieber in einen gut gestalteten Lebenslauf und Anschreiben.

4. Auf einer Dritten Seite kann ich mich besonders gut präsentieren.
Vergessen Sie die Dritte Seite. Eine dritte Seite ist nur dann sinnvoll, wenn Sie wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht haben, eine Projektliste erstellen oder einen ungewöhnlichen Punkt in Ihrem Lebenslauf erklären möchten.

5. Bewerber werden gegoogelt.
Es kann schon sein, dass manche Recruiter die Zeit nehmen und einzelne Kandidaten googlen. Bei Berufseinsteigern kommt das allerdings selten vor, Personaler haben gar nicht die Zeit dazu (s.o.). Das heißt aber nicht, dass Sie nicht sensibel mit Ihren Daten umgehen sollten. Denn wer weiß, wie sich alles entwickelt und spätestens, wenn es um Top-Positionen geht, wird Ihre (Online-)Reputation geprüft.

6. Ich sollte zeigen, dass ich offen für möglichst viele Positionen bin.
Sie haben Studium Marketing, Controlling und Personal gehört und trauen sich jetzt alles zu? Vor allem, weil Sie befürchten, den Einstieg beim Traumunternehmen nicht zu schaffen? Bewerber, die kein Profil entwickeln und keine klare Vorstellung von ihren Fähigkeiten und Zielen haben, werden keine Top-Kandidaten. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken und suchen Sie den passenden Job dafür! Dann werden Sie auch gut sein. Und wer gut ist, hat auch gute Chancen auf den Aufstieg!

7. Fürs Vorstellungsgespräch muss ich mich so schick anziehen wie möglich.
Ein klares Jein! Das Vorstellungsgespräch sollte mit Sorgfalt geplant werden und dazu gehört auch die Wahl der passenden Kleidung. Passend heißt vor allem, sich an dem Dresscode der Branche zu orientieren. Banker ziehen sich sicher anders an als Software-Entwickler, aber etwas schicker als im Alltag sollte es schon sein. Das heißt für Informatikerinnen eben auch, dass es beim Interview ruhig etwas schicker sein darf, auch wenn der Chef dann eventuell legerer angezogen ist als man selbst. Eine gute Richtschnur: Wie würden Sie Ihr Unternehmen beim Kunden präsentieren?

8. Ich darf nicht erzählen, dass ich mich noch bei anderen Unternehmen bewerbe.
Geht´s noch? Wer alles auf eine Karte setzt, handelt doch unklug und wer will solche Kandidaten? Sie befinden sich im Bewerbungsprozess und können das auch so kommunizieren. Das gibt Ihnen auch die Möglichkeit, sanften Druck auszuüben: “Ich habe ein Angebot von einem Ihrer Mitbewerber erhalten. Ihr Angebot interessiert mich aber mehr. Wann kann ich mit einer Antwort rechnen?” Und: Je mehr Alternativen Sie sich erarbeiten, umso besser.

9. Eine niedrige Gehaltsvorstellung hilft mir, einen Job zu bekommen.
Nein. Gehen Sie lieber mit einer angemessen hohen Forderung in die Gehaltsverhandlung. Lassen Sie sich Luft zum Verhandeln. So hat auch Ihr Verhandlungspartner einen Erfolg zu verbuchen und beide gehen zufrieden aus dem Gespräch. Wenn Sie wissen, dass das Unternehmen nicht so gut bezahlt wie zum Beispiel größere Unternehmen, können Sie auch über Weiterbildungen, Gutscheine, Versicherungen etc. verhandeln.

10. Viel hilft viel. Ich bewerbe mich bei so vielen Unternehmen wie möglich.
“Ich habe schon 200 Bewerbungen verschickt, und keiner möchte mich einstellen.” Wenn Ihnen so etwas passiert, sollten Sie ernsthaft nachdenken. Denn so kann keine Bewerbung individuell aufs Unternehmen abgestimmt werden und wird schnell als beliebig wahrgenommen. Lieber gezielt bewerben auf wirklich passende Positionen. Und wenn Sie viele Einladungen erhalten, dann aber kein Vertragsangebot, sollten Sie an Ihrem Auftritt feilen.

Coaching zu Karriere und Bewerbung per Webinar

Donnerstag, 5. April 2012

Webinare sind in, auch im Zusammenhang mit den Themen Bewerbung und Karriere. Die Vorteile sind klar: Man lernt dazu, muss sich nicht vom heimischen Rechner wegbewegen und oft finden Webinare in den frühen Abendstunden statt, damit Studenten und Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, teilzunehmen . Man meldet sich einfach an. Wem das Thema dann doch nicht zusagt, kann sich jederzeit ausklinken . Ein weiterer Vorteil: Man bleibt den anderen Teilnehmern gegenüber anonym. Oft genügt zur Anmeldung nur die Angabe der Emailadresse. Noch etwas vergessen? Ach ja, in den meisten Fällen ist die Teilnahme an einem Webinar kostenlos, denn das Webinar als solches ist ein beliebtes Marketing-Tool geworden. Kein schlechtes, wie ich meine, denn für die Teilnehmer überwiegen die Vorteile. Als Teilnehmer benötigt man einen ganz normalen Computer ohne technischen Schnickschnack. Wichtig ist ein qualitativ hochwertiger Kopfhörer, eine Webcam ist kein Muss. Ich finde allerdings, dass die Qualität von Webinaren mit der Teilnehmerzahl steht und fällt. Oft wird es chaotisch und ein wenig unübersichtlich, wenn ein Webinar eine hohe Teilnehmerzahl hat.

Melanie Vogel, die Initiatorin des Messe/Kongresses Women & Work bietet auch im April spannende Webinare zu Karriere- und Bewerbungsthemen an.

Your international CV
Montag, 23. April | 18 – 19 Uhr
After having seen thousands of CVs of graduates and young professionals, we have collected some points which we feel might be helpful to candidates who are not very experienced in writing a CV, especially for international applications. CV writing is not an exact science, however, there are things which you should pay attention to. Often your CV is the precursor to an interview – this presentation will show to you what to focus on.

Erfolgreich bewerben ist (k)eine Kunst
Dienstag, 24. April | 18-19 Uhr
Eine ansprechende Bewerbung öffnet die Türen in das Personalbüro des Wunscharbeitgebers und ist ein wichtiger Schritt in den Berufsstart. Was aber gehört alles in eine Bewerbung und wie kann ich mit meiner Bewerbung aus der Vielzahl der Mitbewerber herausstechen?
Ziel des Webinars ist es, die Teilnehmer gezielt auf die Anforderungen des
Bewerbungsprozesses vorzubereiten. Jeder Teilnehmer lernt, eine inhaltlich und formal ansprechende Bewerbung zu erstellen.

Woran erkennt man einen attraktiven Arbeitgeber?
Mittwoch, 25. April | 18-19 Uhr
Arbeitgeber-Rankings gibt es wie Sand am Meer, doch so wirklich richtig schlau wird man aus vielen nicht, zudem auch nicht alle Unternehmen in diesen Rankings gelistet werden, sondern immer nur “die üblichen Verdächtigen”. Woran also erkennt man einen attraktiven Arbeitgeber? Wie kann man sich als Bewerber sicher sein, den für sich optimalen Arbeitgeber gefunden zu haben? Das Webinar hilft, Antworten zu finden.

Work-Life-Balance: Karriere leben!
Donnerstag, 26. April | 18-19 Uhr
In unserer schnellebigen, technologiesierten Welt, sind Geld und Karriere für viele nicht mehr oberstes Ziel ihres Berufslebens. Der Wunsch nach Work-Life-Balance, ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Privatleben, rückt zunehmend in den Fokus. Das Webinar gibt einen Einblick in das Thema “Work-Life-Balance” und hilft Strukturen zu schaffen, um Karriere leben zu können.

Karrierefaktor Networking
Freitag, 27. April | 18-19 Uhr
Networking ist eine ganz besondere Art, systematisch Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen, sie lebendig zu halten und Beziehungen im persönlichen und/oder beruflichen Alltag zu pflegen. Basis des Networking ist der direkte Austausch und der persönliche Kontakt mit Menschen, die einem beruflich neue Impulse geben können oder die eigenen Interessen teilen. Das Webinar setzt sich zum Ziel, den Teilnehmern die wichtigsten Networking-Techniken zu vermitteln.

Über Kommentare, was Ihr von Webinaren haltet freue ich mich!

Lebenslauf 2.0 – oder wie sieht der CV der Zukunft aus?

Sonntag, 25. März 2012

Kann man alle wichtigen Informationen für den Lebenslauf auf einer Seite übersichtlich und zeitgemäß darstellen, wenn man weder besonders kreativ ist noch mit Grafik-Programmen umgehen kann? Man kann. Karriere-Beraterin Svenja Hofert hat einen Lebenslauf im Web 2.0-Stil erdacht, der sich sehen lassen kann.  Mir gefällt er sehr gut, weil er übersichtlich ist, ins Web 2.0-Zeitalter passt und Inhalte gut visualisiert.  Svenja Hofert vier unterschiedlich gestaltete CVs zum Download im Fanbereich ihrer Facebook-Seite an.  Wer eine der Vorlagen benutzen möchte, muss das Copyright beachten. Außerdem ruft Svenja Hofert dazu auf, weitere kreative Lebenslaufmuster einzureichen, die sie dann mit Einverständnis der Verfasser in ihrem Blog vorstellen möchte.

Wie sich das Thema Online-Bewerbung entwickelt, bleibt spannend und geht sicherlich genauso schnell wie die Entwicklung von XING, Facebook und Co. Wahrscheinlich wird der Lebenslauf in nicht allzu ferner Zukunft die QR-Codes der Webprofile  des Bewerbers beinhalten. Oder man schickt dem Personaler einfach eine App, sollte das App-Programmieren irgendwann günstiger werden. Ob Personaler sich dann mehr Zeit nehmen als durchschnittlich drei Minuten pro Bewerbung?

Einstiegsgehälter für Absolventen: Wunsch und Wirklichkeit klaffen oft auseinander

Montag, 12. März 2012

Viele Absolventen erwarten einiges mehr an Gehalt im ersten Job nach dem Studium als Arbeitgeber zahlen wollen. Das ergibt eine aktuelle Umfrage unter 13.000 Personen zwischen 25 und 28 Jahren der PersonalMarkt Services GmbH, dem Betreiber des Gehaltportals  www.gehalt.de.  Besonders falsch mit ihren Einschätzungen liegen Architekten, Gesellschafts- und Sozialwissenschaftler sowie Sprach- und Kulturwissenschaftler. Sie erwartet höhere Gehälter als sie zu erwarten haben. In umgekehrter Richtung verschätzen sich Naturwissenschaftler, Juristen und Wirtschaftsingenieure. Sie rechnen damit, weniger zu verdienen, als Arbeitgeber ihnen  tatsächlich anbieten.  Wirtschaftsinformatiker schätzen ihr Gehalt laut Befragung am realistischsten ein.

Wer sich gerade im Bewerbungsprozess befindet, sollte sich gut über seinen Marktwert informieren, bevor er mit unrealistischen Gehaltsvorstellungen ins Rennen geht.  Wer nach oben voll daneben liegt mit seinen Gehaltsforderungen kommt nicht weiter. Wer zu tief stapelt bekommt seinen eigentlichen Marktwert in Euro und Cent vermutlich erst nach einigen Jahren  Berufserfahrung gezahlt, da sich diese Gehaltslücke aufgrund eines zu niedrigen Startgehalts nicht so schnell schließen lässt.  Neben einem kostenlosen Schnelltest gehalt.de lohnt sich ein Blick auf www.alma-mater.de. Dort ist zurzeit noch die aktuelle Unternehmensbefragung 2011 online, aber die aktuelle Auswertung von 2012 dürfte sehr bald erscheinen.

Natürlich können Umfragen und Schnelltest nur Richtwerte geben. Denn es gibt neben großen Unterschieden der Gehälter je nach Region auch Unterschiede, die von der Größe des Unternehmens und der Branche abhängen.

Der erste Karriere-Ratgeber für Professionals ist da: Jobguide Professional

Samstag, 11. Februar 2012

Der Jobguide Professional ist der erste unabhängige Marktüberblick speziell für Führungskräfte, Experten, Projekt- und Vertriebsmanager zur gezielten Karriere- und Laufbahnplanung. Ab sofort ist die neue Publikation des Düsseldorfer Wirtschaftsverlags matchboxmedia im Buchhandel und auf www.jobguide.de erhältlich. Den Karriere-Guide gibt es als Printausgabe und als kostenloses eBook.

Wirtschaftsjournalisten stellen in – nach Branchen sortierten – Porträts Arbeitgeber vor: von der Struktur des Unternehmens über dessen Marktbedeutung bis zu Karrierechancen für Professionals, Personalentwicklungsmodellen und Sozialleistungen. Der Leser erhält relevante Informationen, in welchen Bereichen Stellen zu vergeben sind und welche Anforderungen Bewerber erfüllen müssen. Im Rahmenprogramm des Jobguide Professional geht es ebenfalls vor allem um Themen, die für erfahrene Berufstätige interessant sind: Karriereplanung, Gehälter, Double Career Couples, Laufbahnmodelle, ausgewählte Personal- und Karriereberater und viele weitere spannende Infos.

Kostenloser Download: http://www.jobguide.de

Weniger als fünf Minuten pro Bewerbung – schade für Bewerber und Recruiter

Sonntag, 29. Januar 2012

Eine aussagekräftige und erfolgversprechende Bewerbung zu erstellen dauert seine Zeit. Besonders, wenn man sich nach Ende des Studiums um den ersten Job als Hochschulabsolvent bewirbt, schreibt man jede Menge Bewerbungen und bekommt oft nur wenige Einladungen. Da wird das Bewerbungsmarathon zeitweise zum  Vollzeitjob.Brickwedde

Egal welchen  Bewerbungs-Ratgeber man sich zu Gemüte führt: Eins fordern alle gemeinsam: Jedes Anschreiben soll individuell erstellt werden. Copy and paste der gleichen Bewerbungsunterlagen kann nicht der Türöffner für ein Bewerbungsgespräch sein. Als Hintergrundwissen für die Erstellung des Motivationsschreibens und den Lebenslauf ist auch die Informationsbeschaffung über den potenziellen Arbeitgeber ein echter Zeitfresser. Denn: Wer viel über das Unternehmen weiß, bei dem er sich bewirbt, kann im Anschreiben Beispiele aufführen, warum er der Richtige ist. Langen Textens kurzer Sinn: Es ist arbeitsaufwändig die Bewerbungsunterlagen so zu formulieren, dass der Recruiter nicht nur gedanklich die Anforderungen des Stellenprofils  beim Lesen abhakt, sondern den Bewerber kennenlernen möchte.

Schaut man sich allerdings die Ergebnisse der permanenten Umfrage von Institute for Competitive Recruiting (ICR) an, die besagen, dass Personaler je nach Unternehmensgröße und Branche pro Bewerbung nur wenige Minuten Zeit nehmen,  führt das zu berechtigtem Frust. Wozu das ganze Theater, wenn kein Recruiter sich CV und Anschreiben gründlich anschaut? „Es ist wie beim Kochen“, sagt Wolfgang Brickwedde, Geschäftsführer vom  ICR- „ Die Zeit, die Bewerber in die Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen stecken, steht in keinem Verhältnis zu den von den Recruitern bei den potentiellen Arbeitgeber aufgewandten Zeit für die Durchsicht der Bewerbungsunterlagen.“

Die traurige Bilanz: Die Mehrzahl der Recruiter braucht zum Durchsehen von Bewerbungen weniger als fünf Minuten. Weniger als fünf Prozent nehmen sich mehr als 15 Minuten Zeit und ein Drittel der Personaler schaffen die Durchsicht von Bewerbungsunterlagen in weniger als drei Minuten. Dieses Verhalten steht in krassem Gegensatz zu den von Personalern genannten größten Herausforderungen in ihrem Job: Gute Bewerber zu finden und offene Stellen schnell besetzten.

Was ist die Konsequenz für Bewerber? Wer auf Jobsuche ist, muss sich wohl oder übel bewerben. Noch mehr auf Bewerbungen über Social Media Kanäle setzen ,ist eine Möglichkeit. Denn sucht der Personaler aktiv über Facebook, Twitter und XING, ist er der Aktive und vielleicht interessierter daran, sich mit Bewerbern, die auf seine Aktivitäten reagieren, Kontakt aufzunehmen. Was meint Ihr dazu? Wer hat gute Erfahrungen mit Bewerbungen der etwas anderen Art gemacht?

Das geht gar nicht: No-Gos im Bewerbungsschreiben

Freitag, 20. Januar 2012

Das Anschreiben, auch Motivationsschreiben genannt, soll genau das transportieren: MOTIVATION. Außerdem sollte die Antworten auf folgende Fragen des Personalers beantworten:

- Warum passt dieser Bewerber besonders gut zur Stelle?
- Welche fachlichen Qualifikationen bringt er für die Position mit?
- Welche Erfahrungen aus Praktika oder früheren Jobs qualifizieren ihn für die Stelle?
- Was sind seine Alleinstellungsmerkmale gegenüber Mitbewerbern?

Demzufolge sind schwammige und austauschbare Formulierungen, die keine klaren beruflichen Ziele des Bewerbers zum Ausdruck bringen und Formulierungen im Konjunktiv, die auf Unsicherheit schließen lassen, absolut fehl am Platz. Hier einige weitere No-Gos für das Bewerbungsschreiben:

Betreff
Es ist gut möglich, dass der potenzielle Arbeitgeber mehr als ein Stellenangebot veröffentlicht hat. Daher in der Betreffzeile immer die Position angeben; falsl das Jobangebot numeriert ist,  auch die Nummer angeben, etwa so: „Bewerbung als Entwicklungsingenieur“ Auch bei einer Initiativbewerbung gibt es einen Betreff!

Quelle der Stellenanzeige
Wo hast Du die offene Stelle gefunden oder wie bist Du – im Falle einer Initiativbewerbung auf das Unternehmen aufmerksam geworden? Jeder Personaler muss intern rechtfertigen, wofür er das Recruiting-Budget ausgibt und über welche Kanäle er die meisten Bewerbungen generiert. Fütterst Du ihn im ersten Satz Deines Motivationsanschreibens mit dieser Information, ist er positiv gestimmt.

Anrede
Mit „Sehr geehrte Damen und Herren“, kann kein Anschreiben beginnen, das der Selbstvermarktung dient. Da es sich um eine Bewerbung auf eine konkrete Stelle bei einem bestimmten Unternehmen handelt, muss ein Ansprechpartner recherchiert und angeschrieben werden. Findet man diesen nicht auf der Karriere-Website des Unternehmens – was leider noch immer vorkommt –  steht ein Anruf in der Personalabteilung an und fragt nach dem Ansprechpartner für die Bewerbungsunterlagen. Nicht abwimmeln lassen! Schließlich legt der Bewerber alle persönlichen Karten auf den Tisch. Daher hat er auch das Recht, seine persönlichen Unterlagen an eine benannte Person zu schicken.

 

Würde, hätte, sollte – klingt nach bitte,bitte
Du willst, bist für die Stelle der ideale Bewerber und freust Dich über einen Einladung! Du bist auch kein Bittsteller, sondern eine hoch qualifizierte und bestens ausgebildete Arbeitskraft für das Unternehmen, bei dem Du Dich bewirbst. Also keine falsche Bescheidenheit! Der Konjunktiv vermittelt Unsicherheit und Unwahrscheinlichkeit. Wenn Du im Anschreiben überzeugend dargelegt hast, warum Du zum Arbeitgeber und auf das Stellenprofil passt, willst Du eingeladen werden. Also etwa so formulieren: „Über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.“

Softskills
Die erforderlichen Softskills für eine Stelle, stehen in der Stellenanzeige (schau Dir mal Stellenanzeigen auf JOBSUMA an) nach der erforderlichen Ausbildung. Dazu gehören Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft u.v. m. Mit schwammigen Aussagen wie: „Ich bin überaus engagiert, ein echter Teamplayer und eigne mich auch für einen Auslandseinsatz aufgrund meiner interkulturellen Kompetenzen“, führt nicht zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das sind leere Worthülsen. Mag sein, dass Du all diese wunderbaren Eigenschaften hast. Aber Personaler will Beweise. Überlege also, mit welchen Beispielen aus dem Studium, Deiner Berufsausbildung, einem Praktikum oder einem Job als Werkstudent, Du die geforderten Softskills beschreiben kannst.

Als Tipp zum Schluss: Jeder Personaler ist dankbar für  die Angabe konkreter Gehaltsvorstellungen und den nächst möglichen Eintrittstermin des Kandidaten. Das spart Zeit und erübrigt Nachfragen, wenn er sich für ein bestimmtes Kandidaten-Profil interessiert.

Master-Studium – Kür oder Pflicht für gute Jobperspektiven?

Mittwoch, 30. November 2011

Allein in diesem Monat gab es vier Mastermessen in Deutschland. Tausende von Bachelor-Absolventen und –Studenten strömten auf die Master and More-Messen in Berlin, Münster und Stuttgart, wo sich deutsche und internationale Hochschulen mit ihren Masterprogrammen präsentierten. Insgesamt vier dieser Orientierungsmessen hat der Veranstalter borderconcepts in diesem Jahr organisiert. Allein in diesem Jahr hatten die  Besucher- und Ausstellerzahlen eine stark steigende Tendenz. Für 2012 plant borderconcepts fünf solcher Messen, auf denen sich Interessenten  über ein Masterstudium direkt nach dem Bachelorstudium, über ein Vollzeitprogramm nach einigen Jahren Berufserfahrung  oder einen berufsbegleitendes Master-Studiengang  informieren können.MasterMesseStuttgart_Messehalle_2362x1565.jpg

Fakt ist: Hierzulande gibt es viel zu wenig Masterprogramme. Nur jeder dritte Bewerber bekommt  einen Masterstudienplatz. Während es in Deutschland neben der Knappheit von Studienplätzen oft zusätzlich noch bürokratische Stolpersteine und komplizierte Bewerbungsverfahren gibt, werben private und staatliche Hochschulen aus dem europäischen Ausland um Masterstudenten aus Deutschland und stehen den Messebesuchern von Mastermessen Rede und Antwort.  Nur um die 20 Prozent der ausstellenden Schulen der Master and More-Messen in diesem Jahr kamen aus Deutschland. Die  Messebesucher konnten spüren,  dass sich die ausstellenden  Hochschulen als Dienstleister für Bildung verstehen und  sich mit professionellem Marketing um Studenten bemühen und sich an ihrem Erfolg messen lassen wollen. Denn ihre Bemühungen gelten nicht nur dann, wenn sie Studenten überzeugen wollen, an ihrer Hochschule zu studieren, sondern auch dann, wenn aus Studenten Absolventen geworden sind. Ein professioneller Career Service kümmert sich bei nahezu allen ausländischen Hochschulen um intensive Kontakte zu Arbeitgebern und macht die Vermittlungsquote ihrer Absolventen transparent.

Warum ist Deutschland eigentlich  immer das Schlusslicht? Unsere europäischen Nachbarstaaten leiden genau so am Führungskräftemangel und am demographischen Wandel. Der Unterschied ist allerdings, dass sie nicht jammern, sondern rechtzeitig agieren. Denn die Hoffnung, dass ein Teil der ausländischen Studenten nach dem Masterabschluss im jeweiligen Land bleibt ist durchaus berechtigt.

Wer sich über in- und ausländische Master-Studiengänge informieren möchte, findet auf der www.masterandmore.de fast 7700 Masterstudiengänge im In- und Ausland.

Bewerben heißt sich selbst vermarkten

Montag, 21. November 2011
Das gilt für alle Bewerber. Frauen sollten sich das aber besonders bewusst machen, da sie noch immer zu bescheiden daher kommen. Daher bietet Melanie Vogel, Initiatorin des Messe-Kongresses Women & Work ein Webinar zum Thema morgen, am 22. November von 18 – 19 Uhr an Selbstmarketing  im Bewerbungsprozess an.
Weitere Eckdaten:
  • Kosten: EUR 12,50 (Nach Anmeldung Erhalt einer Rechnung. Nach Überweisung des Teilnahmebetrags erhalten die Teilnehmerinnen den Link zum Webinar)
  • Anmeldung: per eMail an info@agenturohnenamen.de  mit Nennung von Name, Mailadresse und Alias
  • Trainerin: Melanie Vogel