Karrieretipp: Ausbildung zum Handelsfachwirt

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Nachdem wir vor Kurzem die Ausbildung zum technischen Fachwirt vorstellten, ist nun mit dem Handelsfachwirt der nächste Ausbildungsberuf an der Reihe. Die Lehre endet mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung von der IHK.

Ausbildungsinhalte und -voraussetzungen

In der Regel findet die Ausbildung zum Handelsfachwirt im Einzelhandel statt, wo Verkaufsförderung, Kundenbetreuung und Warenpräsentation im Fokus stehen. Die Ausbildung vor Ort wechselt sich dabei mit einer schulischen Ausbildung ab, wobei Letztere in Blöcken oder aber im Teilzeitunterricht absolviert werden kann. Wie genau die duale Ausbildung ausgestaltet wird, bestimmt dabei der jeweilige Ausbildungsbetrieb.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Ausbildung zum Handelsfachwirt um eine Weiterbildung, die im Anschluss an eine branchenbezogene kaufmännische Ausbildung stattfindet. Nicht selten kommt es vor, dass Aus- und Weiterbildung in Kombination angeboten werden, was sowohl für die Unternehmen als auch ihre Lehrlinge von Vorteil ist. So bietet etwa auch der Hamburger Juwelier Wempe eine Kombination für die Ausbildung zum Handelsfachwirt an – die gesamte Lehre dauert im Unternehmen drei Jahre und beginnt jeweils zum 1. August. Bewerber müssen als Voraussetzung eine Fachhochschulreife oder ein Abitur sowie unter anderem ein Interesse an Schmuck, ein verbindliches Auftreten und Freude an Beratung und Verkauf mitbringen.

Im ersten Teil der Ausbildung werden in der Berufsschule die Fächer Einzelhandels-Betriebslehre, Wirtschafts- und Sozialkunde, Waren- und Verkaufskunde, Rechnungswesen und Warenwirtschaft unterrichtet.

Im zweiten Teil, also in der Ausbildung zum Handelsfachwirt, sind dann die Fächer Betriebsorganisation, Personalwesen, VWL, Rechnungswesen, EDV-Warenwirtschaft, Betriebsorganisation und Recht an der Reihe. Weiterhin tragen unternehmensinterne Seminare zu einer umfassenden Berufsausbildung bei.

Gute Aufstiegschancen nach Ausbildung

Nach dem Ende der Ausbildung zum Handelsfachwirt gelingt der Berufsstart meist wesentlich flüssiger als nach einem Studium, was vor allem daran liegt, dass viele Ausbildungsbetriebe ihre Lehrlinge übernehmen. Nicht selten haben sehr gute Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss sogar die Möglichkeit, rasch höhere Positionen im Unternehmen zu bekleiden. Denkbar sind zum Beispiel Aufstiege zum Abteilungs- oder Filialleiter.

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