Archiv für die Kategorie „Arbeitgeber“

Existenzgründung nach dem Studium

Montag, 9. Mai 2016

fotoototototottootNach dem Studium steht den Absolventen die Tür zur Berufswelt offen. Viele Akademiker entscheiden sich direkt nach dem Studium für den Schritt in die Selbstständigkeit. Doch was müssen sie dabei beachten? (mehr…)

Donnerstag, 7. Mai 2015

Jobaussicht: Fachkraft bei einem Personaldienstleister

 

Es gibt Menschen, die sich einen Beruf wünschen, bei dem sie jeden Tag neue Herausforderungen erleben können. Solche Berufe gibt es, sind aber eher die Ausnahme. Ein Großteil der Berufstätigen muss sich mit einem eher monotonen Arbeitstag zufriedengeben. Anders sieht es bei Fachkräften aus, die von einem Personaldienstleister beschäftigt werden.

 

Die Bereitschaft, mobil zu sein

 

Moderne Fachkräfte müssen mobil sein. Nicht selten wechseln sie mehrmals pro Jahr den Einsatzort und müssen unter Umständen sogar einen neuen Wohnsitz beziehen. Laut dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister ist etwa jede zweite Fachkraft zu einem solchen Umzug bereit. (mehr…)

Jobsuche über Personalberater

Mittwoch, 6. November 2013
Körpersprache Bewerbungsgespräch

Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

Fehleinstellungen von Mitarbeitern kommen Unternehmen zum Teil äußerst teuer zu stehen. Kein Wunder also, dass die Anzahl der Fälle, in denen Personalberater oder Headhunter zur Suche nach geeigneten Mitarbeitern beauftragt werden, immer weiter steigt. Wie ein aktuell veröffentlichtes Whitepaper der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, unter dem Namen „Mehr Transparenz in der Personalbeschaffung von Fach- und Führungskräften“ zeigt, ist die Bedeutung externer Personalbeschaffung in den deutschen Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. So setzen die tausend größten deutschen Unternehmen rund 27 Prozent ihres zur Verfügung stehenden Rekrutierungsbudgets für Headhunter und Personalberatungen ein. Thomas Lünendonk, Autor des Whitepapers, weiß zu berichten, dass nicht nur allein die Kosten für die Rekrutierung ins Geld gehen können, sondern auch die Minderleistungen durch falsch besetzte Positionen oder demotivierte Mitarbeiter.

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Kredit trotz laufender Probezeit oder Befristung

Montag, 9. September 2013
Bild: © Creatas/Thinkstock

Bild: © Creatas/Thinkstock

Der neue Arbeitsplatz ist endlich gefunden, die Kollegen sind nett und der frisch übernommene Arbeitsbereich macht Spaß. Doch ausgerechnet in der ersten Arbeitswoche geht das Auto kaputt, das für die tägliche Fahrt zur Arbeitsstelle benötigt wird. Wenn die Ersparnisse nun nicht ausreichen, stehen Arbeitnehmer vor einem Problem: Wer die Probezeit beim Arbeitnehmer noch nicht überstanden hat, sieht bei Krediten oft sprichwörtlich “in die Röhre”.

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Mehr als Kaffeekochen – Praktikumssuche leicht gemacht

Freitag, 11. Januar 2013

Es ist 12 Uhr mittags am Praktikumstag 1. Du hast in kurzer Zeit schon viel gelernt, beispielsweise wie der hochkomplexe Industriekopierer funktioniert und der Chef seinen Kaffee am liebsten trinkt – schwarz mit 2 Stück Zucker. Die erste Bewährungsprobe ist damit bereits bestanden und du bist fit für verantwortungsvollere Aufgaben. Du darfst die Post zum Postamt bringen. Aber nun mal im Ernst, so sollte nun wirklich kein gutes Praktikum aussehen. Denn schon längst hat das Klischee des kaffeekochenden Praktikanten ausgedient, stattdessen werden viele Praktikanten heute als wertvolle Mitarbeiter in die Unternehmen integriert. Sie leiten eigene Projekte, bekommen eine faire Vergütung und haben gute Chancen in der Branche fußzufassen. Sind wir aber ehrlich, wissen wir, dass die Praktikantenwelt längst nicht überall so rosig aussieht. Doch Fakt ist, wer die Augen offen hält und nicht wahllos den erstbesten Praktikumsplatz annimmt, hat gute Chancen auf eine positive Praktikumserfahrung.

Der erste Gedanke ist nun bestimmt, ob es irgendwo eine Zauberkugel gibt, mit der man in die Praktikumszukunft blicken kann, denn wie sonst soll man rausfinden, was einen wirklich erwartet? Auch wenn es diese Zauberkugel bis jetzt noch nicht gibt, Möglichkeiten in die Zukunft zu schauen gibt es tatsächlich. Durch einen gezielten Blick in die Vergangenheit. Was komisch klingt ist eigentlich ganz einleuchtend: Mit Hilfe von Bewertungsplattformen wie meinpraktikum.de können ehemalige Praktikanten online ihre Erfahrungen schildern. Denn wer sollte besser als Ratgeber geeignet sein, als die, die ihre Erfahrungen bereits gemacht haben?  Bereits mehrere tausend Praktikanten haben diese Option genutzt, entstanden ist damit eine neue Informationsquelle. Wer nun ein bestimmtes Unternehmen im Auge hat, kann sich mit wenigen Klicks ein Bild machen.

Doch auch die andere Seite ist nicht irrelevant, denn es gibt viele Gründe für Negativerfahrungen. Nicht immer hängen diese mit einem fiesen Chef oder einer ausbeuterischen Unternehmenskultur zusammen, oft ist einfach nur der falsche Praktikant im Unternehmen gelandet. Stimmt beispielsweise die Qualifikation nicht mit dem Aufgabenprofil überein, kommt es schnell zu Unstimmigkeiten und Überforderung. Anders als geplant bleibt dem Unternehmen nichts anderes übrig, als dem Praktikanten mit „öden Aufgaben“ zu beauftragen und das Niveau zu senken. Anders herum sind auch immer wieder Praktikanten überqualifiziert. Wer das Praktikum als Sprungbrett nutzen möchte, sollte sicherstellen, dass eine Übernahme in dem Unternehmen überhaupt möglich ist. Man sollte sich daher neben den Erfahrungsberichten auch die Informationen anschauen, die das Unternehmen selbst Preis gibt. So können Missverständnisse von vornherein ausgeschlossen werden.

Übrigens: 2012 waren dem Praktikantenreport von meinpraktikum.de zufolge über 65% der Praktikanten zufrieden. Luft nach oben gibt es dennoch. Also Augen auf bei der Praktikumssuche.

Erfolg als Freiberufler

Freitag, 14. Dezember 2012

Teilzeitselbstständig als Student?

Die meisten Studenten werden wohl bestätigen, dass das Geld niemals reicht. Außerdem hat der eine oder andere vielleicht eine Geschäftsidee, die er unbedingt ausprobieren möchte. Die Teilzeitselbstständigkeit bietet sich in jedem Fall an. Sie bringt verschiedene Vorteile mit sich, allerdings sollten auch die wichtigen Randbedingungen, zum Beispiel im Hinblick auf das Einkommen, beachtet werden.

Vorteile der Teilzeitselbstständigkeit
Wer sich als Student nebenberuflich selbstständig macht, kann eine Geschäftsidee testen. Ist sie erfolgreich, kann direkt nach dem Studium mit dem Einstieg in die Vollselbstständigkeit begonnen werden. Es bestehen zu dem Zeitpunkt erste Kontakte zu Kunden – eventuell konnte bereits ein Kundenstamm aufgebaut werden – und auch Geschäftspartner sind schon vorhanden.
Die gesammelten Erfahrungen durch die Teilzeitselbstständigkeit kann der Student im späteren Berufsleben auch dann nutzen, wenn er nach seinem Abschluss angestellt tätig ist.
Eventuell bietet sich die freie Mitarbeit in einer Agentur oder Bürogemeinschaft von Freiberuflern an. Hierbei können ebenfalls umfangreiche Erfahrungen gesammelt werden. Diese erstrecken sich nicht nur auf die Branche und die eigentliche unternehmerische oder freiberufliche Tätigkeit, sondern auch auf alltägliche Aufgaben. Dazu gehören Buchführung, Marketing, Honorarkalkulation und viele andere Bereiche mehr. Sie sind für das spätere Bestehen als Selbstständiger unverzichtbar.

Randbedingungen
Ein Student kann zwar Geld dazuverdienen, jedoch sind ihm gewisse Grenzen gesetzt, wenn er zum Beispiel Fördermittel bekommt. Für das BAföG gilt eine Einkommensgrenze von 3.880 Euro im Jahr. Dabei wird aber das Jahr der Bewilligung zugrunde gelegt und nicht das Kalenderjahr. BAföG wird für das Erststudium gezahlt, und zwar nur so lange, wie sich der Student innerhalb der Regelstudienzeit befindet.


Für das Kindergeld gilt, dass dieses bis zum 25. Lebensjahr gezahlt wird. Sollte das Studium bis dahin abgeschlossen sein, wird es also auch für die Dauer dieser ersten Ausbildung gewährt. Allerdings darf der Zuverdienst durch die Teilzeitselbstständigkeit 8.004 Euro nicht überschreiten, ansonsten wird das Kindergeld nicht mehr gezahlt.
Die Krankenversicherung kann ein Student über die Familienversicherung seiner Eltern fortführen. Verdient er bis zu 365 Euro im Monat dazu, ist das ebenfalls noch möglich. Überschreitet der Verdienst diese Grenze, die wöchentliche Arbeitsstundenzahl bleibt aber unter 20, so kann eine gesetzliche Versicherung zu den günstigen studentischen Tarifen abgeschlossen werden. Wird nun aber auch noch die 20-Stunden-Grenze überschritten, so muss eine eigene Versicherung ins Auge gefasst werden.

 

 

Zehn Mythen der Bewerbung

Montag, 9. April 2012

Ute Blindert, Geschäftsführerin von Zukx – campus2campany, hat zehn weit verbreitete Irrtümer zum Thema Bewerbung kurz und prägnant zusammengefasst. Vor wenigen Tagen ist die Sommersemester-Ausgabe  ihres Magazins  Zukx – Ingenieure  erschienen.  Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe beschäftigt sich mit den Karriere- und Einstiegs-Möglichkeiten für Ingenieure in der Forschung und Entwicklung. Zukx Ingenieure wird bei vielen Firmenkontakt-Gesprächen an Hochschulen, auf Recruitingmessen und bei Career Centern von Hochschulen verteilt.  Wer schon mal einen Blick riskieren will, kann es hier online lesen.

 

1. Der Lebenslauf darf nur eine Seite lang sein.
Es ist überhaupt kein Problem, wenn der Lebenslauf eines Absolventen zwei Seiten lang ist. Hier gilt die Devise: So ausführlich wie nötig, so knapp wie möglich. Halten Sie alles in der gewohnten Tabellenform, arbeiten Sie mit Gedankenstrichen und Stichworten. Aber jede Station im Lebenslauf sollte zeigen, was genau Sie gemacht haben und was Sie können.

2. Details stehen in den Zeugnissen und können dort nachgelesen werden.
Leider ein Irrtum. Denn im Durchschnitt nehmen sich Recruiter zwischen zwei und drei Minuten Zeit für Ihre Unterlagen. Da muss jeder Punkt sitzen. Daher in Lebenslauf und Anschreiben Lust auf mehr machen. Wie das geht? Siehe Punkt 1.

3. Ein Deckblatt kommt besonders gut an.
In Zeiten von Online-Formularen und E-Mail-Bewerbungen sind Deckblätter eher überflüssig. Investieren Sie die Zeit lieber in einen gut gestalteten Lebenslauf und Anschreiben.

4. Auf einer Dritten Seite kann ich mich besonders gut präsentieren.
Vergessen Sie die Dritte Seite. Eine dritte Seite ist nur dann sinnvoll, wenn Sie wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht haben, eine Projektliste erstellen oder einen ungewöhnlichen Punkt in Ihrem Lebenslauf erklären möchten.

5. Bewerber werden gegoogelt.
Es kann schon sein, dass manche Recruiter die Zeit nehmen und einzelne Kandidaten googlen. Bei Berufseinsteigern kommt das allerdings selten vor, Personaler haben gar nicht die Zeit dazu (s.o.). Das heißt aber nicht, dass Sie nicht sensibel mit Ihren Daten umgehen sollten. Denn wer weiß, wie sich alles entwickelt und spätestens, wenn es um Top-Positionen geht, wird Ihre (Online-)Reputation geprüft.

6. Ich sollte zeigen, dass ich offen für möglichst viele Positionen bin.
Sie haben Studium Marketing, Controlling und Personal gehört und trauen sich jetzt alles zu? Vor allem, weil Sie befürchten, den Einstieg beim Traumunternehmen nicht zu schaffen? Bewerber, die kein Profil entwickeln und keine klare Vorstellung von ihren Fähigkeiten und Zielen haben, werden keine Top-Kandidaten. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken und suchen Sie den passenden Job dafür! Dann werden Sie auch gut sein. Und wer gut ist, hat auch gute Chancen auf den Aufstieg!

7. Fürs Vorstellungsgespräch muss ich mich so schick anziehen wie möglich.
Ein klares Jein! Das Vorstellungsgespräch sollte mit Sorgfalt geplant werden und dazu gehört auch die Wahl der passenden Kleidung. Passend heißt vor allem, sich an dem Dresscode der Branche zu orientieren. Banker ziehen sich sicher anders an als Software-Entwickler, aber etwas schicker als im Alltag sollte es schon sein. Das heißt für Informatikerinnen eben auch, dass es beim Interview ruhig etwas schicker sein darf, auch wenn der Chef dann eventuell legerer angezogen ist als man selbst. Eine gute Richtschnur: Wie würden Sie Ihr Unternehmen beim Kunden präsentieren?

8. Ich darf nicht erzählen, dass ich mich noch bei anderen Unternehmen bewerbe.
Geht´s noch? Wer alles auf eine Karte setzt, handelt doch unklug und wer will solche Kandidaten? Sie befinden sich im Bewerbungsprozess und können das auch so kommunizieren. Das gibt Ihnen auch die Möglichkeit, sanften Druck auszuüben: “Ich habe ein Angebot von einem Ihrer Mitbewerber erhalten. Ihr Angebot interessiert mich aber mehr. Wann kann ich mit einer Antwort rechnen?” Und: Je mehr Alternativen Sie sich erarbeiten, umso besser.

9. Eine niedrige Gehaltsvorstellung hilft mir, einen Job zu bekommen.
Nein. Gehen Sie lieber mit einer angemessen hohen Forderung in die Gehaltsverhandlung. Lassen Sie sich Luft zum Verhandeln. So hat auch Ihr Verhandlungspartner einen Erfolg zu verbuchen und beide gehen zufrieden aus dem Gespräch. Wenn Sie wissen, dass das Unternehmen nicht so gut bezahlt wie zum Beispiel größere Unternehmen, können Sie auch über Weiterbildungen, Gutscheine, Versicherungen etc. verhandeln.

10. Viel hilft viel. Ich bewerbe mich bei so vielen Unternehmen wie möglich.
“Ich habe schon 200 Bewerbungen verschickt, und keiner möchte mich einstellen.” Wenn Ihnen so etwas passiert, sollten Sie ernsthaft nachdenken. Denn so kann keine Bewerbung individuell aufs Unternehmen abgestimmt werden und wird schnell als beliebig wahrgenommen. Lieber gezielt bewerben auf wirklich passende Positionen. Und wenn Sie viele Einladungen erhalten, dann aber kein Vertragsangebot, sollten Sie an Ihrem Auftritt feilen.

Der erste Karriere-Ratgeber für Professionals ist da: Jobguide Professional

Samstag, 11. Februar 2012

Der Jobguide Professional ist der erste unabhängige Marktüberblick speziell für Führungskräfte, Experten, Projekt- und Vertriebsmanager zur gezielten Karriere- und Laufbahnplanung. Ab sofort ist die neue Publikation des Düsseldorfer Wirtschaftsverlags matchboxmedia im Buchhandel und auf www.jobguide.de erhältlich. Den Karriere-Guide gibt es als Printausgabe und als kostenloses eBook.

Wirtschaftsjournalisten stellen in – nach Branchen sortierten – Porträts Arbeitgeber vor: von der Struktur des Unternehmens über dessen Marktbedeutung bis zu Karrierechancen für Professionals, Personalentwicklungsmodellen und Sozialleistungen. Der Leser erhält relevante Informationen, in welchen Bereichen Stellen zu vergeben sind und welche Anforderungen Bewerber erfüllen müssen. Im Rahmenprogramm des Jobguide Professional geht es ebenfalls vor allem um Themen, die für erfahrene Berufstätige interessant sind: Karriereplanung, Gehälter, Double Career Couples, Laufbahnmodelle, ausgewählte Personal- und Karriereberater und viele weitere spannende Infos.

Kostenloser Download: http://www.jobguide.de

Weniger als fünf Minuten pro Bewerbung – schade für Bewerber und Recruiter

Sonntag, 29. Januar 2012

Eine aussagekräftige und erfolgversprechende Bewerbung zu erstellen dauert seine Zeit. Besonders, wenn man sich nach Ende des Studiums um den ersten Job als Hochschulabsolvent bewirbt, schreibt man jede Menge Bewerbungen und bekommt oft nur wenige Einladungen. Da wird das Bewerbungsmarathon zeitweise zum  Vollzeitjob.Brickwedde

Egal welchen  Bewerbungs-Ratgeber man sich zu Gemüte führt: Eins fordern alle gemeinsam: Jedes Anschreiben soll individuell erstellt werden. Copy and paste der gleichen Bewerbungsunterlagen kann nicht der Türöffner für ein Bewerbungsgespräch sein. Als Hintergrundwissen für die Erstellung des Motivationsschreibens und den Lebenslauf ist auch die Informationsbeschaffung über den potenziellen Arbeitgeber ein echter Zeitfresser. Denn: Wer viel über das Unternehmen weiß, bei dem er sich bewirbt, kann im Anschreiben Beispiele aufführen, warum er der Richtige ist. Langen Textens kurzer Sinn: Es ist arbeitsaufwändig die Bewerbungsunterlagen so zu formulieren, dass der Recruiter nicht nur gedanklich die Anforderungen des Stellenprofils  beim Lesen abhakt, sondern den Bewerber kennenlernen möchte.

Schaut man sich allerdings die Ergebnisse der permanenten Umfrage von Institute for Competitive Recruiting (ICR) an, die besagen, dass Personaler je nach Unternehmensgröße und Branche pro Bewerbung nur wenige Minuten Zeit nehmen,  führt das zu berechtigtem Frust. Wozu das ganze Theater, wenn kein Recruiter sich CV und Anschreiben gründlich anschaut? „Es ist wie beim Kochen“, sagt Wolfgang Brickwedde, Geschäftsführer vom  ICR- „ Die Zeit, die Bewerber in die Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen stecken, steht in keinem Verhältnis zu den von den Recruitern bei den potentiellen Arbeitgeber aufgewandten Zeit für die Durchsicht der Bewerbungsunterlagen.“

Die traurige Bilanz: Die Mehrzahl der Recruiter braucht zum Durchsehen von Bewerbungen weniger als fünf Minuten. Weniger als fünf Prozent nehmen sich mehr als 15 Minuten Zeit und ein Drittel der Personaler schaffen die Durchsicht von Bewerbungsunterlagen in weniger als drei Minuten. Dieses Verhalten steht in krassem Gegensatz zu den von Personalern genannten größten Herausforderungen in ihrem Job: Gute Bewerber zu finden und offene Stellen schnell besetzten.

Was ist die Konsequenz für Bewerber? Wer auf Jobsuche ist, muss sich wohl oder übel bewerben. Noch mehr auf Bewerbungen über Social Media Kanäle setzen ,ist eine Möglichkeit. Denn sucht der Personaler aktiv über Facebook, Twitter und XING, ist er der Aktive und vielleicht interessierter daran, sich mit Bewerbern, die auf seine Aktivitäten reagieren, Kontakt aufzunehmen. Was meint Ihr dazu? Wer hat gute Erfahrungen mit Bewerbungen der etwas anderen Art gemacht?

Das geht gar nicht: No-Gos im Bewerbungsschreiben

Freitag, 20. Januar 2012

Das Anschreiben, auch Motivationsschreiben genannt, soll genau das transportieren: MOTIVATION. Außerdem sollte die Antworten auf folgende Fragen des Personalers beantworten:

- Warum passt dieser Bewerber besonders gut zur Stelle?
- Welche fachlichen Qualifikationen bringt er für die Position mit?
- Welche Erfahrungen aus Praktika oder früheren Jobs qualifizieren ihn für die Stelle?
- Was sind seine Alleinstellungsmerkmale gegenüber Mitbewerbern?

Demzufolge sind schwammige und austauschbare Formulierungen, die keine klaren beruflichen Ziele des Bewerbers zum Ausdruck bringen und Formulierungen im Konjunktiv, die auf Unsicherheit schließen lassen, absolut fehl am Platz. Hier einige weitere No-Gos für das Bewerbungsschreiben:

Betreff
Es ist gut möglich, dass der potenzielle Arbeitgeber mehr als ein Stellenangebot veröffentlicht hat. Daher in der Betreffzeile immer die Position angeben; falsl das Jobangebot numeriert ist,  auch die Nummer angeben, etwa so: „Bewerbung als Entwicklungsingenieur“ Auch bei einer Initiativbewerbung gibt es einen Betreff!

Quelle der Stellenanzeige
Wo hast Du die offene Stelle gefunden oder wie bist Du – im Falle einer Initiativbewerbung auf das Unternehmen aufmerksam geworden? Jeder Personaler muss intern rechtfertigen, wofür er das Recruiting-Budget ausgibt und über welche Kanäle er die meisten Bewerbungen generiert. Fütterst Du ihn im ersten Satz Deines Motivationsanschreibens mit dieser Information, ist er positiv gestimmt.

Anrede
Mit „Sehr geehrte Damen und Herren“, kann kein Anschreiben beginnen, das der Selbstvermarktung dient. Da es sich um eine Bewerbung auf eine konkrete Stelle bei einem bestimmten Unternehmen handelt, muss ein Ansprechpartner recherchiert und angeschrieben werden. Findet man diesen nicht auf der Karriere-Website des Unternehmens – was leider noch immer vorkommt –  steht ein Anruf in der Personalabteilung an und fragt nach dem Ansprechpartner für die Bewerbungsunterlagen. Nicht abwimmeln lassen! Schließlich legt der Bewerber alle persönlichen Karten auf den Tisch. Daher hat er auch das Recht, seine persönlichen Unterlagen an eine benannte Person zu schicken.

 

Würde, hätte, sollte – klingt nach bitte,bitte
Du willst, bist für die Stelle der ideale Bewerber und freust Dich über einen Einladung! Du bist auch kein Bittsteller, sondern eine hoch qualifizierte und bestens ausgebildete Arbeitskraft für das Unternehmen, bei dem Du Dich bewirbst. Also keine falsche Bescheidenheit! Der Konjunktiv vermittelt Unsicherheit und Unwahrscheinlichkeit. Wenn Du im Anschreiben überzeugend dargelegt hast, warum Du zum Arbeitgeber und auf das Stellenprofil passt, willst Du eingeladen werden. Also etwa so formulieren: „Über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.“

Softskills
Die erforderlichen Softskills für eine Stelle, stehen in der Stellenanzeige (schau Dir mal Stellenanzeigen auf JOBSUMA an) nach der erforderlichen Ausbildung. Dazu gehören Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft u.v. m. Mit schwammigen Aussagen wie: „Ich bin überaus engagiert, ein echter Teamplayer und eigne mich auch für einen Auslandseinsatz aufgrund meiner interkulturellen Kompetenzen“, führt nicht zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das sind leere Worthülsen. Mag sein, dass Du all diese wunderbaren Eigenschaften hast. Aber Personaler will Beweise. Überlege also, mit welchen Beispielen aus dem Studium, Deiner Berufsausbildung, einem Praktikum oder einem Job als Werkstudent, Du die geforderten Softskills beschreiben kannst.

Als Tipp zum Schluss: Jeder Personaler ist dankbar für  die Angabe konkreter Gehaltsvorstellungen und den nächst möglichen Eintrittstermin des Kandidaten. Das spart Zeit und erübrigt Nachfragen, wenn er sich für ein bestimmtes Kandidaten-Profil interessiert.