Erste Hilfe für das Vorstellungsgespräch

1.      Du kommst zu spät 

Sturm, Autounfall und eine Krankheit in der Familie werden meistens als Entschuldigung akzeptiert. Wenn Du allerdings verschlafen hast, gilt das nicht als Ausrede. Rufe möglichst sofort beim Unternehmen an und entschuldige Dich dafür, dass Duden Tagesplan des Personalers durcheinander gebracht hast. Schlage selber mindestens zwei neue Termine vor.

Du hast im Lebenslauf leicht übertrieben und der Recruiter findet das heraus

Obwohl Du nur einen kleinen Event für das Unternehmen organisiert hast, bei dem Du ein Praktikum gemacht hast, hast Du Dich als erfahrener „Project Manager“ bezeichnet. Recruiter sind in solchen Fällen nicht gnädig. Wenn Du für die ausgeschriebene Stelle nicht qualifiziert genug bist, hat er seine Zeit verschwendet. Gib zu, dass Du übertrieben hast, ziehe Deine Bewerbung zurück und entschuldige Dich. Leider dumm gelaufen.

2.      Man stellt Dir eine Frage, die Du nicht verstehst

Du kannst einfach sagen, dass Du keine Antwort auf diese Frage geben kannst. Man kann nicht alles wissen. Manchmal hilft es aber, nachzufragen, um den Kern der Frage zu verstehen. Damit zeigst Du, dass Du systematisch vorgehst.

3.      Der Recruiter behauptet etwas, was nicht stimmt

Solltest Du ihn korrigieren? Nein! Es sei denn, Du glaubst, dass er Dich testet. Wenn nicht, ist es immer besser, darüber hinweg zu sehen als indirekt zu implizieren, dass der  Gesprächspartner lügt oder schlecht informiert ist.

4.      Dir wird eine „verbotene“ Frage gestellt

“Planen Sie Kinder in der nahen Zukunft?“ ist eine klassische „verbotene” Frage – aber es gibt noch mehr davon, zum Beispiel die nach einer chronischen Krankheit.  Diese Fragen beantwortest Du entweder mit „Nein“, oder Du sagst gerade heraus, dass man Deines Wissens nach solche Fragen im Vorstellungsgespräch nicht zu beantworten braucht.

5.    Du sagst etwas Unpassendes

Das Vorstellungsgespräch verläuft in einer lockeren Atmosphäre – und plötzlich erzählst Du einen schlechten Witz. Je schneller Du Dich entschuldigst, desto besser. Versuchst Du allerdings, so zu tun, als ob nichts gewesen wäre, wird der Recruiter annehmen, dass es auch der Ton ist, den Du im Joballtag anschlägst.

6.      Nach fünf Minuten spricht Dich der Recruiter mit einem anderen Namen an

Solltest Du ihn korrigieren? Ja! Unterbrich ihn höflich und sage „Ich heiße Meier. Ich weiß, dass Sie mit vielen Leuten in Kontakt sind und es schwer ist, alle Namen zu behalten.“

7.      Der Recruiter schläft fast ein

Du hast das Gefühl, Dein Gesprächspartner denkt darüber nach, ob er es vor dem Berufsverkehr nach Hause schafft oder ob er noch etwas für das Abendessen einkaufen soll. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass das Gespräch mit Dir langweilig ist. Er ist auch nur ein Mensc. Du kannst das Vorstellungsgespräch retten, beziehungsweise seine Aufmerksamkeit zurück gewinnen, wenn Du jetzt Fragen stellst.

Autor: Christian Kramberg, Geschäftsfüher MSW und Partner

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