Die 5 häufigsten Fehler bei Bewerbungen – vermeidbare Todsünden

Das Erstellen von Bewerbungsunterlagen ist ein schwieriger und zeitaufwändiger Prozess, an dessen Ende selten ein optimales Ergebnis steht. Es werden häufig Fehler gemacht, die dazu führen, dass die Bewerbung bei Personalchefs dann kaum noch eine Chance hat. Hier die Top Five der vermeidbaren Fehler, wie sie in der Praxis leider immer wieder vorkommen.

1. Kein Bewerbungsfoto

Und dazu gehören auch Passbilder. Eigentlich müsste es durch den Namen schon klar sein, ein Passbild gehört in Pass und Ausweis, in sonst nichts! Ich kann wirklich nicht verstehen wie man der Meinung sein kann, ein kleines am Automaten erstelltes Passbild könnte den durch die Bewerbung gewünschten positiven Ersteindruck erzeugen. Das Bewerbungsfoto ist 5×7 cm oder 7×5 cm groß und von einem professionellen Fotografen gemacht worden. Um aufzufallen sollte man das Querformat wählen.

2. Falscher Ansprechpartner / falsche Anrede

Ist ein Ansprechpartner bekannt und meistens wird in Stellenanzeigen einer genannt, dann ist dieser auch Adressat der Bewerbung. D. h. der Name wird sowohl in der Adresse auf dem Umschlag, der Adresse im Anschreiben und in der Anrede im Anschreiben genannt. Der Name hat auch jedes Mal die gleiche und zwar korrekte Schreibweise. Aus Herrn Dr. Schmidt wird in der Anrede nicht Herr Schmid und Frau Müller wird nicht plötzlich zu Herrn Meier. Es ist eine Schande, wie viele ansonsten brauchbare Bewerbungen sich durch diese Flüchtigkeitsfehler vorab selbst disqualifizieren.

3. Kein individuelles Anschreiben

Wer meint, er könne sich das Erstellen von individuellen Anschreiben sparen, der irrt! In der Stellenanzeige werden Mobilität, Belastbarkeit und englische Sprachkenntnisse verlangt. Der Bewerber schreibt im Anschreiben jedoch er sei teamfähig, flexibel und durchsetzungsstark. Wie schön für ihn! Entweder hat er schlampig gearbeitet und die Stellenanzeige nicht richtig gelesen oder aber er ist schlichtweg zu dumm und faul ein individuelles Anschreiben zu erstellen. Schickt man Massenware an den Personalchef, so schickt dieser Massenware – das Absageschreiben – zurück.

4. Keine .pdf Dateien bei eMail Bewerbungen

Viele Unternehmen wünschen eine Bewerbung per eMail oder aber bieten es zumindest alternativ an. Verständlich, denn schriftliche Bewerbungsunterlagen verursachen den Unternehmen Kosten. Sie müssen aufbewahrt und u. U. auch an den Bewerber zurückgeschickt werden. Doch was dann teilweise als eMail Bewerbung abgeliefert wird, ist unglaublich. Wie man der Meinung sein kann, eine Bewerbung, die aus 20 einzelnen .jpeg Dateien besteht, würde jemals gelesen werden, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Die eMail Bewerbung hat zwei Anhänge, beide .pdf Dateien. Die erste besteht aus dem Anschreiben, die zweite aus den restlichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate,…). Keine Bilddateien, Worddokumente und das Anschreiben gehört auch nicht in den Text der eMail. .pdf Dateien haben gegenüber Word und Bilddateien diverse Vorteile, sie besitzen z. B. ein fixes Layout und sind Viren/Makro sicher. Auch kann jeder seine Bewerbung kostenlos als .pdf Datei speichern: die  hervorragende kostenlose Officesoftware von http://de.openoffice.org/ bietet diese Funktion.

5. Der Umschlag gehört mit zur Bewerbung

Es mag vielleicht überraschen, aber der Briefumschlag gehört mit zur Bewerbung und wird von den meisten Unternehmen auch mit den Bewerbungsunterlagen zusammen abgelegt. Wie man teure Bewerbungsmappen mit nahezu perfekt durchgestylten Bewerbungsunterlagen zum Versand in hässlich braune Briefumschläge packen und diese dann mit einer Krickelhandschrift adressieren kann, ist mir unverständlich. Bewerbungsunterlagen gehören nicht in Umschläge, die aussehen, als wären sie aus Packpapier. Nehmen Sie einen weißen Umschlag und falls Sie nicht eine perfekte Handschrift haben, benutzen Sie für die Adresse weiße Etiketten!