Mehr als Kaffeekochen – Praktikumssuche leicht gemacht

Es ist 12 Uhr mittags am Praktikumstag 1. Du hast in kurzer Zeit schon viel gelernt, beispielsweise wie der hochkomplexe Industriekopierer funktioniert und der Chef seinen Kaffee am liebsten trinkt – schwarz mit 2 Stück Zucker. Die erste Bewährungsprobe ist damit bereits bestanden und du bist fit für verantwortungsvollere Aufgaben. Du darfst die Post zum Postamt bringen. Aber nun mal im Ernst, so sollte nun wirklich kein gutes Praktikum aussehen. Denn schon längst hat das Klischee des kaffeekochenden Praktikanten ausgedient, stattdessen werden viele Praktikanten heute als wertvolle Mitarbeiter in die Unternehmen integriert. Sie leiten eigene Projekte, bekommen eine faire Vergütung und haben gute Chancen in der Branche fußzufassen. Sind wir aber ehrlich, wissen wir, dass die Praktikantenwelt längst nicht überall so rosig aussieht. Doch Fakt ist, wer die Augen offen hält und nicht wahllos den erstbesten Praktikumsplatz annimmt, hat gute Chancen auf eine positive Praktikumserfahrung.

Der erste Gedanke ist nun bestimmt, ob es irgendwo eine Zauberkugel gibt, mit der man in die Praktikumszukunft blicken kann, denn wie sonst soll man rausfinden, was einen wirklich erwartet? Auch wenn es diese Zauberkugel bis jetzt noch nicht gibt, Möglichkeiten in die Zukunft zu schauen gibt es tatsächlich. Durch einen gezielten Blick in die Vergangenheit. Was komisch klingt ist eigentlich ganz einleuchtend: Mit Hilfe von Bewertungsplattformen wie meinpraktikum.de können ehemalige Praktikanten online ihre Erfahrungen schildern. Denn wer sollte besser als Ratgeber geeignet sein, als die, die ihre Erfahrungen bereits gemacht haben?  Bereits mehrere tausend Praktikanten haben diese Option genutzt, entstanden ist damit eine neue Informationsquelle. Wer nun ein bestimmtes Unternehmen im Auge hat, kann sich mit wenigen Klicks ein Bild machen.

Doch auch die andere Seite ist nicht irrelevant, denn es gibt viele Gründe für Negativerfahrungen. Nicht immer hängen diese mit einem fiesen Chef oder einer ausbeuterischen Unternehmenskultur zusammen, oft ist einfach nur der falsche Praktikant im Unternehmen gelandet. Stimmt beispielsweise die Qualifikation nicht mit dem Aufgabenprofil überein, kommt es schnell zu Unstimmigkeiten und Überforderung. Anders als geplant bleibt dem Unternehmen nichts anderes übrig, als dem Praktikanten mit „öden Aufgaben“ zu beauftragen und das Niveau zu senken. Anders herum sind auch immer wieder Praktikanten überqualifiziert. Wer das Praktikum als Sprungbrett nutzen möchte, sollte sicherstellen, dass eine Übernahme in dem Unternehmen überhaupt möglich ist. Man sollte sich daher neben den Erfahrungsberichten auch die Informationen anschauen, die das Unternehmen selbst Preis gibt. So können Missverständnisse von vornherein ausgeschlossen werden.

Übrigens: 2012 waren dem Praktikantenreport von meinpraktikum.de zufolge über 65% der Praktikanten zufrieden. Luft nach oben gibt es dennoch. Also Augen auf bei der Praktikumssuche.

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