Klares Nein von Absolventen zur anonymisierten Bewerbung

Absolventen stehen der anonymisierten Bewerbung mehrheitlich kritisch gegenüber. Sie haben  große Befürchtungen, dass der Schuss nach hinten losgehen könnte und aus der angestrebten Chancengleichheit für die Bewerber nur Nachteile entstehen

Die Jobbörse für Quereinsteiger TalentFrogs führte bundesweit eine Befragung zur anonymisierten Bewerbung unter 581 Studenten im letzten Semester durch. Sie wurden befragt, ob sie sich von einer anonymisierten Bewerbung eher Vorteile oder Nachteile versprächen. Fast 80 Prozent betrachten den auch auf Arbeitgeberseite heftig diskutierten Modellversuch ganz klar als Nachteil.

Die meisten Befragten sind sich unabhängig von ihrem Geschlecht einig: Sie sehen in einer Bewerbung mehr als nur die Darstellung ihrer fachlichen Qualifikationen. Den meisten geht es bei der Bewerbung darum, ihre eigene Person darzustellen und sich zu präsentieren. Dabei werden der Ausschluss von Informationen wie beispielsweise zum Alter, Geschlecht und Familienstand sowie das Weglassen eines Fotos als großer Nachteil empfunden.

Ein Teil der befragten Studentinnen gaben an, dass die anonymisierte Bewerbung Bewerberinnen für einen Job im öffentlichen Dienst ganz klar benachteiligt, da bei Stellenausschreibungen für den öffentlichen Dienst Frauen bei gleicher Qualifikation männlichen Bewerbern gegenüber bevorzugt werden. Das Gleiche gilt für eine Bewerbung bei Unternehmen mit Frauenquote.

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