Jobaussicht: Fachkraft bei einem Personaldienstleister

 

Es gibt Menschen, die sich einen Beruf wünschen, bei dem sie jeden Tag neue Herausforderungen erleben können. Solche Berufe gibt es, sind aber eher die Ausnahme. Ein Großteil der Berufstätigen muss sich mit einem eher monotonen Arbeitstag zufriedengeben. Anders sieht es bei Fachkräften aus, die von einem Personaldienstleister beschäftigt werden.

 

Die Bereitschaft, mobil zu sein

 

Moderne Fachkräfte müssen mobil sein. Nicht selten wechseln sie mehrmals pro Jahr den Einsatzort und müssen unter Umständen sogar einen neuen Wohnsitz beziehen. Laut dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister ist etwa jede zweite Fachkraft zu einem solchen Umzug bereit.

 

R_K_by_Konstantin-Gastmann_pixelio.de

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Berufsanfänger zeigen besonders große Bereitschaft (70 Prozent) wenn es darum geht eine neue Stelle anzunehmen, die sich nicht am aktuellen Standort befindet. Wer sich auf diesem Markt als Berufsanfänger behaupten möchte, muss solche Umzüge unter Umständen in Kauf nehmen. Interessanterweise sind Führungskräfte genauso bereit den Standort zu wechseln. Meist wird aber ein höheres Gehalt für den Wechsel verlangt.

 

Was Interessierte über die Zeitarbeit wissen müssen

 

Wer sich als Fachkraft bei einem Personaldienstleister bewerben möchte, sollte einige Grundlagen über die Zeitarbeit kennen. Generell handelt es sich bei dieser Arbeitsweise um eine Dreieckskonstellation. Der Arbeitgeber ist nicht das Unternehmen für das man die Arbeit ausführt. Diese Rolle kommt dem Zeitarbeitsunternehmen zu. Je nachdem, welche Unternehmen bestimmte Fachkräfte benötigen, werden diese den jeweiligen Betrieben zugeteilt.

 

Personaldienstleister fokussieren sich in der Regel auf bestimmte Märkte. Randstad Professionals beispielsweise gehört zu den Personaldienstleistern im Bereich High-End-Lösungen. Wer sich hier bewerben möchte, sollte Interesse und Leistungen für die Bereiche IT-Services, Engineering sowie Management-Solutions mitbringen.

 

Die rechtliche Basis für die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist der Arbeitsvertrag. Das ist auch in diesem Fall nicht anders. Der Unterschied: in dem Vertrag müssen zwei Punkte angegeben werden:

 

  1. Angaben zur Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis
  2. Angaben zum Zeitarbeitstarifvertrag

 

Sollte kein Tarifvertrag gelten, müssen die beiden Parteien selbst zu einer Einigung kommen.

Der Arbeitsvertrag verpflichtet die Fachkraft zur Leistungsausführung. Im Gegenzug hat sie Anspruch auf Lohnzahlung, Urlaub und Urlaubsgeld sowie Entgeltfortzahlung falls es zu Krankheits- oder Feiertagsfällen kommt.

 

Bewerbung: Welche Ansprüche Personaldienstleister haben

 

Die Bewerbung ist Studien zufolge immer noch das größte Problem vieler Menschen, die einen Job suchen. Laut der Stepstone-Studie „Jobsuche 2013“ hat die Bewerbungsqualität in den vergangenen Jahren abgenommen. 2013 wollten 55 Prozent der Personaler neue Mitarbeiter einstellen, fast jeder Zweite erhielt aber zu wenige Bewerbungen je Stellenanzeige. 42 Prozent waren zudem über die sinkende Qualität der Bewerbungen enttäuscht.

 

Wer also mit seiner Bewerbung punkten möchte, sollte diese ordentlich erstellen. Grundsätzlich besteht eine Bewerbung aus folgenden Elementen:

 

  • ·      Anschreiben: Hier findet man häufig den ersten Fehler. Der Adressat wird nicht korrekt angesprochen oder ist sogar die falsche Person. Inhaltlich beschränken sich einige Bewerber auf Copy&Paste-Varianten aus dem Internet. Stattdessen sollte man das Anschreiben selbst verfassen, sich dabei auf eine Seite beschränken, Absätze nutzen und Rechtschreibfehler vermeiden. Kurze, aussagekräftige Sätze helfen dabei. In puncto Form ist die DIN-Norm 5008 einzuhalten.
  • ·      Deckblatt: Das Deckblatt kann aus einem Inhaltsverzeichnis und dem eigenen Lichtbild bestehen. Ein sympathisches Gesicht spielt bei einer Bewerbung eine positive Rolle, da es hilft, die Worte einer Person zuzuordnen.
  • ·      Bewerbungsfoto: Das verwendete Bild sollte möglichst aktuell und professionell sein. Bewerber müssen im Businesslook auftreten, ihr Gesicht sollte gut erkennbar und der Gesichtsausdruck natürlich sein. Laut dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist ein Lichtbild inzwischen nicht mehr Pflicht, wird jedoch als positiv angesehen.
  • ·      Lebenslauf: Der persönliche Lebenslauf umfasst alle Angaben zur eigenen Person, Ausbildung, praktischen Erfahrungen, Kenntnissen (Sprache, EDV) sowie Nebentätigkeiten. Weiterhin ist es möglich, ihn mit zusätzlichen Angaben über privaten Interessen, Weiterbildung oder Ähnlichem aufzuwerten.
  • Arbeitszeugnisse: Wer bereits angestellt war und über Arbeitszeugnisse verfügt, sollte diese seiner Bewerbung anhängen.

 

Work-Life-Balance: Beruf und Privatleben im Griff

 

Wer sich erfolgreich bei einem Personaldienstleister beworben hat, der hat den ersten schweren Schritt hinter sich. Noch ist man aber nicht fertig, erst jetzt beginnt der eigentliche Akt – und dieser ist nicht ganz einfach.

 

Für Fachkräfte spielt das Thema Work-Life-Balance eine große Rolle. Kaum eine andere Berufsschicht hat ein so penibles Verhältnis zurzeit wie sie. Zwischen unregelmäßigen Arbeitsstunden, der einen oder anderen Nachtschicht sowie einigen Überstunden im Home-Office muss genügend Zeit für das eigene Leben bleiben. Leider ist das nicht immer der Fall, wie die Studie “Liebe, Arbeit, Anerkennung” zeigt. So wird in der Studie ersichtlich, dass bei Doppelkarriere-Paaren die klassische Rollenaufteilung im Haushalt besteht. Auch unterbrechen Mütter häufiger ihre Erwerbstätigkeit, um ihre Kinder nach einer Geburt aufzuziehen.

 

Work-Life-Balance ist somit nicht nur ein Bereich, der sich der eigenen Person widmet, sondern das gesamte Umfeld mit einbezieht. Paare müssen miteinander reden und klären, wie sie bestimmte Probleme lösen. Einen Einblick in das Thema gibt die PDF Work-Life-Balance: Konfliktfelder, Stressfaktoren und Lösungsansätze.

 

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