Archiv für die Kategorie „Bafög“

Deutschlandstipendium mangelt es an Stipendiaten

Sonntag, 1. Juli 2012

Seit dem Sommersemester 2011 gibt es das Deutschlandstipendium. Gedacht war es als Begabten-förderungsprogramm, das teil vom Bund und teils von der deutschen Wirtschaft finanziert wird. Es sollte besonders Studenten das Studium durch monatlich 300 Euro erleichertn, die keine betuchten Eltern  haben. Ihnen sollte ermöglicht werden, ihr Studium zügig durchzuziehen und nicht übermäßig viel jobben zu müssen. Deutsche Hochschulen haben für das Programm 3,4 Millionen Euro einwerben können. Obwohl im ersten Jahr mehr als 150.000 Studenten vom Deutschlandstipendium profitieren sollten, waren es bis Mai 2012 lediglich 5.400. Laut Statistischem Bundesamt sind 47 Prozent der Geförderten Frauen und nur sieben Prozent  Ausländer.  Bereits im ersten Jahr sollen nach Aussage der SPD, die das Programm als Flop bezeichnet, sieben Millionen im Bundeshaushalt bewilligte Mittel zum Jahresende 2011 verfallen sein. Schade!

Kritikern stößt allerdings unangenehm auf, dass bisher an erster Stelle hauptsächlich Studenten der Ingenieurswissenschaften (27 Prozent), an zweiter Stelle Studenten der Fächer Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften (27 Prozent) und an dritter Stelle Studenten der Mathematik und der  Naturwissenschaften (23 Prozent) gefördert werden. Erstaunlich, dass der größte Teil der Geförderten aus Studenten besteht, die von Arbeitgebern händeringend gesucht werden, um den Fachkräftemangel zumindest ansatzweise  in den Griff zu bekommen.

Ran an den Speck
Grundsätzlich kann sich jeder Student bewerben, egal welches Fach er studiert. An Bürokratie mangelt es dem Antragsprozedere beim Deutschlandstipendium natürlich auch nicht; aber BAföG-Empfänger kennen das ja und zwar jedes Jahr aufs Neue.

Anhand folgender Kriterien könnt Ihr überprüfen, ob sich die Mühe für Euch lohnt:
* Erkundigt Euch an Eurer Hochschule, ob sie am Deutschlandstipendium teilnimmt. Mehr als drei Viertel aller staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen nehmen teil!

* An jeder Hochschule gibt es Vorgaben für die Ausschreibungen. Auf der Website Eurer Hochschule findet Ihr die Ansprechpartner für das Deutschlandstipendium. Über die Vergabe entscheidet eine Kommission an der jeweiligen Hochschule.

* Die Förderung von 300 Euro monatlich dauert mindestens zwei Semester und maximal für die Regelstudienzeit.

* Für die Vergabe sind Studienleistungen ausschlaggebend. Auch Abiturnoten gelten als Kriterium, um über die Begabung des Bewerbers und der Bewerberin zu entscheiden. Aber auch andere Kriterien wie soziales Engagement, die Pflege von Angehörigen oder das Arbeiten im elterlichen Betrieb fließen ein

* Das Deutschlandstipendium wird nicht auf andere Sozialleistungen und das BAföG angerechnet. Bei Empfängern von Wohngeld, fließt das Stipendium mit 150 Euro in die Berechnung für das Wohngeld ein. Die Förderung muss nicht zurückgezahlt werden und wird nicht auf das steuer- und sozialpflichtige Einkommen angerechnet. Die Unterhaltspflicht der Eltern wird allerdings um den Stipendiumsbetrag minimiert.

* Das Deutschlandstipendium wird während eines Auslandssemesters weitergezahlt; auch wenn man Förderung aus dem Erasmusprogramm erhält oder einen Mobilitätszuschuss vom DAAD.  Das gleiche gilt für ein Praktikum, dass im jeweiligen Studiengang Pflicht ist. Lässt man sich allerdings ein Semester beurlauben, um ein freiwilliges Praktikum zu machen, wird das Stipendium unterbrochen.

Weitere Informationen findet Ihr unter: http://www.deutschland-stipendium.de

Finanzcheck für Berufseinsteiger

Dienstag, 5. Juli 2011

Studium passé, Einstiegsjob unter Dach und Fach. Die sorgenfreie Zeit kann beginnen. Ab jetzt liegt man weder den Eltern noch Vater Staat auf der Tasche und ist Herr und Frau des eigenen hart verdienten Gehalts. Stimmt zwar im Prinzip, aber mit dem eigenen Einkommen beginnen auch die Ausgaben, die mit der eigenen „Spießisierung“ unvermeidbar sind. Riester, Vermögensaufbau und-Ziele, Haftpflicht, private Krankenversicherung, Bafög-Rückzahlung. Diese Liste lässt sich noch weiter ausbauen.

Einen  Artikel, der einen guten Überblick über nötige und unnötige Ausgaben für  Ver- und Absicherungen für Absolventen und andere Berufseinsteiger verschafft, könnt Ihr auf focus Online lesen.

Studenten aufgepasst! Mitmachen bei der Umfrage CampusBarometer von Deutsche Bildung läuft zum fünften Mal

Samstag, 16. April 2011

 

 

CampusBarometer

Auch in diesem Jahr startet der Studienförderer Deutsche Bildung zum fünften Mal die Umfrage CampusBarometer. Bei der Studenten-Umfrage geht es darum, Transparenz über die Situation von Studenten zu schaffen. Fragen zur Studienfinanzierung, Auslandserfahrung und Praktika, Schlüsselkompetenzen, außeruniversitärem Engagement sowie die Einschätzung der  beruflichen Zukunft bilden den Schwerpunkt.

 

Die Umfrage läuft bis zum 21. Juni 2011. Wer mitmacht hat die Chance auf folgende Gewinne:

 

1. Preis: Apple iPad 2 mit WiFi + 3G 16 GB

2. Preis: Apple iPod Touch 32 GB

3. Preis: Apple iPod Shuffle 4GB

Jetzt mitmachen unter: http://meineumfrage.com/campusbarometer2011

Umfrage zum neuen Deutschlandstipendium

Freitag, 18. Februar 2011

Am 1. Februar startete offiziell das vom Bundesbildungsministerium initiierte Deutschlandstipendium. Ziel ist, mehr Abiturienten als bisher ein Studium zu ermöglichen und Studenten die Studienfinanzierung zu erleichtern. Für das Sommersemester 2011 kann man sich für das Stipendium bewerben. Wie Abiturienten und Studenten zum Deutschlandstipendium stehen, fragt der Stifterverband der Deutschen Wissenschaft in einer kurzen Umfrage ab.Deutschlandstipendium

10.000 begabte und leistungsstarke Studierende in ganz Deutschland sollen bis zum Jahresende  mit monatlich 300 Euro gefördert werden. Die Hälfte davon trägt der Bund, die andere Hälfte wird von Unternehmen gesponsert. Das Deutschlandstipendium wird einkommensunabhängig vergeben und nicht auf das BAföG angerechnet.

Eure Meinung zum Sinn oder Unsinn des Deutschlandstipendiums, könnt Ihr hier loswerden.

Sind deutsche Studenten knapp bei Kasse?

Montag, 13. Dezember 2010

Wie es um ihre finanzielle Situation und ihre Studienfinanzierung bei Studenten in Deutschland steht, hat die Deutsche Bildung 1.576 Studenten im CampusBarometer 2010 befragt. Darüber hinaus fragte der private Studienfinanzierer die Teilnehmer der Online-Umfrage nach deren Einschätzung zur Relevanz von Schlüsselqualifikationen, Auslandsstudium, außeruniversitärem Engagement, Weiterbildung und ihren Zukunftsprognosen. Die Teilnehmer sind durchschnittlich 24 Jahre alt, studieren an einer deutschen Universität und haben einen Abiturdurchschnitt von 2,4. Sie teilen sich ungefähr zu gleichen Teilen in Männer und Frauen auf.

Die Befragten haben ein durchschnittliches, monatliches Budget von 578 Euro zur Verfügung, wovon knapp die Hälfte von weniger leben muss. Auffallend ist hierbei, dass Studenten in Bachelor-Studiengängen weniger Geld zur Verfügung haben als ihre Kommilitonen in traditionellen Diplom- oder Magister-Studiengängen. Eltern und Nebenjobs sind die Hauptquellen der Studienfinanzierung. Ein Viertel der Befragten ist auf weitere Finanzierungsquellen angewiesen. 80 Prozent hätten gerne ein höheres Budget zur Verfügung und wünschen sich durchschnittlich 197 Euro monatlich mehr.  Mit einem zusätzlichen Budget würden sie gerne finanzielle Rücklagen bilden und  Auslandsaufenthalte finanzieren, aber auch einen höheren Lebensstandart finanzieren. Im Großen und Ganzen spiegeln die breit gefächerten Verwendungszwecke eines höheren Budgets die Vielfalt der Werte und Lebenssituationen von Studenten wieder,

31 Prozent glauben, bessere Studienleistungen bringen zu können, wenn sie mehr Geld zur Verfügung hätten und 33 Prozent fühlen sich durch ihren Nebenjob sehr vom Studium abgelenkt. Nebenjobs sind die zweitwichtigste Finanzierungsquelle. Mehr als die Hälfte jobbt neben dem Studium und die Fachbezogenheit des Nebenjobs ist nur für 24 Prozent ausschlaggebend. Der Wunsch nach Unabhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der Eltern ist mit 48 Prozent höher als im Vorjahr (36 Prozent). Wie verwirklichen die Befragten eine zumindest teilweise finanzielle Unabhängigkeit? Während 25 Prozent schon einmal darüber nachgedacht haben, eine zusätzliche privatwirtschaftliche Finanzierung zu beantragen, haben 10 Prozent dies bereits getan. 50 Prozent haben sich für einen KfW-Kredit entschieden. Für eine Studienfinanzierung, die an eine einkommensabhängige Rückzahlung gekoppelt ist wie die Studienförderung der Deutschen Bildung, haben sich 31 Prozent der Befragten entschieden.

Ängste vor Verschuldung wurden als allgemeine Ressentiments gegen eine privatwirtschaftliche Studienfinanzierung festgestellt. Hierbei sind Frauen deutlich ängstlicher als Männer.

Aus der Krise lernen: Masterstudiengang „Finance and Financial Regulation“ in England

Sonntag, 22. August 2010

Nicht nur die Politik ist mit der Bewältigung der Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahre beschäftigt – auch ein neuer und brandaktueller Masterstudiengang der renommierten Newcastle University in Nordengland befasst sich mit diesem Thema.

Der in diesem Herbst zum ersten Mal angebotene „Master of Science in Finance and Financial Regulation“ legt seinen Schwerpunkt dabei auf die Frage nach der Rolle, die den beiden Themen Regulierung und Kontrolle bei der Wiederherstellung des Vertrauens und der Stabilität in Bezug auf die globalen Finanzmärkte zukommt. Der Studiengang ist an der Newcastle University Business School angesiedelt, wird jedoch in Zusammenarbeit mit der Newcastle Law School durchgeführt, so dass neben wirtschaftswissenschaftlichen auch juristische Aspekte ihre Berücksichtigung finden.

Insgesamt hat dieser auf ein Jahr ausgelegte Studiengang eine Wertigkeit von 180 ECTS, die im Rahmen von Pflicht- und Wahlmodulen sowie einer abschließenden Masterarbeit vergeben werden.  Über die Pflichtmodule werden Themen wie Finanztheorie, Unternehmenspolitik und  juristische sowie behördliche Regulierungstechniken abgedeckt.  Die Wahlmodule bieten den Studenten dann die Möglichkeit, einzelne Themen weiter zu vertiefen, die sie besonders interessieren. Angeboten werden unter anderem Kurse wie „International Finance“, „Credit Risk Modelling“, „International Money and Banking“ oder auch „Retail and Investment Banking“.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Bereich BWL, Finanzwirtschaft oder Jura. Darüber hinaus müssen deutsche Bewerber anhand eines standardisierten Sprachtests wie des IELTS oder TOEFL ihre Englischkenntnisse nachweisen.

Die Gebühren für diesen Masterstudiengang betragen derzeit GBP 8,320. Die für englische Verhältnisse günstigen Lebenshaltungskosten in Nordengland sowie die im Vergleich zu deutschen Masterstudiengängen kürzere Studiendauer, die einen früheren Berufseinstieg ermöglichen, machen diese Mehrkosten jedoch mehr als wett, zudem für das Studium auch eine Förderung durch Auslands-BAföG beantragt werden kann.

Gastbeitrag von  Alexandra Michel von College Contact

BAföG-Erhöhung im Oktober 2010?

Montag, 7. Dezember 2009

Seit Bundesbildungsministerin Schavan eine BAföG-Erhöhung angekündigt hat, wird das Thema in den Medien heftig und kontrovers diskutiert. Verschiedene Institutionen und Verbände haben unterschiedliche Vorschläge, was beim BAföG alles verändert werden sollte. Die Veränderungsvorschläge reichen von der Anhebung der Altersgrenze für BaföG-Empfänger aufgrund der Umstellung der Studienabschlüsse auf Bachelor und Master über eine deutliche Anhebung der BAföG-Bedarfssätze bis hin zur Umstellung des BaföGs auf ein Volldarlehen. Oliver Iost von Studis Onlinebeschreibt in einem interessanten Artikel ausführlich die unterschiedlichen Vorschläge zur BAföG-Erhöhung und bewertet die jeweiligen Realisierungsmöglichkeiten.

Hier geht es zum Artikel Vorschläge für eine BAföG-Reform

Erhöhung des Bafögs und Stipendien-Regen?

Mittwoch, 25. November 2009

Die schwarz-gelbe Koalition plant,  mit ihrem neuen Stipendienmodell demnächst rund zehn Prozent der Studenten mit 300 Euro monatlich unterstützen – unabhängig vom Einkommen der Eltern und auch vom Bafög-Bezug. Davon soll die Hälfte der Statt übernehmen, die andere Hälfte sollen die Hochschulen in der Wirtschaft eintreiben. Der Staatsanteil beträgt dann schätzungsweise gut 360 Millionen pro Jahr – eine stolze Summe, die natürlich irgendwo herkommen muss.  

Wem wird von dieser Studienförderung nutzen? Da die Rede von Begabtenstipendien ist, ist davon auszugehen, dass diese Stipendien hauptsächlich Studenten aus dem Bildungsbürgertum zugute kommen. Das sind wahrscheinlich auch diejenigen, die keine allzu großen Probleme mit der Studienfinanzierung haben.

Wenn die SPD-regiertenLänder dem Stipendien-Modell zustimmen, verspricht Bildungsministerin Schaban ein höheres Bafög. Die ausführliche Berichterstattung lest Ihr auf: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,662319,00.html . Außerdem freue mich auf viele Kommentare zu diesem Thema.