Wichtige Versicherungen für Berufsstarter: Haftpflichtversicherung

© Jupiterimages/BananaStock/Thinkstock

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Eine Haftpflichtversicherung kommt immer dann zum Einsatz, wenn anderen durch eigenes Verschulden ein Schaden zugefügt wird. Dabei kann es sich um Personen-, Sach- oder Vermögensschäden handeln. Nun sind gerade Berufsstarter in den meisten Fällen noch nicht mit einem nennenswerten finanziellen Polster ausgestattet, weswegen eine Unachtsamkeit genügen kann, um schwerwiegende finanzielle Konsequenzen nach sich zu ziehen. Denn per Gesetz muss der Schadensverursacher auch für den entstandenen Schaden aufkommen.

Wann und wie leistet eine Haftpflichtversicherung

Schon geringfügige Unachtsamkeiten können zu einem Schaden führen. Werden gar Personen verletzt, gehen die Schadenersatzforderungen schnell in die Höhe. Die Folge ist nicht selten der finanzielle Ruin, denn Berufsanfänger haben in der Regel keine Reserven, mit denen sie die Forderungen erfüllen können. Das macht die Haftpflichtversicherung zu einer der wichtigsten Policen überhaupt, denn diese übernimmt die Schadenersatzforderung und der Versicherungsnehmer muss nicht um seine Existenz bangen.

Wichtige Option: Forderungsausfalldeckung

Aber auch der umgekehrte Fall ist denkbar: Einem selbst wird ein Schaden zugefügt und man hat folglich Anspruch auf Schadenersatz. Wenn nun der Schadensverursacher selber nicht über eine Haftpflichtversicherung verfügt und auch nicht über die Mittel, den Schaden wieder gutmachen zu können, kann es sein, dass man selbst auf dem Schaden sitzen bleibt. Für solche Fälle empfiehlt sich die Forderungsausfalldeckung. Dann nämlich übernimmt die eigene Haftpflichtversicherung den Schaden. Das gilt übrigens auch dann, wenn der Schadensverursacher gar nicht erst aufzufinden ist.

Typischer Beispiele finden sich vor allem im Elektronikbereich. Wenn sich beispielsweise in fröhlicher Runde der Inhalt eines Glases über einen teuren Laptop oder ein Smartphone ergießt, dann können so schnell mal mehrere Hundert Euro Schaden entstehen.

Wie lassen sich die Kosten für eine Privathaftpflicht minimieren?

Wichtige Versicherungen für Berufsstarter sollen möglichst günstig sein. Nennenswerte Kostenfaktoren bei einer Privathaftpflichtversicherung sind beispielsweise Laufzeit und Selbstbeteiligung. Versicherungsunternehmen wissen es durchaus zu schätzen, wenn ein Kunde bereit dazu ist, sich längerfristig zu binden. Die Konditionen bei Verträgen mit längerer Laufzeit sind daher im Schnitt günstiger.

Darüber hinaus kann eine Selbstbeteiligung vereinbart werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsnehmer Schäden bis zu einer bestimmten Höhe selbst übernimmt. Die Haftpflichtversicherung springt in Fällen ein, die über dem vereinbarten Betrag liegen. Eine Selbstbeteiligung empfiehlt sich daher auch für Berufsanfänger, deren Einkommen noch nicht allzu hoch ausfällt, die aber dennoch auf einen Schutz nicht verzichten möchten.

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