Arbeiten beim Zoll: Ausbildung im gehobenen Dienst

Ausbildung im gehobenem Dienst: Zoll

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Man findet sie zuhauf an deutschen Flughäfen oder Grenzübergängen: Rund 40.000 Zollbeamte tragen täglich dafür Sorge, dass keine verbotenen Waren in unser Land rein oder raus geschmuggelt werden. Aufgrund der attraktiven Verdienstmöglichkeiten im gehobenen Dienst ist eine Ausbildung beim Zoll für Abiturienten vor oder nach dem Studium durchaus empfehlenswert.

Der Ausbildungsverlauf im gehobenen Zolldienst sieht wie folgt aus: Innerhalb von drei Jahren durchlaufen die Teilnehmer verschiedene Studienabschnitte im Bildungs- und Wissenschaftszentrum (BWZ) Münster sowie diverse Praktika an den Dienststellen des Ausbildungshauptzollamtes. Was euch während dieser Zeit erwartet, erklären wir im nächsten Abschnitt.

Wenn ihr schon studiert habt oder bereits in einer Export- und Vertriebsabteilung arbeitet, könnt ihr – als Exportleiter und auch als Mitarbeiter – alternativ eure Fachkenntnisse erweitern, indem ihr an einem Zertifikats-Fernlehrgang teilnehmt. Er dauert nur vier Monate lang und bildet euch zur Fachkraft für die Zollabwicklung (FFS) aus. Ihr könnt euch im Internet noch genauer über diese weiterbildenden Schulungen von forum-fachseminare.de informieren!

Die Studieninhalte beim Zoll

Im Grundstudium werden die Teilnehmer sechs Monate lang mit folgenden Grundlagen vertraut gemacht:

  • Staatsrecht
  • Politik
  • Recht
  • Volkswirtschaft
  • Finanzwirtschaft
  • Betriebswirtschaft
  • Sozialwissenschaft

Danach steht die erste Zwischenprüfung an, die sich aus mehreren Klausuren zusammensetzt. Bevor das anschließende Hauptstudium beginnt, nehmen die Studenten an praxisbezogenen Lehrveranstaltungen teil.

Im Hauptstudium durchlaufen die Teilnehmer dann drei verschiedene Studienabschnitte sowie zwei weitere Praktika. Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem das Abgaben-, Zolltarif-, Verbrauchsteuer- und das Branntweinmonopolrecht, die Betriebswirtschaftslehre, das Rechnungswesen der öffentlichen Verwaltung und die Managementlehre. Hinzukommen sogenannte Wahlpflichtfächer, die an praxisbezogene Aufgaben gekoppelt sind.

Zum Abschluss müssen die Studenten eine Laufbahnprüfung bestehen, die sich aus sechs Prüfungsklausuren und einer mündlichen Prüfung zusammensetzt. Werden die Prüfungen bestanden, können sich die Absolventen zukünftig als Diplom-Finanzwirte (FH) bezeichnen und im gehobenen Dienst beim Zoll arbeiten.

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