Archiv für die Kategorie „Kredite, Studienfond & Co.“

Deutschlandstipendium mangelt es an Stipendiaten

Sonntag, 1. Juli 2012

Seit dem Sommersemester 2011 gibt es das Deutschlandstipendium. Gedacht war es als Begabten-förderungsprogramm, das teil vom Bund und teils von der deutschen Wirtschaft finanziert wird. Es sollte besonders Studenten das Studium durch monatlich 300 Euro erleichertn, die keine betuchten Eltern  haben. Ihnen sollte ermöglicht werden, ihr Studium zügig durchzuziehen und nicht übermäßig viel jobben zu müssen. Deutsche Hochschulen haben für das Programm 3,4 Millionen Euro einwerben können. Obwohl im ersten Jahr mehr als 150.000 Studenten vom Deutschlandstipendium profitieren sollten, waren es bis Mai 2012 lediglich 5.400. Laut Statistischem Bundesamt sind 47 Prozent der Geförderten Frauen und nur sieben Prozent  Ausländer.  Bereits im ersten Jahr sollen nach Aussage der SPD, die das Programm als Flop bezeichnet, sieben Millionen im Bundeshaushalt bewilligte Mittel zum Jahresende 2011 verfallen sein. Schade!

Kritikern stößt allerdings unangenehm auf, dass bisher an erster Stelle hauptsächlich Studenten der Ingenieurswissenschaften (27 Prozent), an zweiter Stelle Studenten der Fächer Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften (27 Prozent) und an dritter Stelle Studenten der Mathematik und der  Naturwissenschaften (23 Prozent) gefördert werden. Erstaunlich, dass der größte Teil der Geförderten aus Studenten besteht, die von Arbeitgebern händeringend gesucht werden, um den Fachkräftemangel zumindest ansatzweise  in den Griff zu bekommen.

Ran an den Speck
Grundsätzlich kann sich jeder Student bewerben, egal welches Fach er studiert. An Bürokratie mangelt es dem Antragsprozedere beim Deutschlandstipendium natürlich auch nicht; aber BAföG-Empfänger kennen das ja und zwar jedes Jahr aufs Neue.

Anhand folgender Kriterien könnt Ihr überprüfen, ob sich die Mühe für Euch lohnt:
* Erkundigt Euch an Eurer Hochschule, ob sie am Deutschlandstipendium teilnimmt. Mehr als drei Viertel aller staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen nehmen teil!

* An jeder Hochschule gibt es Vorgaben für die Ausschreibungen. Auf der Website Eurer Hochschule findet Ihr die Ansprechpartner für das Deutschlandstipendium. Über die Vergabe entscheidet eine Kommission an der jeweiligen Hochschule.

* Die Förderung von 300 Euro monatlich dauert mindestens zwei Semester und maximal für die Regelstudienzeit.

* Für die Vergabe sind Studienleistungen ausschlaggebend. Auch Abiturnoten gelten als Kriterium, um über die Begabung des Bewerbers und der Bewerberin zu entscheiden. Aber auch andere Kriterien wie soziales Engagement, die Pflege von Angehörigen oder das Arbeiten im elterlichen Betrieb fließen ein

* Das Deutschlandstipendium wird nicht auf andere Sozialleistungen und das BAföG angerechnet. Bei Empfängern von Wohngeld, fließt das Stipendium mit 150 Euro in die Berechnung für das Wohngeld ein. Die Förderung muss nicht zurückgezahlt werden und wird nicht auf das steuer- und sozialpflichtige Einkommen angerechnet. Die Unterhaltspflicht der Eltern wird allerdings um den Stipendiumsbetrag minimiert.

* Das Deutschlandstipendium wird während eines Auslandssemesters weitergezahlt; auch wenn man Förderung aus dem Erasmusprogramm erhält oder einen Mobilitätszuschuss vom DAAD.  Das gleiche gilt für ein Praktikum, dass im jeweiligen Studiengang Pflicht ist. Lässt man sich allerdings ein Semester beurlauben, um ein freiwilliges Praktikum zu machen, wird das Stipendium unterbrochen.

Weitere Informationen findet Ihr unter: http://www.deutschland-stipendium.de

Bewerbung 2012: Experten bewerten Bewerbungs-Trends

Montag, 16. April 2012

Setzen sich anonymisierte Bewerbungen durch, erregen Bewerber positive Aufmerksamkeit mit Bewerbungsvideos und suchen Personaler wirklich häufig nach Informationen über Bewerber in sozialen Netzwerken? Der Studienfinanzierer Deutsche-Bildung befragte mehr als 100 Recruiting-Experten und Personaler nach ihrer Einschätzung der Recruiting-Trends 2012.  

Soziale Netzwerke haben das Kommunikationsverhalten grundlegend verändert. Auch bei der Suche nach neuen Mitarbeitern nutzen Arbeitgeber zunehmend die interaktiven Möglichkeiten des Web 2.0. Aber wie nutzen Profis auf Kandidatensuche soziale Netzwerke? Fast die Hälfte nutzt soziale Netzwerke regelmäßig, um sich nach guten Mitarbeitern umzuschauen. Die Karriereplattform XING steht dabei ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Weniger als ein Viertel behauptet, solche Seiten gar nicht zu nutzen.

Videos stoßen auf verhaltene Akzeptanz

Bewerbungs-Videos haben sich noch nicht durchgesetzt aber fast 15 Prozent der Personal-Experten finden sie immerhin  gut, während 30 Prozent sich unschlüssig sind. Für die meisten Branchen scheinen sie eher nicht in Frage zu kommen.  Die freien Kommentare der Umfrageteilnehmer deuten darauf hin, dass Videos vor allem in der Kreativszene ein angemessenes Bewerbungs-Tool sind. Auch die Meinung zu Bewerbungs-Homepages ist durchwachsen. Die Hälfte möchte sich damit nicht befassen, viele sind unschlüssig. Bewerbungsflyer hingegen ersetzten nicht die vollständige und aussagekräftige Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf, werden aber als „Bewerbungs-Visitenkarte“  für Recruiting-Messen und Firmenkontaktgespräche positiv bewertet.

Telefoninterviews sind auf dem Vormarsch. Über die Hälfte der befragten Personen nutzen dieses Instrument, um sich einen ersten persönlichen Eindruck von Kandidaten zu verschaffen, die aufgrund ihrer Bewerbungsunterlagen geeignet zu sein scheinen.  Online-Assessment-Center hingegen werden sehr selten zur Vorauswahl von Bewerbern eingesetzt.

Dass die klassische Bewerbung nach wie sehr beliebt ist, zeigt sich in der kompletten Umfrage. Lediglich die Versandart wandelt sich: Die postalische Bewerbung ist vom Aussterben bedroht. Die meisten Personaler möchten die Dokumente – wenn auch mit allen klassischen Elementen – online erhalten. Auf Arbeitszeugnisse legen deutsche Personaler übrigens nach wie vor sehr viel Wert. Doch auch die im angloamerikanischen Raum sehr verbreiteten Referenzen gewinnen an Akzeptanz.

Absage für den Europass

Hast Du schon mal einen  standardisierten Europass-Lebenslauf gesehen? Er gibt ein nicht besonders schönes Format vor, das international sein soll. Von diesem Formular ist abzuraten, da sie wenig Spielraum für individuelle Akzente lässt und von den meisten Experten nicht geschätzt wird. Fast 60 Prozent der Befragten sind gegen den Europass, nur knapp 20 Prozent sprechen sich klar dafür aus.

 

Wie steht es mit der anonymen Bewerbung?

Durch ein aktuelles Pilotprojekt der DGB (Dachverband der Gewerkschaften), an dem sich mehrere große Unternehmen beteiligen, sind anonyme Bewerbungen im Gespräch. Sie sollen die Chancengleichheit für Migranten, Frauen, ältere oder weniger fotogene Bewerber erhöhen. In der Praxis werden sie laut Umfrage von Deutsche-Bildung aber mit Skepsis betrachtet. Zwar würden anonyme Bewerbungen den Blick auf die Qualifikation lenken und machen die Kandidaten objektiv vergleichbar. Dies geht allerdings eindeutig zu Lasten der   Individualität der Bewerbungen und Bewerber haben keine Möglichkeit mehr, die Bewerbung als Selbstvermarkungs-Instrument zu nuten, indem sie  etwa Alleinstellungsmerkmale gegenüber Mitbewerbern hervorheben können. Mit fast 80 Prozent spricht sich der Großteil der Befragten weiterhin für ein Foto aus. 68 Prozent wollen auch die Nationalität erfahren. Lediglich die Konfession, die früher oft noch in den Lebenslauf mit aufgenommen wurde, interessiert heute nur noch knapp fünf Prozent der Befragten. In den freien Kommentaren der Umfrage äußern die Teilnehmer Bedenken, ob sich die persönlichen Informationen wie Alter und Herkunftsland  nicht ohnehin aus den chronologischen Daten im Europa-Lebenslauf ableiten lassen oder spätestens im Vorstellungsgespräch zum Tragen kommen.

Studenten 2011: ihre Wünsche, ihre finanzielle Situation, Ihre Prioritäten

Dienstag, 27. Dezember 2011

Was Studenten hierzulande bewegt, wollte der Studienförderer Deutsche Bildung auch in diesem Jahr wieder wissen. An der Umfrage Campus Barometer 2011 nahmen 3.510 Studenten verschiedener Studienfächer und Hochschulen aus ganz Deutschland teil.

Studenten wissen ganz genau, was zufkünftige Arbeitgeber von ihnen erwarten. Sie sind sich bewusst darüber, wie wichtig Schlüsselkompetenzen, Praktika und zunehmend auch internationale Erfahrungen sind. Zu einem relativ hohen Anteil sind sie außeruniversitär engagiert oder zeigen Interesse, sich außerhalb der Hochschule zu engagieren. In der Realität überwiegt aber der Druck, den Anforderungen des Studiums zu entsprechen. Oft sind Studenten fokussiert darauf, ihr Studium so schnell und reibungslos wie möglich zu beenden.

Viele würden gerne weniger jobben
Die Nebenjobsituation ist fast genauso wie im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Studenten arbeitet neben dem Studium, davon 40 Prozent in fachfremden Nebenjobs, die ausschließlich dazu dienen, das Studium teilweise zu finanzieren, aber nichts mit dem zukünftigen Berufsziel zu tun haben.  Das finanzielle Budget ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken. Jobbende Studenten verdienen durchschnittlich 314 Euro pro Monat (Master: 362 Euro) durch Nebenjobs und arbeiten 11 Stunden pro Woche. Der Hälfte von ihnen sind das zu viele Stunden. 17 Prozent würden grundsätzlich gerne weniger arbeiten. Ein Drittel der Befragten würden am liebsten garnicht jobben, sondern sich auf ihr Studium   konzentrierenStudentenbarometern.

Zu wenig Zeit für ehrenamtliches Engagement
Dass der Druck im Studium groß ist, belegen auch die Ergebnisse zum außeruniversitären Engagement. Zeit- und Geldmangel sind die häufigsten Gründe für Studenten, sich nicht ehrenamtlich zu engagieren. Der Wunsch, den Stundenplänen zu entsprechen, ist stark ausgeprägt, was sich in der mangelnden Bereitschaft ausdrückt, zu Gunsten eines ehrenamtlichen Engagements länger zu studieren.

Nur wenige können sich Auslandsaufenthalte leisten
Ein ähnliches Bild ergibt sich in Sachen Auslandserfahrung. Studenten sind sich zwar bewusst über die Wichtigkeit von Auslandserfahrungen während des Studiums,  gehen aber auffallend selten ins Ausland. Die Bemühungen der Studienreform scheinen hier ins Gegenteil des Gewollten umzuschlagen. Hier spielt die finanzielle Situation von Studenten eine besonders hohe Rolle. Obwohl viele Studenten Auslandserfahrungen machen wollen,  können dies nur diejenigen realisieren, die das nötige Geld zur Verfügung haben. Wer ins Ausland geht, wird überwiegend von den Eltern unterstützt oder kann auf Ersparnisse zugreifen. Wer diese Finanzierungsquellen nicht hat, schreckt vor einem Auslandsaufenthalt zurück. Daraus kann man schließen, dass die von Arbeitgebern häufig geforderten internationalen Erfahrungen, nur diejenigen machen können, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügen.

Seit 2007 fördert die Deutsche Bildung AG Studenten aller Fachrichtungen mit den Mitteln aus einem Studienfond. Damit verbunden ist für Geförderte die einkommensabhängige Rückzahlung der erhaltenen Studienförderung. Die gesamte Online-Befragung CampusBarometer 2011 steht zum Download auf www.deutsche-bildung.de.

Karrieretypen: Politiker, Strategen oder Macher

Sonntag, 12. Juni 2011

Die Größe eines Unternehmens spielt eine wesentliche Rolle beim Jobeinstieg und der Karriereplanung. Viele Absolventen träumen fast automatisch von einer Karriere im Großkonzern. Warum ist das eigentlich so? Und welche persönlichen Eigenschaften weisen darauf hin, für welches Arbeitsumfeld ein Absolvent tatsächlich geeignet ist? Deutsche Bildung sprach haben mit der Karriere-Journalistin Annette Eicker. Sie ist Herausgeberin der Jobguides und war lange Zeit Chefredakteurin der Zeitschrift „Junge Karriere“. Im Interview hat sie uns erklärt, was die Karriere im Großkonzern von anderen Wegen unterscheidet.

Hochschulabsolventen haben derzeit sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und viele träumen von der Karriere im namhaften Großunternehmen. Warum ist das eigentlich so? Das haben wir Annette Eicker gefragt, Geschäftsführerin von matchboxmedia und Herausgeberin der Jobguides für Hochschulabsolventen. Ein Einstieg im Großunternehmen habe viele Vorteile, sagt sie. Die Karriere könne da zumeist auf beschriebenen Pfaden verfolgt werden. Zudem bieten große Unternehmen jede Menge Personalentwicklungsprogramme mit vielen Weiterbildungsmöglichkeiten und die Chance, ins Ausland zu gehen. Absolventen können sich dort horizontal verändern, in andere Konzerngesellschaften, Geschäftsbereiche und Funktionen hinein oder in der Hierarchie nach oben klettern. Ob das allerdings die primären Motive für die große Beliebtheit der Konzerne bei Absolventen sind? Daran zweifelt Annette Eicker und sieht psychologische Gründe im Vordergrund: „Namhafte Unternehmen tun dem eigenen Ego gut“. Der Mensch hänge sich nun mal gerne an etwas Großes dran, schmücke sich mit einer großen, jedem bekannten Marke. Sie selbst habe schon junge Berufseinsteiger aus Großkonzernen kennen gelernt, die schon nach kurzer Zeit einen Habitus entwickelten, der aufgeladen ist von der Marke des Konzerns, für den sie arbeiten. Populäre Marken polieren eben auch das eigene Image.

Kleines Rad im großen Getriebe
Dabei hat der Einstieg im Konzern auch Nachteile: Schnell stellt sich das Gefühl ein, ein kleines Rad im großen Getriebe zu sein, denn in großen Unternehmen sind immer viele Köche beteiligt und die Entscheidungswege lang. Selten können hier Ideen sofort umgesetzt werden, da es immer gelte, einen großen Apparat in Bewegung zu setzen und sich mit vielen Parteien abzustimmen. Hierbei kann schnell das Gefühl auf der Strecke bleiben, selbst etwas auf die Beine gestellt zu haben. Und: „Wer in einem Konzern reüssieren will, muss sehr politisch agieren, muss also Netzwerke nutzen und Mehrheiten organisieren, anstatt sich allein auf Sachfragen zu konzentrieren.“ Das sei nicht per se ein Nachteil, aber wer kein Talent zum politischen Agieren habe, werde sich in einem Konzern schwertun.

Politiker oder Macher?
Anders im Mittelstand. Hier sei eher eine Machermentalität gefragt und der Abstimmungsbedarf wegen flacherer Hierarchien geringer. „Im kleineren Unternehmen hat man eher die Möglichkeit, Aufgaben ganzheitlich anzugehen und Strategien selbst zu entwickeln“, sagt Eicker. Ein wichtiges Merkmal von mittelständischen Unternehmen sei ihr langfristiges Denken: Wenn sie nicht börsennotiert sind, komme es weniger auf Quartalsergebnisse und schnelle Performance-Optimierung an als auf langfristige Erfolge. Das führe auch zu einer stabileren Personalpolitik und dazu, dass in Krisensituationen nicht gleich hektisch Mitarbeiter auf die Straße geschickt werden. Ein klarer Vorteil für Absolventen, die auf Sicherheit viel Wert legen.

Alternative Selbstständigkeit?
Keine Lust auf Unternehmenspolitik, Abstimmungsbedarf oder Hierarchien? Eine Alternative kann die Selbstständigkeit sein. Eine echte Option sei das aber für die allerwenigsten Absolventen, lautet Eickers Einschätzung. Sie rät davon ab, direkt nach dem Studium schon den Weg der Selbstständigkeit einzuschlagen. Warum? „Man sollte den Unterschied zwischen Theorie und Praxis schon einmal selbst erfahren haben“. Für eine erfolgreiche Gründung seien außerdem gute Netzwerke elementar. Sie lassen sich am einfachsten in renommierten Unternehmen knüpfen, sodass der Selbstständigkeit eine Phase als angestellter Mitarbeiter vorausgehen sollte. Auch sei für Unternehmer Erfahrung mit Budget- und Personalverantwortung enorm wichtig. Eine verantwortungsvolle Position in einem Unternehmen sei als Vorbereitung daher sehr hilfreich. Dennoch gebe es Menschen, die für eine Selbstständigkeit geradezu prädestiniert seien. Ein hohes Maß an Risikofreude und die Fähigkeit, auch mit Misserfolgen pragmatisch und nicht zu emotional umzugehen, zeichne die Gründernatur aus. „Man gewinnt und verliert. Und damit muss man leben können“, sagt Eicker. Hier kann es ganz entscheidend sein, mit welcher Prägung man aufgewachsen ist.
Startup: Für die einen reizvoll, für die anderen der Horror
Ähnliches gelte für einen Einstieg in einem Startup-Unternehmen. „Für ein Startup zu arbeiten, birgt ein höheres Risiko als bei einem etablierten Unternehmen. Für die einen kann gerade das reizvoll sein, für die anderen ist es der Horror“. In Startup-Unternehmen müssen Absolventen damit klar kommen, dass die Strukturen noch nicht festgezurrt sind. Dadurch entstehen Handlungsspielräume, die man zu nutzen wissen muss: „Wo ein Vakuum ist, da kann man sich breit machen und eigene Projekte vorantreiben.“

Und was ist mit der Work-Life-Balance? Hier sieht Annette Eicker von Jobguide keinen Unterschied. Eine erfolgreiche Karriere sieht sie in allen Unternehmensformen mit gewissen Abstrichen für das Privatleben verbunden.

Weitere Themen rund um Bewerbung und Jobeinstieg und in erster Linie Unterstützung bei der Finanzierung beim Studium durch die Studienförderung der Deutschen Bildung gibt es unter:  www.deutsche-bildung.de

Studenten aufgepasst! Mitmachen bei der Umfrage CampusBarometer von Deutsche Bildung läuft zum fünften Mal

Samstag, 16. April 2011

 

 

CampusBarometer

Auch in diesem Jahr startet der Studienförderer Deutsche Bildung zum fünften Mal die Umfrage CampusBarometer. Bei der Studenten-Umfrage geht es darum, Transparenz über die Situation von Studenten zu schaffen. Fragen zur Studienfinanzierung, Auslandserfahrung und Praktika, Schlüsselkompetenzen, außeruniversitärem Engagement sowie die Einschätzung der  beruflichen Zukunft bilden den Schwerpunkt.

 

Die Umfrage läuft bis zum 21. Juni 2011. Wer mitmacht hat die Chance auf folgende Gewinne:

 

1. Preis: Apple iPad 2 mit WiFi + 3G 16 GB

2. Preis: Apple iPod Touch 32 GB

3. Preis: Apple iPod Shuffle 4GB

Jetzt mitmachen unter: http://meineumfrage.com/campusbarometer2011

Umfrage zum neuen Deutschlandstipendium

Freitag, 18. Februar 2011

Am 1. Februar startete offiziell das vom Bundesbildungsministerium initiierte Deutschlandstipendium. Ziel ist, mehr Abiturienten als bisher ein Studium zu ermöglichen und Studenten die Studienfinanzierung zu erleichtern. Für das Sommersemester 2011 kann man sich für das Stipendium bewerben. Wie Abiturienten und Studenten zum Deutschlandstipendium stehen, fragt der Stifterverband der Deutschen Wissenschaft in einer kurzen Umfrage ab.Deutschlandstipendium

10.000 begabte und leistungsstarke Studierende in ganz Deutschland sollen bis zum Jahresende  mit monatlich 300 Euro gefördert werden. Die Hälfte davon trägt der Bund, die andere Hälfte wird von Unternehmen gesponsert. Das Deutschlandstipendium wird einkommensunabhängig vergeben und nicht auf das BAföG angerechnet.

Eure Meinung zum Sinn oder Unsinn des Deutschlandstipendiums, könnt Ihr hier loswerden.

Sind deutsche Studenten knapp bei Kasse?

Montag, 13. Dezember 2010

Wie es um ihre finanzielle Situation und ihre Studienfinanzierung bei Studenten in Deutschland steht, hat die Deutsche Bildung 1.576 Studenten im CampusBarometer 2010 befragt. Darüber hinaus fragte der private Studienfinanzierer die Teilnehmer der Online-Umfrage nach deren Einschätzung zur Relevanz von Schlüsselqualifikationen, Auslandsstudium, außeruniversitärem Engagement, Weiterbildung und ihren Zukunftsprognosen. Die Teilnehmer sind durchschnittlich 24 Jahre alt, studieren an einer deutschen Universität und haben einen Abiturdurchschnitt von 2,4. Sie teilen sich ungefähr zu gleichen Teilen in Männer und Frauen auf.

Die Befragten haben ein durchschnittliches, monatliches Budget von 578 Euro zur Verfügung, wovon knapp die Hälfte von weniger leben muss. Auffallend ist hierbei, dass Studenten in Bachelor-Studiengängen weniger Geld zur Verfügung haben als ihre Kommilitonen in traditionellen Diplom- oder Magister-Studiengängen. Eltern und Nebenjobs sind die Hauptquellen der Studienfinanzierung. Ein Viertel der Befragten ist auf weitere Finanzierungsquellen angewiesen. 80 Prozent hätten gerne ein höheres Budget zur Verfügung und wünschen sich durchschnittlich 197 Euro monatlich mehr.  Mit einem zusätzlichen Budget würden sie gerne finanzielle Rücklagen bilden und  Auslandsaufenthalte finanzieren, aber auch einen höheren Lebensstandart finanzieren. Im Großen und Ganzen spiegeln die breit gefächerten Verwendungszwecke eines höheren Budgets die Vielfalt der Werte und Lebenssituationen von Studenten wieder,

31 Prozent glauben, bessere Studienleistungen bringen zu können, wenn sie mehr Geld zur Verfügung hätten und 33 Prozent fühlen sich durch ihren Nebenjob sehr vom Studium abgelenkt. Nebenjobs sind die zweitwichtigste Finanzierungsquelle. Mehr als die Hälfte jobbt neben dem Studium und die Fachbezogenheit des Nebenjobs ist nur für 24 Prozent ausschlaggebend. Der Wunsch nach Unabhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der Eltern ist mit 48 Prozent höher als im Vorjahr (36 Prozent). Wie verwirklichen die Befragten eine zumindest teilweise finanzielle Unabhängigkeit? Während 25 Prozent schon einmal darüber nachgedacht haben, eine zusätzliche privatwirtschaftliche Finanzierung zu beantragen, haben 10 Prozent dies bereits getan. 50 Prozent haben sich für einen KfW-Kredit entschieden. Für eine Studienfinanzierung, die an eine einkommensabhängige Rückzahlung gekoppelt ist wie die Studienförderung der Deutschen Bildung, haben sich 31 Prozent der Befragten entschieden.

Ängste vor Verschuldung wurden als allgemeine Ressentiments gegen eine privatwirtschaftliche Studienfinanzierung festgestellt. Hierbei sind Frauen deutlich ängstlicher als Männer.

Studienförderung für Fortgeschrittene

Montag, 22. November 2010

Wenn Du für die letzten Hürden Deines Studiums noch finanzielle Unterstützung brauchst, dann aufgepasst: Die Deutsche Bildung vergibt bis Anfang 2011 noch mehr als 100 Studienförderungen speziell an Studierende in Master- und MBA-Programmen.

Bewerben können sich alle, die noch zwei bis vier Semester bis zum Studienabschluss benötigen. Bewerbungen von Studenten aller Fachrichtungen sind willkommen.

 

Wie die Studienfinanzierung der Deutschen Bildung funktioniert lest Ihr hier:www.deutsche-bildung.de/studienfoerderung/studienfinanzierung

Bewerben könnt Ihr Euch unter: www.deutsche-bildung.de/studienfoerderung/bewerbung

Voting für Das demokratische Stipendium hat begonnen

Samstag, 11. September 2010

Auch in diesem Jahr vergibt Absolventa e.V.  in Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen, u. a. Allianz, Accenture und Otto Group Das demokratische Stipendium.  Insgesamt stehen 18.750 Euro zur Verfügung.

Mehr als 500 Kandidaten haben sich beworben und stellen sich der demokratischen Abstimmung. Die kreativ gestalteten Bewerbungen reichen von Präsentationen und Filmen bis hin zu Filmen und eigenen Kompositionen.

Jeder Bewerber konnte einen Wunschbetrag nennen und den Bedarf für das Stipendium individuell darstellen.  Die Palette ist vielfältig und oft auch außergewöhnlich: ein neuen Instrument für die Teilnahme an einem Musikwettbewerb , Geld für eine Forschungsreise, Abschlussarbeit und –Prüfung ohne finanziellen Stress erledigen oder eine Kriegsstudie über den Senegal.

Bis Oktober 2010 könnt Ihr unter http://www.stipendium.de/ev/bewerber-2010 voten.

Masterstudiengänge gründlich checken!

Freitag, 6. August 2010

Du hast Deinen Bachelor-Abschluss in der Tasche. Eigentlich ging das viel zu schnell, denn jetzt steht schon die nächste wichtige Entscheidung an: Welches Masterprogramm ist für Dich das richtige? Doch wer hat schon den Durchblick im Dschungel der Master-Studiengänge. Im besten Fall kennt man die Programme der eigenen Hochschule. Inzwischen gibt es einige gute Websites, auf denen man themen-  oder standortspezifisch nach Master-Studiengängen suchen kann.

Wichtig sind darüber hinaus aber eine Reihe von Qualitätskriterien, anhand derer man checken sollte, ob das Masterprogramm, für das man sich entscheidet, auch hält, was es verspricht. Die Deutsche Bildung, der Spezialist für partnerschaftliche Studienförderung, hat eine Master-Checkliste entwickelt, die es Dir einfacher macht, die Qualität von Masterprogrammen zu beurteilen und eine Entscheidung zu fällen, die Du hinterher nicht bereust.

Ist das Masterprogramm qualitätsgeprüft?
Wichtig ist die Akkreditierung des Masterprogramms. Wenn die Akkreditierung vorliegt, kannst Du sicher sein, dass der Studiengang nach europäischen Qualitätsstandards geprüft wurde. Ein weiteres Plus ist, wenn die anbietende Hochschule eine staatliche ist. Das kommt bei zukünftigen Arbeitgebern sehr gut an, weil die Anzahl von neuen privaten Instituten und Akademien, die Masterstudiengänge anbieten nahezu unüberschaubar geworden ist. Gemeint sind damit allerdings nicht die staatlich anerkannten privaten Hochschulen in Deutschland.

Wie sind die Studienbedingungen?
Als nächstes solltest Du die Studienbedingungen genau unter die Lupe nehmen. Dazu zählt in erster Linie das quantitative Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten. Masterprogramme haben oft eine fachliche Vertiefung zum Ziel. Daher ist der Kontakt zu Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern ausgesprochen wichtig. Darüber hinaus trägt die Ausstattung wie die Bibliothek und ausreichende Computer-Arbeitsplätze zum reibungslosen Ablauf des Studiums bei.

Ist das Programm sein Geld wert?
Bei Masterprogrammen im Ausland, aber auch an vielen Hochschulen in Deutschland, fallen Studiengebühren an. Diese sind unterschiedlich hoch und reichen von den „normalen Studiengebühren“, die auch für Bachelor-Studiengänge anfallen bis hin zu fünfstelligen Euro-Beträgen pro Semester.  Rechne die Kosten durch und setze diese ins Verhältnis zur Qualität vergleichbarer Programme. Nicht immer garantieren hohe Gebühren auch ein qualitativ hochwertiges Studium.

Welchen Ruf hat die Hochschule?
Abhängig von Ihren beruflichen Zielen kann auch das Renommee der Hochschule zu Deinem beruflichen Erfolg beitragen. Rankings allein sagen noch nichts über ein gutes Studium aus. Aber es ist unbestritten, dass einige Hochschulen für bestimmte Fachrichtungen einen ausgesprochen guten Ruf genießen, der auch die Entscheidungen von Personalverantwortlichen beeinflusst. Zum Ruf einer Fachrichtung an einer bestimmten Hochschule tragen natürlich auch die  Professoren etwas aus. Unterrichtet im Masterprogramm vielleicht auch eine echte Koryphäe des Fachgebiets?


Hat sich das Programm schon bewährt?

Relevant ist ebenfalls, wie lange ein Masterprogramms schon durchgeführt wird. Ist das Programm ganz neu, muss noch mit Schwächen in der Konzeption gerechnet werden. Besteht das Programm schon seit mehreren Jahren, wurden Schwächen eventuell schon beseitigt und es gibt Erfahrungswerte von Absolventen. Vielleicht haben sich diese schon in einem Alumni-Netzwerk zusammengeschlossen und Du kannst Kontakt zu Absolventen dieses Masterprogramms aufnehmen.

Zulassungsvoraussetzungen genau unter die Lupe nehmen!
Jedes Masterprogramm hat bestimmte Zulassungsvoraussetzungen. Oft können nur Bachelor-Absolventen einer bestimmten Fachrichtung an Masterprogrammen teilnehmen. Wie viele Credits man für ein Masterprogramm nachweisen muss, hängt davon ab, ob man vorher ein dreijähriges oder vierjähriges Bachelorstudium absolviert hat. Wird ein bestimmtes Praktikum als Zulassungsvoraussetzung verlangt und wie sieht das hochschulinterne Auswahlverfahren genau aus?

Wenn Dein Wunsch-Masterprogramm alle Kriterien der Checkliste  erfüllt, kannst Du Dich guten Gewissens dafür bewerben.