Erfolg als Freiberufler

Teilzeitselbstständig als Student?

Die meisten Studenten werden wohl bestätigen, dass das Geld niemals reicht. Außerdem hat der eine oder andere vielleicht eine Geschäftsidee, die er unbedingt ausprobieren möchte. Die Teilzeitselbstständigkeit bietet sich in jedem Fall an. Sie bringt verschiedene Vorteile mit sich, allerdings sollten auch die wichtigen Randbedingungen, zum Beispiel im Hinblick auf das Einkommen, beachtet werden.

Vorteile der Teilzeitselbstständigkeit
Wer sich als Student nebenberuflich selbstständig macht, kann eine Geschäftsidee testen. Ist sie erfolgreich, kann direkt nach dem Studium mit dem Einstieg in die Vollselbstständigkeit begonnen werden. Es bestehen zu dem Zeitpunkt erste Kontakte zu Kunden – eventuell konnte bereits ein Kundenstamm aufgebaut werden – und auch Geschäftspartner sind schon vorhanden.
Die gesammelten Erfahrungen durch die Teilzeitselbstständigkeit kann der Student im späteren Berufsleben auch dann nutzen, wenn er nach seinem Abschluss angestellt tätig ist.
Eventuell bietet sich die freie Mitarbeit in einer Agentur oder Bürogemeinschaft von Freiberuflern an. Hierbei können ebenfalls umfangreiche Erfahrungen gesammelt werden. Diese erstrecken sich nicht nur auf die Branche und die eigentliche unternehmerische oder freiberufliche Tätigkeit, sondern auch auf alltägliche Aufgaben. Dazu gehören Buchführung, Marketing, Honorarkalkulation und viele andere Bereiche mehr. Sie sind für das spätere Bestehen als Selbstständiger unverzichtbar.

Randbedingungen
Ein Student kann zwar Geld dazuverdienen, jedoch sind ihm gewisse Grenzen gesetzt, wenn er zum Beispiel Fördermittel bekommt. Für das BAföG gilt eine Einkommensgrenze von 3.880 Euro im Jahr. Dabei wird aber das Jahr der Bewilligung zugrunde gelegt und nicht das Kalenderjahr. BAföG wird für das Erststudium gezahlt, und zwar nur so lange, wie sich der Student innerhalb der Regelstudienzeit befindet.


Für das Kindergeld gilt, dass dieses bis zum 25. Lebensjahr gezahlt wird. Sollte das Studium bis dahin abgeschlossen sein, wird es also auch für die Dauer dieser ersten Ausbildung gewährt. Allerdings darf der Zuverdienst durch die Teilzeitselbstständigkeit 8.004 Euro nicht überschreiten, ansonsten wird das Kindergeld nicht mehr gezahlt.
Die Krankenversicherung kann ein Student über die Familienversicherung seiner Eltern fortführen. Verdient er bis zu 365 Euro im Monat dazu, ist das ebenfalls noch möglich. Überschreitet der Verdienst diese Grenze, die wöchentliche Arbeitsstundenzahl bleibt aber unter 20, so kann eine gesetzliche Versicherung zu den günstigen studentischen Tarifen abgeschlossen werden. Wird nun aber auch noch die 20-Stunden-Grenze überschritten, so muss eine eigene Versicherung ins Auge gefasst werden.

 

 

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