Archiv für die Kategorie „Recruiting-Messen“

500 Jobs im IT-Umfeld zu vergeben

Montag, 26. September 2011

job40plus

Am 29.9. findet in München die dritte job40plus statt. Das ist die erste Jobmesse, die sich gezielt an erfahrene Fach- und Führungskräfte richtet.

Dieses Mal  werden Kandidaten aus dem IT-/TK-Umfeld (dazu zählen Informatiker und Techniker ebenso wie Marketing- oder Vertriebsprofis und Kandidaten mit kaufmännischen Hintergrund)angesprochen. Zu den Unternehmen vor Ort, die erfahrene Fach- und Führungskräfte suchen gehören u.a. Bosch, EADS, IFS Worldwide und itelligence. Insgesamt sind rund 500 Positionen zu besetzen. Neben Vorstellungsgesprächen direkt vor Ort wird den Teilnehmern ein umfangreiches Rahmen- und Serviceprogramm geboten, das ebenfalls auf erfahrene Arbeitnehmer zugeschnitten ist. Der Eintritt ist frei.

Die Öffnungszeiten sind so gelegt, dass auch latent Wechselwillige den Event besuchen können.  Laut Statistik der ersten zwei Veranstaltungen befinden sich rund 90 Prozent der Besucher in Festanstellung. Knapp 10 Prozent sind bei Transfergesellschaften beschäftigt oder arbeitssuchend.

Noch einmal die Facts in Kürze:

Wann:  29.September 2011, 13 bis 20 Uhr +++Wo: Konferenzzentrum München+++Branche:  Informationstechnik / IT-Dienstleistung / Telekommunikation+++Freier Eintritt+++

Weitere Infos unter: www.job40plus.de

Arbeitgeber suchen Talente

Freitag, 22. Juli 2011

Mehr als 55 Arbeitgeber präsentieren sich in diesem Jahr auf der Talents in München. Und nicht nur das: Sie wollen junge Talente für ihre Unternehmen gewinnen. Die einzige Recruiting-Messe,  die jedes Jahr außerhalb der vorlesungsfreien Zeit  in München stattfindet, zieht jedes Jahr Absolventen und Young Professionals aus ganz Deutschland an. Talents

Wer sich noch für Bewerbungsgespräche bewerben möchte, kann das jetzt noch tun. Absolventen, die auf Jobsuche sind oder Studenten, die ein Unternehmen für ihre Abschlussarbeit suchen, sind auf der Talents gut aufgehoben. Denn an ein oder zwei Tagen gleich mehrere vereinbarte  Bewerbungsgespräche führen und zudem noch mit vielen Personalern Gespräche am Stand ins Gespräch dkommen, bedeutet viele Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Das  ist doch bestimmt zu unverbindlich. Genau das ist es im Fall der Talents nicht. Denn es handelt es sich um keine Massenveranstaltung, die Unternehmen überwiegend nutzen, um ihr Arbeitgeber-Image aufzupolieren, sondern eine Plattform, auf der sich beliebte Arbeitgeber den Bewerbern nicht nur vorstellen, sondern möglichst viele passende neue Mitarbeiter einstellen wollen. Die Recruiting-Messe steht Studenten, die ihr Studium innerhalb der nächsten 12 Monate beenden, Absolventen und Akademiker mit zu fünf Jahren Berufserfahrung der Fachrichtungen Wirtschafts, Ingenieur-, Natur- oder Geisteswissenschaftler sowie Informatikern und Juristen mit bis zu 5 Jahren Berufserfahrung offen. Zur Bewerbung geht es hier.

Außerdem gibt es eine Menge Workshops und Vorträge zu Bewerungs- und Karrierethemen wie International Bewerben, Vorstellungsgespräche, Verhandlungstechniken, Bewerbungsunterlagen-Checks und mehr. Die Teilnahme ist kostenlos!

Führen Frauen anders?

Freitag, 13. Mai 2011


Darüber diskutieren Experten und Manager am 14. Mai auf der women&work in Bonn

Teamfähigkeit, Bescheidenheit, Diplomatie – das sind die „typisch weiblichen“ Eigenschaften, die in den männlich geprägten Hierarchie- und Machtstrukturen der Unternehmen jahrzehntelang keinen Platz fanden. Doch unter dem Druck des weltweiten Wettbewerbs ändern sich auch die Anforderungen an Manager und Führungskräfte. Und in einer Zeit, in der mehr Frauen denn je am Arbeitsleben teilhaben, sind weibliche Stärken plötzlich stärker gefragt. Doch wie genau lassen sich weibliche Führungsstärken definieren? Und führen Frauen wirklich anders? Diese Fragen diskutieren Melanie Vogel, Initiatorin der women&work, Deutschlands größter Karrieremesse für Frauen, und Maryam Machdi, Rechtsanwältin beim Verband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE, am 14. Mai mit Experten und Managern.

Der weibliche Weg ist die Zukunft, mehr Frauen in Führungspositionen sei wirtschaftlich sinnvoll, sagen  OECD und Europäische Kommission und bescheinigen Frauen einen kollegialen Führungsstil, weniger Risikofreudigkeit, soziale Intelligenz, Verantwortungsbewusstsein und Überzeugungskraft.
Auch die Führungsforschung hat geschlechtsspezifische Unterschiede im Führungsverhalten festgestellt. Dabei schnitten die Managerinnen bei fast allen Führungskriterien besser ab als ihre männlichen Kollegen.

Doch es gibt auch Stimmen, die sagen, Frauen und Männer seien in ihrem Führungsverhalten durchaus ähnlich. Letztlich gehe es darum, harte und weiche Entscheidungen zu treffen – egal ob die Führungskraft ein Mann oder eine Frau ist.

„Das gleiche Verhalten wird bei Frauen allerdings anders gewertet als bei Männern“, ist sich Dr. Monika Henn, Management-Trainerin und Business-Coach bei Henn Consulting, sicher. Sie beschreibt in ihrem Buch „Die Kunst des Aufstiegs“, was Frauen in Führungspositionen kennzeichnet. „Ein direktes und dominantes Kommunikationsverhalten wird bei einem Mann durchaus positiv als Durchsetzungsstärke ausgelegt. Verhält sich dagegen eine Frau in dieser Art, so gilt dies häufig als aggressiv und anmaßend.“
Frauen müssen ihre Führungskompetenz erst einmal beweisen, während sie Männern von vorneherein unterstellt wird. Die Vorstellung, wie eine Frau zu sein hat und die Vorstellung, wie eine Führungskraft zu sein hat widersprächen sich laut Henn sogar teilweise. So müsse jede Managerin einen Spagat zwischen dem weiblichem Stereotyp und dem männlich geprägtem Führungsstereotyp individuell und persönlich vollziehen.

Wie Frauen als Führungskraft wahrgenommen werden, ob Frauen “es” überhaupt können und wenn ja, wie sie “es” tun, ist Thema der Podiumsdiskussion “Führen Frauen anders?” am 14. Mai auf der women&work, Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen, in Bonn.

Antworten auf die Frage geben  Dr. Monika Henn, Management-Trainerin und Business-Coach, Sehnaz Özden, Head of Corporate Employer Branding & Recruiting bei der Continental AG, Claudia Schmies, Leiterin Produktionsmanagement und Customer Insights Management bei RWE, Elke Bartl, Head of HR//direct der BAYER AG, Astrid Bosten, Global Diversity & Inclusion Manager, Henkel AG & Co. KGaA  und Rainer Jensen, Director Learning & Development bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG.

Der Besuch der women&work ist kostenfrei. Eine Anmeldung für die Podiumsdiskussion ist nicht erforderlich.

Weitere Infos unter www.womenandwork.de

Jobmobil 2011 von alma mater am Start

Donnerstag, 5. Mai 2011

Vom 10. Mai bis zum 9. Juni ist das Jobmobil der Stuttgarter Personalvermittlung alma mater wieder auf Tour an 17  Hochschulen.  Studenten und Absolventen haben dann einen Tag auf dem Campus ihrer Hochschule die Möglichkeit,  ihre Bewerbungsunterlagen checken zu lassen, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen und an der alma mater Jobwall nach dem ersten Job nach dem Studium zu fahnden. Wer schon auf konkreter Jobsuche ist, kann sich im Vorfeld der Jobmobil Tour bei alma mater bewerben und  dann direkt im Jobmobil  ein JobmobilBewerbungsgespräch mit einem Personalverantwortlichen führen. Denn Arbeitgeber kommen mit dem Jobmobil auf den Campus. Die Teilnahme ist kostenfrei. Parallel zur Jobmobil Tour finden kostenlose Webinare zu Karrierethemen wie Gehaltsverhandlung und Bewerben auf Messen statt.

Weitere Infos und den Tourplan findet Ihr hier.

Virtuelle CareerWeek bietet Karriere-Fitness-Webinare für Frauen

Samstag, 23. April 2011

Zur Einstimmung auf den Karriere-Event, women&work am 14. Mai in Bonn, findet eine virtuelle CareerWeek mit Webinaren zu frauenspezifischen Themen statt. Die Teilnahme ist kostenlos und auf 100 Frauen pro Webinar begrenzt.

Leider immer noch Realität: Selbst hoch qualifizierte Frauen scheuen sich oft davor, ihre Alleinstellungsmerkmale, Qualifikationen und beruflichen Erfolge im Bewerbungsgespräch selbstbewusst zu vertreten und ins rechte Licht zu rücken. In Sachen Self-Investment sind Frauen inzwischen sehr viel selbstbewusster geworden und investieren zum Beispiel in ein MBA-Studium. Doch lohnt es sich, viel Geld in ein MBA-Studium zu investieren? Ist doch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hierzulande alles andere als geklärt und bei weitem nicht selbstverständlich.

„Wir möchten mit diesen virtuellen Vorträgen und Seminaren die Employability von Frauen stärken und sie optimal auf Gespräche mit Unternehmensvertretern auf der women&work  vorbereiten“, erklärt Melanie Vogel, Initiatorin des Messe-Kongresses women&work.

Anmeldung und weitere Infos unter: www.womenandwork.de

Das Programm im Einzelnen:

Frauen und Karriere-Fitness
Webinar am Montag, 02.05.2011 | 18-19 Uhr und am 9. Mai von 18-19 Uhr

In der wirtschaftlichen Elite dominiert nach wie vor das Y-Chromosom. Woran liegt es, dass das Gros der Frauen im Deutschland des 21. Jahrhunderts immer noch durch Abwesenheit glänzt, wenn es um Karriere und wirtschaftlichen Erfolg geht?
Dieses Webinar zeigt anhand der „Ich-weiß-was-ich-will“-Taktik auf, wie Frauen aktiv ihre eigene Karriere planen können.

Karriere und Familie – zwei Paar Schuhe?
Webinar am Dienstag, 03.05.2011 | 18-19 Uhr

Mütter in der Welt der Wirtschaft sind nach wie vor selten und die, die Beruf und Familie kombinieren, haben oft nicht nur mit Vorbehalten im eigenen Umfeld zu tun. Auch die eigene Identitätsfindung und das „Leben in zwei Welten“ sind tägliche Herausforderungen, die es zu meistern gilt.
Lena Schröder-Dönges, berufstätige Mutter von drei Kindern, sagt „Nein Danke“ zum schlechten Gewissen und zeigt, wie man aus der Doppelrolle nachhaltig Kraft schöpfen kann.

Selbstmarketing im Bewerbungsprozess
Webinar am Mittwoch, 04.05.2011 | 18-19 Uhr

Auch für sehr gute Nachwuchskräfte mit Top-Abschluss und gefragten Fähigkeiten ist es wichtig, sich im Bewerbungsprozess präsentieren zu können. Oft sind es Kleinigkeiten, die über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch entscheiden oder zum Stolperstein in der Gehaltsverhandlung werden. Vielen Menschen fällt es schwer, sich ins rechte Licht zu rücken.
Worauf Bewerberinnen achten sollten, erfahren Interessenten im Webinar „Selbstmarketing im Bewerbungsprozess“ mit Jürgen Bühler, dem Geschäftsführer der Karriereberatung und Personalvermittlung alma mater.

Frauen und der MBA
Webinar am Donnerstag, 05.05.2011 | 17-18 Uhr

Mehr denn je investieren Frauen in ihre Bildung und durchlaufen MBA-Programme, die sie befähigen, in der Wirtschaft nach ganz oben zu kommen. Welche Ausbildungswege es für Frauen gibt und wie auch Mütter in der Erziehungszeit davon profitieren können, zeigt dieses Webinar, das von der EMBA-Spezialistin Dawn Bournand  von QS, dem weltweiten Veranstalter von MBA-Messen und Sonja Ambrosius, Programm Advisor bei TiasNimbas, einer MBA-Schule mit Sitz in Bonn co-moderiert wird. Die Webinar-Sprache ist Englisch, beide Veranstalter stehen auf der women&work für vertiefende Fragen und ausführliche Beratung zu Verfügung.

Ich kann das! Wie Sie in wichtigen Gesprächen überzeugenbl_2
Webinar am Freitag, 06.05.2011 | 18-19 Uhr
Frauen sind immer wieder verblüfft, wenn sie trotz Kompetenz und Erfahrung bei Führungspositionen und Gehaltsverhandlungen den Kürzeren ziehen. Woran liegt das?
Im Webinar zeigt Ute Blindert, Herausgeberin der Business Ladys, welche Faktoren bei Verhandlungen wirklich wichtig sind und wie sie erfolgreicher werden können.

Bescheidenheit ist keine Zier – Gehaltsverhandlungs-Tipps für Frauen

Freitag, 18. März 2011

Frauen stellen die Hälfte der Weltbevölkerung dar. Sie  treffen 80 Prozent aller Kaufentscheidungen und verdienen deutlich weniger als Männer. Unternehmen versichern immer wieder, dass sie Männer und Frauen gleich bezahlen. Wie sieht die Wahrheit wirklich aus? Reden Arbeitgeber vorhandene Unterschiede schön oder ist die Ursache für niedrigere Gehälter für Frauen bei ihnen selbst zu suchen? Denn rein statistisch verhandeln sie viel seltener Gehaltserhöhungen  als Männer.

Melanie Vogel, Initiatorin des ersten bundesweiten Messe-Kongresses für Frauen, women&work, zeigt in ihrem Webinar am 21. März 2011 von 17 bis 18 Uhr, welche Phasen eine Gehaltsverhandlung beinhaltet und wie man sich optimal darauf vorbereiten kann.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Was Frauen auf Jobsuche so erleben

Dienstag, 15. März 2011

Erfahrungsberichte gesucht!

Die Gründerin des Messe Kongresses Women & Work, Melanie Vogel, lässt nicht locker.  In Gesprächen mit Frauen hört sie immer öfter, dass hoch qualifizierte Frauen, die entweder einen Job suchen oder nach einer Familienpause wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, es nicht mal bis zum ersten Job-Interview schaffen.   Jetzt  möchte sie  herausfinden, “wo die Probleme liegen, wo das “Rädchen hakt”.  Wir sammeln  Erfahrungsberichte, werden sie auswerten,  Auszüge daraus in unserem Blog www.female-recruting.com veröffentlichen und die Erlebnisse von Frauen in die Gespräche mit Unternehmen einfließen lassen.” Natürlich sind auch positive Erfahrungen willkommen, aus denen andere Frauen lernen können oder die ihnen Mut machen.   Alle Angaben werden vertraulich behandelt, anonymisiert und keinerlei Daten an Dritte weiter gegeben.

Erfahrungsberichtes können hier eingereicht werden.

Mit Careers International international Karriere machen

Samstag, 5. März 2011

Wer als Absolvent oder Young Professional das Ziel hat, in einem international jenseits des heimischen Job-Tellerrands zu arbeiten, hat gute Chancen, seinen Traumjob über die Recruiting-Events von Careers International zu finden.CI_Drafts_V01

Auf den Veranstaltungen, Business Excellence, die vom 9. bis 10. Mai in Berlin stattfindet und sich an Absolventen und Young Professionals mit betriebswirtschaftlichem Studienhintergrund richtet sowie Engineering Excellence am 13. und 14. Mai in Brüssel für Kandidaten mit ingenieurwissenschaftlichem Studium, gibt es zwei Tage lang reichlich Gelegenheit, mit potenziellen Arbeitgebern Bewerbungsgespräche zu führen. Voraussetzungen sind neben einem guten Studienabschluss, sehr gute Kenntnisse in mindestens zwei europäischen Sprachen, in jedem Fall aber Englisch. Auch das Studium und abgeleistete Praktika während des Studiums sollten einen klaren Auslandsbezug haben. Für die Teilnahme muss man sich bis zum 20. März online bewerben. Wenn Dein Profil  grundsätzlich mit den Kriterien mindestens eines Unternehmens übereinstimmt, das an der Veranstaltung teilnimmt, wirst Du zum Event eingeladen. Bewerbungen und Infos unter www.careersinternational.com

Webinar: Jobsuche auf Fachmessen – Wie man es richtig macht! Heute 18- 19 Uhr

Freitag, 25. Februar 2011

25. Februar | 18-19 Uhr , moderiert von Melanie Vogel, Career Journal

Deutschland ist der international führende Standort für Messen und Ausstellungen. Fünf der zehn größten Messegesellschaften der Welt sind hier angesiedelt. Über die Hälfte der Aussteller kommen aus dem Ausland, davon ein Drittel aus Ländern außerhalb Europas. Eine optimale Gelegenheit für Messebesucher, mit den Firmenvertretern nicht nur über aktuelle Branchen-Entwicklungen und Innovationen zu fachsimpeln, sondern auch die Fühler auszustrecken nach potentiellen neuen beruflichen Herausforderungen. Hier geht es zum Webinar

Leadership 2020 – neue Werte in der Wirtschaft?!

Samstag, 19. Februar 2011

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Menschen weniger leisten, wenn man ihnen keine Wertschätzung, kein Vertrauen und keinen Respekt entgegenbringt. Eine motivierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen ist daher eine der wichtigsten womenandworkGrundvoraussetzungen, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Diese Prämisse gewinnt an Bedeutung unter dem Druck des weltweiten Wettbewerbs um die Top-Talente und einer gefährlichen Mischung aus Fachkräftemangel und Überalterung der Gesellschaft, die in den Unternehmen heute schon zu Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe führt.

Ein wichtiger Aspekt in der aktuellen Diskussion um Fachkräftemangel und Demographie ist dabei die Rolle der Frau in der Arbeitswelt. Unternehmen erkennen, dass sie in eine positive Arbeitsatmosphäre investieren und den Nährboden für eine divers zusammengesetzte Belegschaft bereiten müssen, um Top-Talente gewinnen und an sich binden zu können. Unternehmen, die über ein vernünftiges System zur Führungskräfteentwicklung verfügen und dieses regelmäßig an neue Marktgegebenheiten und globale Wirtschaftsveränderungen anpassen, sind erfolgreicher und wachsen schneller als die Konkurrenz. Die zentrale Herausforderung für Unternehmen besteht heute und in Zukunft darin, eine frauen-, männer- und familienfreundliche Kultur zu schaffen, und die Arbeitswelt so zu organisieren, dass erfolgreich sein nicht bedeutet, bis abends um 10 Uhr im Büro sein zu müssen.

Autokraten sind out
In der Folge muss sich auch der Führungsstil unter dem Druck des globalen Wettbewerbs radikal ändern. Der einsame Autokrat, der allein über das Wohl und Wehe einer Abteilung oder eines Unternehmens entscheidet, hat ausgedient. Unternehmen bauen Hierarchien ab, beseitigen schwerfällige und bürokratische Strukturen, fördern ein kommunikatives, teamorientiertes Arbeiten, verlangen einen integrativen Management-Stil und schaffen genau in dem Moment, in dem mehr Frauen denn je weltweit am Arbeitsleben teilnehmen, ein Karriere-Umfeld, das die weiblichen Karriere-Werte widerspiegelt und weibliche Führungsstärken betont.

OECD und Europäische Kommission bescheinigen Frauen einen kollegialen Führungsstil, weniger Risikofreudigkeit, soziale Intelligenz, Verantwortungsbewusstsein und Überzeugungskraft. Zudem sind Frauen nicht hierarchisch geprägt. Der Faktor „Macht“, der in der Position einer Führungskraft mitschwingt, stößt viele Frauen intuitiv ab, denn sie agieren im Regelfall teamorientierter, kommunizieren mehr und teilen Informationen und Wissen. Diese weiblichen Attribute wurden lange Zeit als Schwäche gesehen und als wenig karriereförderlich im Sinne vom Aufstieg in höhere Management-Positionen.

Denken in Netzwerken, nicht in Machtstrukturen

Doch das könnte sich nun ändern. Die Karmasin Motivforschung aus Österreich stellte 2010 fest: Während in der Vergangenheit „Gewinnmaximierung“, „Stabilität“ und Festhalten an „Bewährtem“ zu den höchsten Werten zählte, sind heute Kreativität und Innovation gefragt sowie die Auseinandersetzung mit Kommunikation auf allen Ebenen. „Kooperativ, vielfältig und hierarchieunabhängig“, beschreibt eine aktuelle Studie der Hay Group diese neue Art der Führung und identifiziert Unternehmen mit der besten Führungskultur, unter anderem die Deutsche Bank, General Electric und Siemens. „Diese Unternehmen sind die Vorreiter einer Entwicklung weg von rein hierarchischen Organisationen zu Gunsten von mehr Entscheidungsfreiheit, Führung ohne formale Autorität und stärkerer Zusammenarbeit. Sie legen auch größeren Wert auf Vielfalt sowie auf geografische und kulturelle Belange“, so Andreas Randebrock, Leiter Leadership & Talent bei Hay Group in Deutschland. „Die Unternehmen aus unserer Studie schaffen es, eine motivierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen“, so Randebrock weiter. „Sie verfolgen eine eindeutige Strategie und eine klare Vision, definieren unmissverständliche Erwartungen und legen Leistungsziele fest, die messbar und erreichbar sind. Dabei erlauben sie den Führungskräften Handlungsfreiheit und zeigen Entwicklungsperspektiven auf, d.h. die Karrierepfade sind für jede einzelne Führungskraft transparent und nachvollziehbar.“

Dieser neue Führungsstil stellt gleichzeitig aber ganz neue Anforderungen an jetzige und zukünftige Führungskräfte. Gebraucht werden Führungspersönlichkeiten, die mitdenken, mitgestalten und ihre Meinung deutlich äußern können, die Initiative ergreifen und neue Ideen haben. Gleichzeitig müssen sie in der Lage sein, kooperativ zu führen, verschiedene Meinungen unter Berücksichtigung interdisziplinär und multikulturell zusammengesetzter Teams zu akzeptieren und in einer einheitlichen Handlungsstrategie zu vereinen.

Unter „Leadership 2020“ hat Jeanne Meister, die amerikanische Autorin des Buches „2020 Workplace“ fünf geschlechtsneutrale Führungsfähigkeiten zusammengefasst, die sie in unserer modernen, hochtechnologisierten und globalen Arbeitswelt für zwingend erforderlich hält:

  1. Kooperatives Denken: Das Denken in Netzwerken, nicht in Machtstrukturen wird an Bedeutung gewinnen.
  2. Teamorientierung: Offenes Feedback, Entwicklungsmöglichkeiten, Weiterbildung und der Fokus auf jedes einzelne Teammitglied entscheiden über Erfolg oder Mißerfolg einzelner Mitarbeiter und damit des gesamten Teams
  3. Technische Affinität: Der Trend zu virtueller Führung wird die Arbeitswelt von morgen noch viel stärker beeinflussen. Der Umgang mit und die konsequente Nutzung von moderner Kommunikation wird zwingende Voraussetzung.
  4. Globales Denken und interkulturelles Bewusstsein: Führungskräfte benötigen interkulturelles Verständnis und die Fähigkeit, mit Menschen, Regierungen und Unternehmen verschiedener Kulturkreise zusammen arbeiten zu können.
  5. Zukunftsorientierung: Trends vorausschauen, neue Absatzmärkte erkennen und globale Entwicklungen erfassen, werden zu den wichtigsten Kompetenzen von Führungskräften zählen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Führen Frauen anders?“ findet am 14. Mai von 15:00 – 15:45 auf der Deutschlands größtem Messe-Kongress für Frauen statt. Melanie Vogel, und Maryam Machdi, Rechtsanwältin beim Verband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE diskutieren mit Sehnaz Özden, Head of Corporate Employer Branding und Recruiting bei der Continental AG, Rainer Jensen, Director Learning & Development bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, Claudia Schmies, Leiterin Produktionsmanagement und Customer Insights Management bei der RWE AG sowie Dr. Monika Henn, Diplompsychologin und Autorin des Buches “Die Kunst des Aufstiegs – Was Frauen in Führungspositionen kennzeichnet”.

Gastbeitrag von Melanie Vogel, Initiatorin des Messe-Kongresses women&work