Nach der Jobsuche an die Absicherung denken

© Jupiterimages/BananaStock/Thinkstock

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Wer nach dem Studium auf Jobsuche ist, denkt zumeist an nichts anderes als an den begehrten Arbeitsplatz, der gegen die starke Konkurrenz ergattert werden will. Dazu kommt der Ärger um so schlecht bezahlte Jobs, dass davon kaum das eigene Leben bestritten werden kann, und die heute fast schon übliche Befristung, die keine langfristige Sicherheit bietet. Trotzdem müssen sich auch Berufsanfänger irgendwann Gedanken um “später” machen.

Rente und Berufsunfähigkeit

Wer will mit 25, wenn das Leben gerade so richtig beginnt, schon an die Rente in über 40 Jahren denken? Dabei gilt: Je eher mit der Einzahlung in eine private Rentenversicherung begonnen wird, umso größer sind später die Erträge. Und auf die gesetzliche Rentenversicherung kann sich heute niemand mehr verlassen. Bei der privaten Zusatzversorgung gibt es etliche Möglichkeiten, wie die staatlich geförderte Riester-Rente, Lebensversicherungen und verschiedene Arten der Kapitalanlage. Aktuell machen die niedrigen Zinsen diese Form der Alterssicherung jedoch relativ uninteressant – was sich hoffentlich irgendwann wieder ändern wird. Für Selbstständige und damit auch für die wachsende Zahl der jungen Freelancer ist zudem die sogenannte Rürup-Rente interessant.

Ein weiterer Aspekt, der nicht vernachlässigt werden sollte, ist die sogenannte Berufsunfähigkeitsversicherung. Früher gehörte diese zu den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung, wurde jedoch im Rahmen der Agenda 2010 abgeschafft. Daher muss sich nun jeder selbst um die Absicherung kümmern, wenn z.B. aufgrund eines schweren Unfalls oder einer chronischen Krankheit keine berufliche Tätigkeit mehr möglich ist. Immer wieder empfohlen wird beispielsweise die HanseMerkur, deren Berufsunfähigkeitsversicherung: Testbewertung von Finanztest “Sehr gut” erhielt.

Vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber

Beim Vorstellungsgespräch kommen diese Dinge in der Regel noch nicht zur Sprache, aber spätestens beim zweiten Gespräch, wenn es konkret um einen Arbeitsvertrag geht, sollten sich auch Berufsanfänger nicht scheuen, das Thema “Vermögenswirksame Leistungen” anzusprechen. Diese werden vom Staat gefördert und können ein weiteres wichtiges Standbein der Altersvorsorge darstellen.

Eine weitere Möglichkeit, die in den letzten Jahren zunehmend an Attraktivität gewonnen hat, ist der Erwerb einer Immobilie. Wer einmal (möglicherweise mithilfe der Eltern) das notwendige Eigenkapital zusammengekratzt hat, zahlt anschließend jeden Monat eine Rate, die mit der Miete vergleichbar ist – allerdings ohne drohende Mietsteigerungen oder Ärger mit dem Vermieter. Und für die Alterssicherung ist die eigene Immobilie ganz ohne Mietkosten ohnehin eine prima Investition.

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