Sicherer Job und Work-Life-Balance sind deutschen Studenten am Wichtigsten

Auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten ist für deutsche Studenten das wichtigste Karriereziel die Work-Life-Balance. Das ergab eine Befragung unter 20.410 Studierenden von Universum Communications . In einer Liste von neun möglichen Karrierezielen wählten die Befragten die drei für sie wichtigsten. Im Vergleich zur Umfrage im vergangenen Jahr ist die Bedeutung eines sicheren Jobs in der Rangliste von Platz vier auf Platz drei gestiegen. An dieser Stelle merkt man deutlich die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Trotzdem wählten 50 Prozent der Befragten für 2010 den Faktor Work-Life-Balance zum wichtigsten Ziel für ihre berufliche Zukunft. Das zweitwichtigste Ziel ist die intellektuelle Herausforderung im Job.

Dieses Werteranking stellt natürlich entsprechende Erwartungen an Einstiegsjobs. Daher bewerteten die Befragten auch die Eigenschaften von Unternehmen in vier Kategorien. Demnach zeichnen sich attraktive Arbeitgeber durch folgende Kriterien aus:

-       Attraktive Produkte und Dienstleistungen

-       Eine anspruchsvolle Tätigkeit

-       Work-Life-Balance

-       Ein attraktives Grundgehalt

Im Vergleich dazu legten die Befragten 2009 mehrheitlich Wert auf innovative Produkte, vielfältige Aufgabengebiete und Vorgesetzte, die die eigene Entwicklung fördern. Das attraktive Grundgehalt konnte den Platz vom Vorjahr halten.

Die Karriereziele der Studierenden in Deutschland 2010 2009
Eine ausgewogene Work-Life-Balance 1 1
Intellektuell herausgefordert sein 2 2
Einem sicheren und beständigen Job nachgehen 3 4
Führungskraft mit leitender Funktion 4 3
Unternehmerisch oder kreativ / innovativ sein 5 5
Eine internationale Laufbahn 6 6
Selbständig oder unabhängig sein 7 8
Technischer oder Fachexperte sein 8 7
Sich dem Gemeinwohl widmen oder das Gefühl zu haben, dem öffentlichen Wohl zu dienen 9 9

Universum Student Survey
Universum Communications befragte bundesweit von November 2009 bis März 2010 20.410 Studierende zu Karriereaussichten und Arbeitgeberattraktivität. Jeder Befragte wählte aus einer Liste von 130 Arbeitgebern, die je nach Studienrichtung der Teilnehmer variierten, bis zu fünf ideale Arbeitgeber, wobei auch freie Nennungen möglich waren. Die Teilnehmer nahmen daraufhin insgesamt 54.728 Bewertungen ihrer idealen Arbeitgeber vor. Darüber hinaus gaben die Befragten detaillierte Auskünfte über ihre Karrierepräferenzen.

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