Früh übt sich: Als Praktikant Erfahrung gewinnen

489956_web_R_K_by_Konstantin Gastmann_pixelio.deIn einem immer härter umkämpften Jobmarkt verlangen Unternehmen mehr und mehr Erfahrung von potenziellen Mitarbeitern. Wer dieses Praxiswissen nach seiner abgeschlossenen Schulausbildung vorweisen möchte, sollte möglichst früh damit beginnen, Praktika zu absolvieren.

Praktikum – ein Wort, welches in vielen Menschen unangenehme Gefühle erweckt. Schüler verbinden mit ihm die erste praktische Erfahrung im Berufsleben. Wer aber seine schulische Ausbildung hinter sich hat, der wird von einem Praktikum weniger begeistert sein. Denn für ihn bedeutet es teilweise einen nicht oder schlecht bezahlten Job in einem Unternehmen anzunehmen. Tatsächlich erhält laut dem Hochschul-Informations-System (HIS) nur jeder dritte Praktikant ein Honorar. Selbst dann beträgt der Wert meist nur 350 Euro pro Monat. Praktikanten arbeiten folglich für Ruhm, Ehre und natürlich Erfahrung. Letztere ist aber von großer Wichtigkeit.

Motivation: Das Praktikum als Berufseinstieg sehen

Als Schüler möchte man verständlicherweise nicht frühzeitig mit der Arbeitswelt in Kontakt treten. Die Ferien verbringt man lieber auf eine andere Art und Weise. Doch diese Denkweise ist von Grund auf falsch. Wer in seinen Sommerferien als Praktikant arbeitet, kann in guten Fällen nicht nur Geld verdienen, sondern auch wichtige Erfahrung sammeln. Diese Erfahrung wiederum wird man spätestens bei der Arbeitssuche zu Schätzen lernen. Wer nämlich Praxiswissen vorweisen kann, hat generell bessere Chancen in der Berufswelt.

Das Praktikum sollte folglich als eine Möglichkeit angesehen werden, sich den späteren Berufseinstieg zu erleichtern. Dafür muss man lediglich einen Teil seiner Freizeit opfern – ein guter Kompromiss.

Bewerbung: Nicht einfach irgendwo ein Praktikum absolvieren

Berufserfahrung ja – aber bitte den eigenen Wünschen entsprechend. Wer davon träumt, als Programmierer zu arbeiten, sollte sein Praktikum folglich nicht im Supermarkt ausführen. Unternehmen achten natürlich auf Berufserfahrung im passenden Gewerbe.

Die Bewerbung für das Praktikum selbst ähnelt jener für einen Arbeitsplatz. Schüler haben hier noch nicht viel Erfahrung, auch wenn sie grundlegende Kenntnisse in der Schule erlernt haben sollten. Die Bewerbung besteht im Grunde aus drei Teilen:

  1. Suche
  2. Recherche
  3. Bewerbung

Die Suche nach einem Unternehmen, welches Praktika anbietet, erfolgt heutzutage ganz klar über das Internet. Schüler haben die Möglichkeit, solche Angebote über Suchmaschinen wie Google, Bing oder DuckDuckGo zu finden. Weiterhin sind die klassischen Jobportale eine gute Möglichkeit, Praktikumsstellen zu finden. Neben diesen Anlaufstellen können Schüler, die genaue Vorstellungen haben, wo sie ihr Praktikum absolvieren möchten, das Unternehmen direkt anfragen. Viele Firmen besitzen auf ihrer Webseite einen Bereich, wo es Informationen zu offenen Stellen gibt. Das ist auch bei der Online-Stellenbörse von easyCredit der Fall, wo ausdrücklich Einstiegsmöglichkeiten für Schüler angeboten werden. Doch auch ohne solche Erwähnungen lohnt es sich, einfach nachzufragen.

Der Fall von easyCredit erleichtert die Recherche, weil das Unternehmen bereits über Praktika informiert. Ist dies nicht der Fall, müssen sich Schüler darüber informieren, ob diese angeboten werden. Auch hier können Suchmaschinen helfen, denn sie finden selbst alte Einträge von Praktikumsangeboten. Ansonsten hilft es nur, das Unternehmen direkt per E-Mail oder Telefon anzufragen.

Bei der Bewerbung selbst müssen Schüler auf die Formulierung achten. Falls sie sich für ein bestimmtes Praktikum interessieren, ist dieses in der Bewerbung ausdrücklich zu nennen. Mustervorlagen für ein Bewerbungsschreiben gibt es hier bei uns.

Praktikum nicht einfach nur abschließen

Viele Praktikanten leiden darunter, dass sie nicht richtig in das Unternehmen eingebracht werden. Häufig liegt das daran, dass das Praktikum nur wenige Wochen läuft. In anderen Situationen gibt es niemanden, der sich um sie kümmern kann. Wenn der Praktikant dann als persönlicher Assistent zum Kaffee kochen oder Kopieren ausgenutzt wird, geht es einigen Schülern zu weit. Doch genau in diesen Situationen zeigt sich, wer motiviert und bereit ist, etwas zu lernen:

  1. Eigeninitiative beweisen: In den ersten Tagen haben Praktikanten die Möglichkeit, das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Abläufe kennenzulernen. Es sollte ausreichen, um sich einen Überblick zu verschaffen, wo unter Umständen Hilfe benötigt wird. Genau hier sollten sich Praktikanten einbringen und Eigeninitiative zeigen. Den Kollegen und dem Chef wird dies positiv auffallen.
  2. Leerlaufzeiten nutzen: Arbeitsbedingte Pausen, wenn der Praktikant nichts leisten kann, sind nicht auszuschließen. In diesem Fall sollte man jedoch nicht die Situation ausnutzen und auf Facebook surfen, sondern nachfragen, ob man sich die Zeit vertreiben kann.
  3. Interesse zeigen: Im Gegensatz zur Eigeninitiative ist hier gemeint, dass Praktikanten sich für bestimmte Bereiche begeistern, weil ihnen diese interessant erscheinen, ohne dabei zu berücksichtigen, ob Arbeit nötig ist. Praktikanten sollten die Verantwortlichen ansprechen und fragen, ob diese sie unterstützen können. Auf diese Weise beeinflussen Schüler direkt, wie ihr Praktikum verläuft.
  4. Unklarheiten klären: Dumme Fragen gibt es keine. Wer aber gar nicht fragt, riskiert, Fehler zu begehen. Aus diesem Grund sollten Praktikanten niemals zögern, bei Unklarheiten direkt nachzufragen.

Kontakte knüpfen und Chancen verbessern

Das Praktikum muss nicht zwingend nur eine Möglichkeit sein, Erfahrung zu sammeln. Gerade als junger Schüler können viele Jahre vergehen, bis man den Berufseinstieg wagt. Dennoch ist es sinnvoll, vorab Kontakte zu knüpfen. Das können Mitarbeiter, Personalleiter oder Chefs sein, die gemerkt haben, wie engagiert man während dem Praktikum war. Wer mit diesen Menschen den Kontakt pflegt - über das Business-Netzwerk Xing oder LinkedIn zum Beispiel - erleichtert sich später den Berufseinstieg.

 

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