Das letzte Arbeitgeber-Ranking 2010

Arbeitgeber-Rankings gibt es jede Menge. Und meistens belegen die gleichen Unternehmen die Spitzenplätze. Warum ist das eigentlich so? Weil die meisten Studenten, Absolventen und sogenannten Professionals sich darüber einig sind, was einen guten Arbeitgeber ausmacht? Ein gutes Arbeitsklima, eine faire und leistungsorientierte Bezahlung, gute Sozialleistungen, Weiterbildung und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, damit es voran geht mit der Karriere. Aber wie lassen sich solche Qualitäten bewerten? Schließlich werden in den anerkannten Rankings, die u. a. von  Trendence und Universum durchgeführt werden,  nicht die Mitarbeiter eines bestimmten Unternehmens befragt, ob sie mit ihrem eigenen Arbeitgeber zufrieden sind. Den eigenen Arbeitgeber kann man übrigens auf kununu bewerten. Nein, Arbeitgeber-Rankings werden regelmäßig unter Studenten, Absolventen und Young Professionals durchgeführt, zum größten Teil allerdings unter Studenten. Die haben bestenfalls ein Unternehmen während eines Praktikums von innen erlebt. Liegt es da nicht nahe anzunehmen, dass die Befragten diejenigen Unternehmen positiv bewerten, die durch Marketingmaßnahmen an Hochschulen, auf Recruiting-Messen und in flächendeckenden Werbekampagnen eine gute Arbeitgebermarke aufgebaut haben oder deren Produkte man einfach cool findet. Denkt einfach mal darüber nach und überlegt auch mal,  warum mittelständische Unternehmen, die vielleicht Top-Arbeitgeberqualitäten haben, aber nicht so viel Geld ins Marketing stecken wollen oder können, so gut wie nie in Arbeitgeber-Rankings auftauchen.

Im aktuellen Arbeitgeber-Ranking befragte Universum Communications in diesem Herbst 7.046 Professionals mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung nach ihrer Einschätzung zu Karriereaussichten und Arbeitgeberattraktivität. Als Grundlage für die Bewertung hatten die Befragten eine Liste mit 150 Arbeitgebern zur Auswahl und konnten weitere Arbeitgeber nennen, die ihrer Meinung nach auf der Liste fehlten.

Auf Platz eins der Prioritätenliste steht wie im Krisenjahr 2009 für 38 Prozent der Befragten ein sicherer Arbeitsplatz. Trotzdem besteht eine latente Wechselwilligkeit, denn 23 Prozent der Befragten geben an, im nächsten halben Jahr einen Arbeitsplatzwechsel zu planen. 16 Prozent möchten  innerhalb  der nächsten 12 Monate einen neuen Job finden. Diese Aussagen kann man so interpretieren, dass die Studienteilnehmer den nächsten Karriereschritt hinauszögern, bis die Wirtschaftslage sich weiter stabilisiert hat.

Die Ausgeglichenheit zwischen Arbeitsleben und Freizeit wird immer wichtiger für Young Professionals. 52 Prozent der Umfrageteilnehmer nennen Work-Life-Balance als wichtigstes Karriereziel.  Darunter verstehen sie hauptsächlich die Flexibilität, ihren Arbeitsalltag zu gestalten, beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, teilweise vom Homeoffice aus zu arbeiten. Für 28 Prozent zählt zur Work-Life-Balance auch eine gute Arbeitsatmosphäre

Für Professionals mit wirtschaftswissenschaftlichem Studium belegen BMW Group, Audi, Deutsche Lufthansa, Porsche und Adidas Group die ersten fünf Plätze im Ranking. Ingenieure halten Audi, BMW Group, Siemens, Porsche und Robert Bosch für die attraktivsten Arbeitgeber.

Zur vollständigen Liste des Universum-Rankings geht es hier.

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