Produktiv arbeiten: Warum Pause machen wichtig ist

Internet-Flatrate LeipzigNicht nur Leistungssportler brauchen Pausen, um ihr Potenzial voll ausschöpfen zu können. Der Körper ist abhängig von Regenerationsphasen, die es uns erlauben unsere Höchstleistung abzurufen. Dies gilt auch für Berufe, in denen viel geistige Arbeit und Konzentration gefragt sind.

Hektik bremst Kreativität aus
In unserer heutigen Leistungsgesellschaft, in der private und berufliche Trennungslinien fortwährend ineinander übergehen, wird es immer wichtiger, dem hektischen Produktivitätsdruck zu entkommen. Kreativität ist kein Produkt, das einfach hergestellt wird – kreatives Arbeiten im Job erfordert vielmehr Pausen, die eine solche erlauben und überhaupt ermöglichen. Studien haben bereits nachgewiesen, dass das Gehirn während des nächtlichen Schlafes die Eindrücke vom Tag verarbeitet und so neue Lösungen schafft. Das Nichtstun erlaubt es – ähnlich wie der nächtliche Schlaf – das Erlebte und Erlernte noch einmal zu überdenken und zu festigen, um auf diese Weise mitunter zu neuen Wegen zu gelangen. Während der Ruhephasen kann das Nervensystem somit neue Synapsen ausbilden. In der Hirnforschung zeigte sich daher auch während scheinbarer physischer oder neuronaler Passivität eine hohe Hirnaktivität.

Leistungsabfall
Ohne Pausen riskiert man enorme Leistungseinbußen. Dies führt zu einem erhöhten persönlichen Stress. Eine Folge, die daraus resultieren kann, stellt unter anderem das Burnout-Syndrom dar sowie auch andere psychische Erkrankungen. Die geistige Leistungsfähigkeit wird dadurch vollständig zum Erliegen gebracht. Zudem nimmt die Anfälligkeit des Organismus für Infekte zu.

Pausen sinnvoll einbauen
Um Pausen sinnvoll zu nutzen, sollten diese nicht direkt am Arbeitsplatz vor dem Schreibtisch stattfinden. Dem Gehirn wird es andernfalls erschwert in den Pausenmodus, dem sogenannten „Default-Mode“, zu wechseln. Die nötige Entspannung bleibt dann aus. Als besonders erholsam gelten Mittagspausen an der frischen Luft. Schon ein 20-minütiger Spaziergang gibt neuen Leistungsschub. Last Minute dem Stress entfliehen können Berufstätige nicht nur im Urlaub, sondern auch durch kleinere Pausen, die mit Entspannungs- und Gymnastikübungen versehen werden. Diese bewirken bereits eine Steigerung des Leistungspotenzials und wirken der Ermüdung entgegen. Das Wochenende und auch der Feierabend sollten zudem als arbeitsfreie Zeit fest eingeplant werden, um den perfekten Ausgleich zu den Herausforderungen des Jobs und die sogenannte Work-Life-Balance herzustellen. Ein stabiles Umfeld außerhalb der Arbeitszeiten erleichtert den Stressabbau. Um eine deutliche Regeneration zu erzielen, ist Urlaub für viele immer noch die beste Möglichkeit, um dem Alltagsstress im Job zu entfliehen. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Urlaub möglichst über zwei bis drei Wochen am Stück stattfindet. Andernfalls kann der Organismus sich nicht ausreichend erholen. Als absoluter Erholungskiller gilt außerdem eine ständige Übererreichbarkeit – das Handy sollte daher ruhig an der Ruhephase teilhaben.

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