Der erste Eindruck zählt – das Bewerbungsfoto

Bei den Workshops und Vorträgen zu Bewerbungsthemen, die ich an Hochschulen bundesweit halte und vor allem bei Bewerbungs-Check auf Kontaktmessen und Recruiting-Events bekomme ich zahlreiche Bewerbungsfotos zu Gesicht. Sehr viele davon sind professionell und wirken sich somit positiv auf die Bewerbung aus. Denn immer noch gilt: Der erste Eindruck zählt – dazu gehört eben auch das Foto.

Eins ist klar: Selbst das beste Foto kann dir keinen Job verschaffen, aber ein schlechtes Foto kann Chancen verbauen, denn nach wie vor achten Personalmitarbeiter auf das Foto.

Wichtig: Das Bild darfst du auch weglassen. Ein Arbeitgeber darf aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) kein Bild mehr von dir verlangen, beeinflussen lassen von einem Bild sollte sich ein Recruiter eh nicht, denn das könnte eben zu Diskriminierung führen bzw. den Verdacht auf eine mögliche Diskriminierung lenken. Daher wirst du hierzu auch keine offiziellen Statements aus Unternehmen lesen.

Wenn du dich aber dazu entschließt, ein Bild mitzuschicken, dann sollte es professionell sein und einen sympathischen Eindruck hinterlassen. Professionell heißt in dem Fall durchaus, zum Fotografen zu gehen und sich nicht mit der weißen Wand in der WG zufrieden zu geben. Such dir einen Fotografen, der schon bei anderen gute Bilder geschossen hat und der sich auch Zeit nimmt.

Als Kleidung würde ich das Bewerbungsoutfit empfehlen. Das heißt dann eben Anzug, Hemd und Krawatte oder – bei Frauen – Anzug, Kostüm und Bluse. Gut ist es auch, mehrere Kleidungsstücke zur Wahl zu haben. So hast du gleich mehrere Variantien und kannst je nach Branche auswählen. Natürlich kannst du auch je nach Branche eine etwas lockerere Kleidung wählen, z. B. ein T-Shirt zum Blazer oder auch ein Hemd ohne Krawatte. Wenn du überlegst, was angemessen sein könnte, würde ich immer eine etwas konservativere Variante wählen.

Bevor du zum Fotografen gehst, schau dir deine Kleidung noch einmal nach folgenden Aspekten an: Ein weißes Hemd mit schwarzer Jacke bildet große Farbkontraste, die leider nicht alle Fotografen hinbekommen. So gibt es auf dem Bild schnell eine gleichmäßig dunkle Fläche. Blau, grau oder braun und ein helles, farbiges Hemd wirken weicher als eine Kombination in schwarz-weiß. Da ist es wirklich am besten, mal mehrere Lösungen auszuprobieren.

Ob du das Foto in Farbe oder schwarz/weiß wählst, ist dir überlassen. Es kommt vor allem darauf an, was dich als Persönlichkeit besser herausstellt. Manchen schmeichelt Farbe eben mehr, andere Hauttönungen kommen in grau besser zur Geltung. Das sollte allerdings der Fotograf im Blick haben.

Noch ein Wort zur Körperhaltung: Es gibt ein paar Tricks, um auf Fotos lockerer und dynamischer zu wirken, zum Beispiel schräg auf einem Stuhl zu sitzen, die Beine breit und locker aufgestellt. Auch mehrere Drehungen auf dem Stuhl entspannen und sorgen für eine lockerere Haltung!

Gastbeitrag von Ute Blindert,  Herausgeberin von “Zukx – Magazin für Absolventen” Weitere Artikel zu den Themen Bewerbung und Vorstellungsgespräch findet Ihr auf www.zukx.de

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