Gute Karriereaussichten: Vollbeschäftigung bei Uni-Absolventen

Uni Absolventen auf Jobsuche

Thomas Kölsch / pixelio.de

Akademiker und Ausgebildete haben auf dem Arbeitsmarkt derzeit allerbeste Chancen, einen Job zu finden. Einer aktuellen Studie zufolge herrscht bei Uni-Absolventen praktisch Vollbeschäftigung – auch wenn nicht jeder Akademiker in seinem Traumberuf arbeitet.

Wer gerade an seinem Hochschulabschluss arbeitet, muss sich kaum Sorgen um die berufliche Zukunft machen. Einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge bleibt in Deutschland nur ein Bruchteil der Akademiker ohne Job. Beste Chancen also für den Berufseinstieg von Absolventen.

 

Uni- und FH-Absolventen mit besten Job-Chancen

Dabei spüren Uni-Absolventen die derzeitige wirtschaftliche Verunsicherung im Euroraum kaum.

Nach einem Einbruch der Beschäftigungszahlen ist jetzt wieder ein ähnliches Niveau wie vor der Krise erreicht. Nur 2,5 Prozent der hochqualifizierten Uni-Absolventen sind derzeit arbeitslos, besagen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. 2006 waren es noch 3,6 Prozent, 1997 lag die Arbeitslosenquote der Uni-Absolventen bei 4,5 Prozent. Den Zahlen zufolge haben sich die Aussichten damit deutlich verbessert.

Auch bei Fachhochschulabsolventen ist die Arbeitslosenquote in den letzten 15 Jahren deutlich gesunken. Wie bei Uni-Absolventen auch lag die Zahl der arbeitslosen FH-Abgänger 2011 bei 2,5 Prozent. 2006 waren es noch 3,3 Prozent, die ohne Beschäftigung waren. Zum Vergleich: Wer eine Lehre oder eine Berufsfachschule abgeschlossen hat, läuft eher Gefahr, arbeitslos zu werden. In dieser Gruppe betrug die Arbeitslosenquote 2011 5,1 Prozent.

Die Autoren der IAB-Studie stellen außerdem fest: Schon seit mehreren Jahrzehnten sind gut ausgebildete Personen viel seltener arbeitslos als Geringqualifizierte. Dabei besteht kein Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland, genauso wenig wie zwischen Frauen und Männern. Auch ist dies unabhängig von Krisen oder insgesamt sinkender Arbeitslosigkeit.

 

Nicht jeder Akademiker landet im Traumjob

Allerdings finden nicht alle Akademiker auch eine Anstellung, die zu ihrer eigentlichen Qualifikation passt. Die Studie der IAB besag, dass im Jahr 2009 fast jeder dritte Hochschulabsolvent atypisch beschäftigt war. Häufig befinden sich Akademiker zudem nicht in einer Festanstellung, sondern haben einen befristeten Vertrag. Personen mit einer klassischen Ausbildung sind deutlich häufiger fest angestellt.

Geringqualifizierte haben es dagegen immer schwerer auf dem deutschen Arbeitsmarkt, die Jobs in diesem Segment werden weniger. Mit einem Arbeitslosenrisiko von fast 20 Prozent ist die Gefahr für Geringqualifizierte vier Mal höher als für Personen mit einer Ausbildung oder einem Hochschulabschluss.

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