Deutsche Personalchefs sind optimistisch

Die Personalchefs deutscher Unternehmen rechnen in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit einem wachsenden Bedarf an Mitarbeitern. Das ergab eine Umfrage der DEKRA Arbeit Gruppe unter mehr als 300 Personalentscheidern von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit. Im Vergleich zum Vorjahr blicken die Personalchefs optimistisch in die Zukunft. 35 Prozent der Befragten gehen von einem erhöhten Einstellungsbedarf aus; im Vorjahr rechneten zum gleichen Zeitpunkt  nur 9,2 Prozent mit einem steigenden Bedarf an Mitarbeitern.

Gleichzeitig hat sich Gefahr drohender Entlassungen erheblich reduziert. Zwar sind die Auswirkungen der Finanzkrise für 41 Prozent der befragten Personalentscheider noch spürbar, doch nur jedes zehnte Unternehmen rechnet in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl. Die Gründe hierfür werden nicht nur auf die Wirtschaftskrise zurückgeführt, sondern 19,6 Prozent der Befragten machen den Fachkräftemangel dafür verantwortlich. Das heißt, sie würden gerne Absolventen einstellen, wenn es sie dann gäbe. 15 Prozent machen die unflexiblen arbeitsrechtlichen Bedingungen in Deutschland für eine schleichende Mitarbeiterreduktion verantwortlich.

Wie im letzten Jahr setzen die Personalentscheider auch weiterhin auf größtmögliche Flexibilität und alternative Beschäftigungsmodelle. Rund 37 Prozent entscheiden sich daher für befristete Arbeitsverträge bei neuen Mitarbeitern. 53 Prozent geben an, mit Zeitarbeitnehmern sehr gute Erfahrungen gemacht zu haben. Daher setzt jeder vierte Personalchef auch zukünftig auf die Zusammenarbeit mit qualifizierten Personaldienstleistern.dekra_Umfrage

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