Soft skill Flexibilität – So überzeugen Sie im Vorstellungsgespräch

Bild: © Brand X Pictures/Thinkstock

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Flexibilität ist neben Kreativität und Teamfähigkeit eine der Stärken, die Arbeitgeber von Bewerbern erwarten und im Vorstellungsgespräch hören wollen. Deswegen sollte man sich bemühen und sich schon beim ersten Gespräch von seiner besten Seite zeigen.

Unter den 20 bis 35 Jährigen sind 54 Prozent dazu bereit, innerhalb Deutschlands für den Beruf umzuziehen. Wenn es in der Heimat einfach nicht klappt, einen geeigneten Job zu finden, bewerben sich viele in anderen Städten um ihre Chancen dahingehend zu verbessern. Egal ob Familie oder Single: Wo das Einkommen lockt, dort wandert man hin. Doch bevor es überhaupt so weit kommt, muss man zuvor in einem Bewerbungsverfahren den Arbeitgeber davon überzeugen, dass man flexibel ist und auch einen längeren Weg oder Umzug in Kauf nehmen würde. Wie gelingt das aber?

Persönlich Vorstellen

Wurden Sie zum Vorstellungsgespräch in eine andere Stadt eingeladen, gibt es nun verschiedene Möglichkeiten zu zeigen, wie flexibel Sie sind. Den besten Eindruck macht man natürlich immer persönlich. Eine Reise zum Ort und ein Gespräch in den Räumlichkeiten des neuen Arbeitgebers bieten hier die besten Chancen und haben zugleich mehrere Vorteile. Zum einen können Sie sich ein Bild von der Stadt machen, in die Sie vielleicht ziehen werden und auch das neue Büro können Sie so schon einmal in Augenschein nehmen. Bei einem persönlichen Treffen können Sie mit Körpersprache, Auftreten und Erscheinungsbild punkten. Ein Tipp hierfür: Planen Sie die Reise gut. Wie weit weg ist der Ort? Wie lang brauche ich dorthin? Mit einem Routenplaner kann der Weg zum Vorstellungsgespräch online geplant werden. Sollten Sie eine lange Anreise haben, könnten Sie sich auch überlegen, eine Übernachtung im Hotel zu buchen und das Gespräch mit einer Städtereise verbinden. Auch hier kann man mit einem Routenplaner im Web schnell die Strecke zu einem Hotel finden und auch gleich schauen, wie man von dort zum Vorstellungsgespräch gelangt.

Das Skype-Interview

Wer in einem anderen Land lebt oder aufgrund anderer Umstände keine Zeit für ein persönliches Gespräch hat, kann ein Skype-Interview vorschlagen. Manchen erscheint diese Version als angenehmer, da der Ort selbst ausgewählt ist, Notizen und Antworthilfen zurechtgelegt werden können, Anreisekosten entfallen und der Aufwand im Allgemeinen für das Vorstellungsgespräch reduziert ist. Doch Vorsicht: Bei dem Video-Gespräch rückt ihre Körpersprache deutlich in den Vordergrund, das Gespräch ist stärker auf den Inhalt fokussiert und auch Kleinigkeiten wie eine schlechte Bild- oder Tonqualität können einen schlechten Eindruck hinterlassen. Auch ist ein Skype-Interview für viele Unternehmen nur ein Mittel für den ersten Eindruck. Viele Bewerber kommen um ein persönliches Vorstellungsgespräch danach nicht drum rum.

Telefonisches Bewerbungsgespräch

Ein rein telefonisches Bewerbungsgespräch sollte höchstens vonseiten der Firma vorgeschlagen werden und nicht vom Bewerber. Bei den Telefonaten fehlt ein persönlicher Bezug noch deutlicher als im Video-Chat. Da es schwerfällt, die eigene Stimme einzuschätzen, kann man hier ebenfalls in Fettnäpfchen treten und sich zu schnell zu einer lockeren Haltung hinreißen lassen. Der Vorschlag zu einem telefonischen Interview wirkt wenig flexibel und wirft eher unangenehme Fragen auf: Hat der Bewerber etwas zu verbergen? Weiß er nicht, wie man mit neuer Software und Computern umgeht?

Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie sich also immer besser persönlich bei Ihrem neuen Arbeitgeber vorstellen – egal, wie weit Sie dafür fahren müssen. Mehr Flexibilität können Sie im ersten Schritt nicht zeigen und punkten so garantiert bei Ihrem potentiellen neuen Chef.

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